Kommentar zum Film Fifty Shades of Grey - Gefährliche Liebe

Tausende haben dem zweiten Teil der Verfilmung der Fifty Shades of Grey Trilogie entgegen gefiebert. Bereits im ersten Film wurde die geringe Anzahl der Sex-Szenen beklagt - zu viel Romantik statt purer Leidenschaft lautete das Urteil. Aber was ist es denn nun: Romantischer Liebesfilm oder Softporno?

Ich muss zugeben, ich bin kein eingefleischter Fifty Shades of Grey Fan, der schon seit letztem Jahr mit Spannung auf den zweiten Teil der Erotik-Reihe gewartet hat. Den ersten Teil habe ich mir erst vor ein paar Wochen zu Hause angeschaut und nun wollte ich natürlich wissen, wie es weitergeht zwischen Christian Grey und Anastasia Steele.

Nachdem erst einige kleine Teaser die Neugierde steigerten, kam dann im September endlich der lang ersehnte, offizielle Trailer zu Fifty Shades Darker raus. Endlich konnte man einen ersten Blick auf die heißen Szenen werfen. Bis zum 14. Februar mussten wir uns aber noch gedulden - denn passend zum Valentinstag lief der Film dann auch in den deutschen Kinos an. 

Fifty Shades of Grey: vom Roman auf die Leinwand

Ich muss sagen, Fifty Shades Darker ist auf jeden Fall eine gelungene Fortsetzung der Fifty Shades Trilogie. Rein subjektiv betrachtet gab es mehr Sexszenen und definitiv mehr nackte Haut als im ersten Teil zu sehen. Aber auch ganz große Gefühle kommen im Film nicht zu kurz.

Wird ein Roman auf die Leinwand gebracht, ist es immer schwierig, den gesamten Plot abzubilden. Ich kann also verstehen, dass es kritische Stimmen gibt, die die filmische Umsetzung bemängeln und bestimmte Szenen vermissen. Hier eine Wertung abzugeben, fällt mir schwer, da ich die Bücher bis heute nicht gelesen habe. In diesem Fall ein klarer Vorteil, denn so hatte ich keine speziellen Erwartungen an den Film bzw. dessen genauen Inhalt und konnte gespannt dem Handlungsverlauf folgen. 

Fifty Shades of Grey – Ein Liebesfilm mit viel Erotik

Für mich ist Fifty Shades of Grey - Gefährliche Liebe eigentlich ein (sogar ziemlich kitschiger) Liebesfilm mit etwas mehr Erotikszenen, als man es vielleicht von anderen Liebesfilmen kennt und erwartet – besonders von Filmen aus dem doch recht prüden Amerika. Denn mal ganz ehrlich; romantische Dates auf der eigenen Privat-Yacht, emotionale Liebesbekundungen und zum krönenden Abschluss ein schnulziger Heiratsantrag?! Klingt für mich ganz nach einem ganz typischen Liebesfilm à la Hollywood. Zu kitschig für Sie? Und was ist mit Bella und Edward? Dem blassen Mädchen, das sich in einen Vampir verliebt und nebenbei noch von einem heißen Werwolf-Jungen umgarnt wird. Die Twilight-Saga trieft mindestens genauso vor Romantik! Das "Problem", wenn man es denn so nennen möchte, ist wohl einfach, dass bei Fifty Shades of Grey mehr Sex und weniger Liebe erwartet wird.

Aber Hand aufs Herz, welche Frau träumt denn nicht von der alles einnehmenden, unzerstörbaren Liebe, die alles andere in den Schatten stellt? Und der Anblick eines halbnackten Jamie Dornan ist dabei natürlich auch noch ein netter Nebeneffekt. 

Mein Fazit zu Fifty Shades Darker

  • mehr nackte Haut
  • mehr Sex
  • mehr Gefühl

... als im ersten Teil der Trilogie - eine klare Steigerung! 

Wer aber einen knallharten BDSM-Streifen erwartet, der wird hier wohl eher enttäuscht. Ich bin aber trotzdem schon auf den nächsten Fifty Shades of Grey Film gespannt und darauf, wie es mit Christian und Ana weitergeht. 

Autor: Jennifer Bielek

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