Tipps: Reisen mit Hund

Sommerzeit ist Reisezeit und viele Menschen verreisen mit ihrem Hund. Mittlerweile gibt es im In- und Ausland zahlreiche Hotels und Penionen, in denen Hunde erlaubt sind, da die Mehrzahl der Deutschen einen Hund als Haustier haben. Gleichzeitig ist die deutsche Bevölkerung aber auch sehr reisewillig, was heißt, dass die Hotelbesitzer hier eine Marketingmöglichkeit für sich gefunden haben, um Urlauber begrüßen zu können.

Cathrine Heigl und Hund
Doch reisen mit dem Hund ist nicht immer einfach. Gerade Hitze macht den Vierbeinern zu schaffen, wenn man über Stunden hinweg mit dem Auto unterwegs ist. Fliegen ist auch nicht unbedingt besser, da dies ein besonders großer Stress für die Tiere sein kann. Hier ein paar Tipps, wie das Reisen mit Hund einfach und entspannt sein kann.

Mit dem Auto in den Urlaub

Wer mit Hund in den Süden reist, hat meist zwei Tage Autofahrt vor sich. Hier ist es besonders wichtig, dass die Fellnase nur eine leichte Kost erhält. Hundefutter mit Hühnchen ist oftmals eine gute Wahl. Doch Vorsicht, der Hund sollte sich auch hiermit nicht den Magen vollschlagen. Besser ist es, auf Reisen öfter zu füttern und immer nur kleinere Mengen. Denn nicht selten wird es Hunden im Auto schlecht.
 
Selbstverständlich müssen ausreichend Pausen auf der langen Reise eingelegt werden, damit sich der Vierbeiner ein wenig von den Strapazen erholen kann. Zudem sollte man sich natürlich über die Gegebenheiten im Urlaubsland oder auch im Durchreiseland informieren. In Spanien ist es beispielsweise in vielen Städten Pflicht, den Urin des Hundes mit einer Wasser-Essig-Mischung abzuspülen. Wer dies nicht tut und erwischt wird, muss mit Strafen von 120 bis 750 Euro rechnen.
 
Ist der Hund zu unruhig und ängstlich, kann mit leichten pflanzlichen Beruhigungsmitteln ein wenig nachgeholfen werden. In der Apotheke sind beruhigende Mittel frei verkäuflich und auch der Tierarzt kann gegebenenfalls Mittel gegen die Übelkeit im Auto aufschreiben. Besonders beliebt ist CBD Öl, welches nicht nur beruhigt, sondern auch gegen Übelkeit und Reisekrankheit helfen kann. Dabei wirkt es nicht berauschend und ist legal in Apotheken oder Online Shops erhältlich.
 
Wichtig ist, dass der Hund seine Lieblingsdecke oder sein Spielzeug dabei hat, damit er seine vertrauten Dinge immer in der Nähe hat und so die Angst ein wenig genommen wird. Auch die Futter- oder Wassernäpfe sollten nicht durch Reisenäpfe ausgetauscht werden. Jede Veränderung kann bei unseren Fellnasen Stress verursachen, die so vermieden werden können.

Fliegen mit Hunden

Wer mit Hund in den Urlaub fliegen will, sollte sich darüber im Klare sein, dass das Fliegen für jedes Haustier eine Tortur ist. Nicht nur, dass die Tiere in einer Box eingesperrt sind, auch die fremde Umgebung, die fremden Geräusche und die Temperaturen im Flugzeug, können die Tiere massiv unter Stress setzen.
 
Um hier entgegenwirken zu können, sollte unbedingt ein beruhigendes Mittel verabreicht werden, damit die Fellnasen weniger Stress verspüren und entspannter sind. Das Lieblingsspielzeug sollte natürlich nicht in der Hundebox fehlen.
Zudem sollten die Hundeboxen so spät wie möglich aufgegeben werden, sodass die Zeit, in der sie in der Box eingesperrt sind, so kurz wie möglich ist. Bei Europareisen ist dies in der Regel kein Problem. Anders sieht es hier bei Reisen nach Übersee aus. Wobei hier grundsätzlich überlegt werden sollte, ob die Reise mit Hund oder doch besser ohne Hund gemacht werden sollte.

Der Urlaubsort

Angekommen am Urlaubsort ist natürlich alles neu – fremde Gerüche, fremdes Haus oder Zimmer und fremde Geräusche. Hier kann es durchaus passieren, dass der sonst so ruhige Hund zum Kläffer wird, da er natürlich seine Familie vor den fremden Geräuschen beschützen möchte. Dann gilt es natürlich Ruhe zu bewahren und nicht selbst in Stress zu verfallen. Der Hund sollte beruhigt werden und spätestens nach zwei Tagen sollte dies vorüber sein.
Wer mit dem Hund zum Hundestrand möchte, muss ebenfalls einiges beachten. Zuerst ist es wichtig, dass der Hund sich langsam an den Strand mit den vielen anderen Hunden gewöhnt. Sinnvoll ist es hier, erst eine Weile spazieren zu gehen und ihm zu zeigen, dass man hier Spaß haben kann. Erst nach einer Weile kann er dann, bei Bedarf, von der Leine genommen werden, damit er ausgiebig toben kann.
 
Weiterhin ist es natürlich Pflicht eines jeden Hundebesitzers, sich über die örtlichen Gegebenheiten zu informieren, was das Thema Hunde angeht. An den meisten europäischen Stränden sind Hunde verboten. Nimmt man doch den Hund mit an den Strand, können Strafen von bis zu 1000 Euro verhängt werden. Zudem sind in fast allen europäischen Ländern Hunde in Bars und Restaurants verboten, was heißt, dass man am Ende nur draußen auf der Terrasse mit dem Hund sitzen kann. Zudem sind Hunde in Geschäften ebenfalls verboten und haben keinen Zutritt.
 
Auch herrscht in vielen südlichen Ländern die Pflicht, Gurte oder Hundeboxen im Auto zu haben, um den Hund sicher zu transportieren. Für kleine Hunde reicht es in der Regel aus, diesen mit einem speziellen Hundegurt zu sichern. Größere Hunde müssen in fast allen südlichen Ländern in einer Hundebox transportiert werden, damit es keine Strafe gibt.
Um an diese Informationen zu kommen, gibt es im Netz die verschiedensten Foren oder Webseiten. Doch auch am Urlaubsort selbst kann man diese Infos in der Touristeninformation oder auch im Hotel erhalten. Dabei sollte man nicht vergessen, dass gerade in Deutschland die Verwarnungsgelder sehr niedrig gehalten sind. Im europäischen Ausland können diese Geldbußen teilweise um das Drei- oder Vierfache höher sein. Wer also seine Urlaubskasse schonen möchte, sollte sich hier genau informieren, um die hohen Geldstrafen zu vermeiden.
 
Mit dem Hund in Urlaub hört sich zwar eigentlich stressig an, ist es aber gar nicht wirklich. Jeder kennt natürlich seine Fellnase genau und weiß in der Regel, wie er das Tier zu handhaben hat, damit es ihm gut geht und die Urlaubsreise auch wirklich erholsam ist.