Die goldene Stadt Prag: Lifestyle und modernes Design vor historischem Hintergrund

Man muss nicht auf den Jahresurlaub warten, um eine aufregende Zeit erleben zu können. Es gibt auch in Europa fantastische Reiseziele, die durch die räumliche Nähe schnell erreichbar sind und sich dadurch besonders für einen Städtetrip an einem verlängerten Wochenende eignen. Vor allem kann man sich bei diesen Gelegenheiten weiterbilden, erfährt mehr über die aufregende Vergangenheit unseres schönen Europas und genießt ein paar entspannte Stunden in einem schönen Hotel.

Prag

Prag als pulsierendes Zentrum von Design und Architektur

Ein besonders beliebtes Reiseziel für Städtetrips ist Prag, das mit seiner Architektur und Design begeistert. Hier glänzen modernste Bauten neben historischen Schätzen und verschaffen dem Spaziergänger, der durch die Straßen flaniert, einmalige Ausblicke. Natürlich möchte man auch in einem ganz besonderen Hotel wohnen und den speziellen Prager Lifestyle genießen. Eine ganz besondere Unterkunft ist das von der Star-Architektin Eva Jiřičná entworfene Hotel Josef im historischen Zentrum von Prag, nahe am Staroměstské náměstí Platz und in der Nähe der Karlsbrücke. Mit seiner hellen Fassade und viel Glas setzt das Hotel einen angenehm leichten Kontrapunkt zu den historischen Gebäuden der Straße Rybna. Licht, Transparenz und Leichtigkeit setzen sich auch in der Innenarchitektur des Hauses fort. Das Hotel betreibt übrigens eine hauseigene Bäckerei, deren hervorragende Spezialitäten zu einem Besuch des Cafés einladen. Und auch die Bar im Hotel Josef ist ein angenehmer Ort, um am frühen Abend die Eindrücke eines Bummels durch Prag revue passieren zu lassen Von hier aus lässt sich die Stadt erobern, die einmalige Sehenswürdigkeiten bietet.

Warum ist Prags Architektur so einzigartig?

Die tschechische Hauptstadt hatte das Glück, viele seiner schönen Bauten über den Krieg retten zu können, auch wenn die Luftangriffe viel Leid über die Bevölkerung gebracht haben. Dennoch blieben viele Häuser unbeschädigt! Und so befinden sich in Prag die verschiedensten Baustile direkt nebeneinander. Der traditionsbewusste Historismus, der reich geschmückte und kunstfertige Jugendstil, der moderne Kubismus, der reduzierte Funktionalismus und die zeitgenössische Architektur. Prag war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts das Zentrum der modernen Architektur. Hier experimentierten die Vertreter des Bauhaus und Kubismus und platzierten ihre avantgardistische Bauten neben den mit Stuck verzierten und bunt bemalten Häusern der früheren Jahrhunderte. Ein lebendiges Zeugnis dieser Epoche ist beispielsweise der Wenzelsplatz, wo sich alle Baustile des 20. Jahrhunderts zu einer einzigartigen Kulisse zusammenschließen.

Diese Orte in Prag müsst ihr sehen!

Der Golden Angel: Beim Goldenen Engel, tschechisch: Zlatý Anděl handelt es sich um ein recht modernes Gebäude, das fünf Jahre Bauzeit in Anspruch nahm und im Jahr 2000 fertiggestellt wurde. Der ursprüngliche Golden Angel, eine Apotheke, musste der neu gebauten U-Bahn weichen. Den Nachfolger baute Jean Nouvel, der auf eine sehr spezielle Weise organische Formen und moderne Materialien miteinander verschmelzen ließ. Der Golden Angel ist nämlich kurvig gebaut und seine Ecken sind abgerundet. Das beweist, dass die architektonische Kunstfertigkeit noch immer lebendig ist und sich die schönsten und faszinierendsten Gebäude in der tschechischen Hauptstadt befinden.

Der Messepalast: Der Veletržní palác ist ein beeindruckendes Gebäude im Prager Stadtteil Holešovice, das für Messen und Ausstellungen konzipiert wurde. Es repräsentiert den reinen Funktionalstil, 1974 brannte das Gebäude nieder, doch es wurde rekonstruiert und beherbergt heute als einer der sieben Ausstellungsorte der Nationalgalerie eine Gemäldesammlung Moderner und Zeitgenössischer Kunst des 19./20. Jahrhunderts.

Die Villa Müller: Dieses Gebäude befindet sich im 6. Bezirk, Nad Hradním vodojemem 14 und wurde 1928–1930 für den reichen Bauunternehmer František Müller gebaut. Nachdem dieser 1951 starb und seine Witwe das Haus allein bewohnte, verfiel es immer mehr. In der Zeit des Sozialismus waren einige kommunistische Institutionen in der Villa untergebracht, bewohnt wurden nur noch zwei Räume. Später kaufte die Stadt das Haus und ließ es von 1998 bis 2000 rekonstruieren. Heute ist das kubische Gebäude, das edle Materialien und Dekors aus verschiedenen Epochen beinhaltet, ein Museum, das nach Anmeldung besucht werden kann. Wer sich hier umsieht, sollte besonders auch dem Garten als wichtigem Teil des Gesamtkonzeptes Beachtung schenken. Auch für Liebhaber von Farben ist ein Besuch der Villa lohnenswert, denn im Inneren wurde ein besonderes Farbkonzept verwirklicht.

Die Nationalgalerie: Neben dem Messepalast gibt es noch sechs weitere Ausstellungsorte für Kunstwerke, die reiche Sammlungen an Bildern, Statuen und Grafiken europäischer und auch böhmischer Kunst umfassen.

  1. Im Sternbergpalast finden sich Werke der alten Europäischen Meister wie Rembrandt, Rubens, Goya, Lucas Cranach und Albrecht Dürer.
  2. Im Schwarzenberg Palast kann die Böhmische Kunst der Barockzeit bewundert werden.
  3. Im Georgskloster (Prager Burg) ist eine umfangreiche Sammlung der böhmischen Kunst des 19. Jahrhunderts ausgestellt.
  4. Wer sich für den Kubismus interessiert, wird im Haus Zur Schwarzen Muttergottes fündig, denn hier sind viele Objekte in diesem Stil ausgestellt.
  5. Im Palais Goltz-Kinsky findet sich orientalische und asiatische Kunst.
  6. Im Agneskloster wartet eine Sammlung gotischer Kunst auf interessierte Besucher.

Fazit:

Warum in die Ferne schweifen? Auch in unseren Nachbarländern gibt es faszinierende Orte und schöne Landschaften zu sehen. Prag ist leicht mit dem Zug oder Auto erreichbar und bietet eine traumhafte Kulisse für einen unvergesslichen Städtetrip mit viel Kunst, Design, Architektur und einen Aufenthalt voller Verwöhnmomente.