Tipps: Eine Weltreise planen

Wer träumt nicht davon, irgendwann in seinem Leben einmal den Job ruhen zu lassen, vielleicht sogar zu kündigen, den wichtigsten Menschen Bescheid zu geben, einen großen Rucksack zu packen und die ganze Welt zu bereisen? So verlockend der Gedanke ist, so kompliziert scheint das Ganze zunächst auch. Denn eine solche Reise bleibt nicht ohne Konsequenzen und die Entscheidung dafür muss in aller Ruhe getroffen werden.

Afrika
Was ist bei der Planung zu beachten, was muss alles mit und wie funktioniert das mit der Finanzierung? Und muss man als allein Reisender besonders vorsichtig sein oder anders reisen? Der Beitrag beantwortet diese und weitere Fragen, damit bei der Weltreise zumindest in der Theorie kaum noch etwas schiefgehen kann.

Die Entscheidung

Bewusstseinserweiterung und die Chance der Selbstfindung
 
Reisen bildet, beflügelt und erweitert den Horizont. Die Erfahrungen auf einer Weltreise sind durch nichts zu ersetzen. Es ist etwas vollkommen anderes, als Tourist ein paar Tage oder Wochen einen Strandurlaub in einem anderen Land zu verbringen. Dabei steht kurzfristige Erholung im Mittelpunkt, bevor es ins Hamsterrad zurückgeht: relaxen, erholen, einfach mal gar nichts tun.
 
Wer allerdings die Welt erkunden und dabei Land und Leute wirklich kennenlernen möchte, verweilt länger in einem Land und schaut sich Orte jenseits großer Hotels und auf Publikumsverkehr ausgelegten Stränden, Anlagen und Locations an. Im Zentrum steht weniger die Erholung als vielmehr die Bewusstseinserweiterung. Mittlerweile ist es quasi zum Gemeinplatz geworden, dass Reisen Menschen nachhaltig glücklich machen.
 
Ständig in Bewegung zu sein, bedeutet die ganz große Freiheit. Langeweile kommt beim Reisen garantiert nicht auf. Wer sich an einem Ort nicht wohlfühlt, zieht einfach weiter. Gereist wird mit dem Flieger, mit Bussen, Bahnen und manchmal auch mit dem Schiff. Verschiedene Erdteile, unterschiedliche Klimazonen, Reichtum und Armut, das Nebeneinander von Natur und Kultur… Diese Erlebnisse öffnen die Augen für die Schönheit der Welt, aber auch für ihre Probleme.
 
Außerdem bieten Langzeitreisen die Chance auf Selbstfindung. Nach Schule oder Studium, vielleicht auch zwischen zwei Jobs oder nach einem Burnout tut eine längere Auszeit gut. Das gilt erst recht, wenn unklar ist, wie das eigene Leben eigentlich weitergehen soll. Generell sollten nicht allzu viele Gedanken auf den „richtigen Zeitpunkt“ verschwendet werden, sodass sich die Reise so lange rauszögert, dass sie womöglich nie stattfindet. Klar, eine lange Reise muss geplant und strukturiert sein, aber manchmal muss man auch einfach ins vielleicht nur lauwarme Wasser springen, um neue Erfahrungen zu machen.
 
Wer unterwegs ist, steht nicht still. Die lähmende Starre, die manchmal dafür sorgt, dass wir mit unserer Karriere und unseren Träumen von einer eigenen Familie nicht vom Fleck kommen, löst sich beim Reisen wie von selbst.
 
Weitere Vorteile:
  • Die Lebenshaltungskosten in Asien, Afrika und Lateinamerika sind vergleichsweise gering. Dadurch lässt sich bares Geld sparen.
  • Wer die kalten, langen Winter verabscheut, kann in warme Länder flüchten. Mit geschickter Planung bedeutet das 365 Tage Sonne und Wärme im Jahr. Umgekehrt gilt selbstverständlich dasselbe: Schneeliebhabern steht es frei, kühle Länder auszusuchen und dort der Sommerhitze zu entgehen.
  • Wer reist, kommt mit unzähligen Menschen aller Altersgruppen und sozialen Schichten in Kontakt. Das führt zu internationalen Freundschaften. Eine Bereicherung für das eigene Netzwerk, sowohl privat als auch beruflich.
  • Eine Weltreise ist ein Workout für die eigenen Organisationsfähigkeiten und Problemlösekompetenzen: eine Unterkunft finden, Wäsche waschen, etwas zu essen auftreiben, Transportmittel finden, Tickets buchen, Einkaufen, Kontakt mit Eltern, Freunden und Kollegen daheim halten, bloggen… Gewisse Routineaufgaben stehen auch auf einer Weltreise an.
  • Mit guten Englischkenntnissen öffnen sich fast überall Türen und Tore. Die eigenen Sprachfertigkeiten verbessern sich durch das ständige Sprechen. Hemmungen verschwinden wie von selbst. Im Berufsleben ein großer Vorteil!

Die Konsequenzen kennen

 
Frei nach dem Motto „Ich bin dann mal weg“ auf Weltreise zu gehen, bedeutet, dass der Fokus vorübergehend dem Reisen gilt. Der Alltag bleibt in der Heimat zurück. Während der eigenen Abwesenheit geht das Leben am ursprünglichen Wohnort weiter. All diese Geschehnisse bekommt jemand, der auf Weltreise geht, höchstens durch Familienmitglieder oder aus den Nachrichten mit.
 
Eine längere Auszeit kann durchaus mit gewissen Nachteilen verbunden sein:
  • Wer nicht gerade ein digitaler Nomade ist und von überall auf der Welt arbeiten kann, lässt seine Karriere während der Weltreise ruhen. Das heißt, das anstehende Studium, der Sprung in die Berufswelt oder der Jobwechsel verzögern sich. Spannende Jobangebote ziehen vorbei. Wer in einem hochspezialisierten, technischen Beruf tätig ist, verpasst möglicherweise durch den vorübergehenden Ausstieg wesentliche Entwicklungen und muss den Rückstand später aufholen.
  • Singles machen eventuell die Erfahrung, dass potenzielle Partner und Partnerinnen sich durch ihre Reisepläne abgeschreckt fühlen. Durch die Welt reisen, klingt zwar abenteuerlustig, flexibel und spannend. Aber es signalisiert gleichzeitig: Sesshaft werden kommt (noch) nicht in Frage. Wer einmal Blut geleckt hat, räumt dem Reisen möglicherweise auch nach seiner Rückkehr in die Heimat Priorität im Leben ein. Die Partnersuche könnte durch eine Weltreise also erschwert werden. Manche Menschen planen die Weltumrundung mit Partner beziehungsweise Partnerin und Kindern, falls vorhanden. Dann stellen sich diese Probleme nicht.

Was kostet die Reise und wie finanziert sie sich?

 
Die positive Nachricht vorweg: Eine Weltreise ist nicht ausschließlich etwas für Gutbetuchte. Selbst mit kleinerem Budget ist es möglich, verschiedene Kontinente zu bereisen und unterschiedliche Länder zu erkunden. Faustregel: 1000,- € pro Monat plus ein Polster für Unvorhergesehenes sollten zur Verfügung stehen.
 
Wer die eigenen Ansprüche zurückschrauben kann, spart unterwegs Geld, ohne auf das Vergnügen des Herumkommens verzichten zu müssen.
 
Als Alternative bietet sich Work and Travel an. Durch Saisonarbeit kann das eigene Budget aufgebessert werden. Durch die Arbeit vor Ort ist der Kontakt zu den Einheimischen besonders groß, sodass sich trotz Arbeit zahlreiche Erlebnismöglichkeiten bieten.
 
Ausgaben, die auf einer Weltreise anfallen:
  • Übernachtungskosten (Jugendherbergen, Hostels, Pensionen und Hotels)
  • Transportkosten (Flugzeug, öffentliche Verkehrsmittel, Schiff)
  • Ausgaben für Essen und Getränke
  • Aktivitäten (Eintrittskosten für Sehenswürdigkeiten)

Von Reisearten und Kostenbeispielen

 
Soll es unterwegs schnell gehen? Oder kommt langsames Reisen in Frage? Wer möglichst viel in kurzer Zeit sehen und erleben möchte, wird tendenziell vermutlich eher schneller (und damit teurer) unterwegs sein als jemand, dem es auf ein besonders intensives Eintauchen in andere Kulturen ankommt. Auch das Klima kann bei der Wahl des Fortbewegungsmittels eine Rolle spielen.
 
Folgende Verkehrsmittel kommen für Weltreisende in Frage:
  • Flugzeug
  • Schiff
  • Eigenes Fahrzeug (Auto, Wohnmobil)
  • Mietwagen
  • Öffentliche Verkehrsmittel (Bus, Bahn, Straßenbahn)
Wer den Luftweg wählt, überquert die Ozeane innerhalb von kurzer Zeit. Auch der Komfort ist hoch. Allerdings entgehen dem Reisenden im Flieger viele Details. Es ist kaum möglich, einen echten Eindruck von der Natur, der Landschaft und den Menschen zu bekommen.
 
Auf dem Landweg sieht es schon anders aus: Besonders bei der Wahl öffentlicher Verkehrsmittel ist der Kontakt zu den Einheimischen, typischen Bräuchen und Gepflogenheiten groß. Außerdem ist diese Reiseart besonders günstig. Im eigenen Fahrzeug ist die Flexibilität höher, dafür fehlt eben die Authentizität. Hier ist sorgfältiges Abwägen sinnvoll.

Für die Weltreise sparen

 
Bevor es losgehen kann, sollte ein finanzielles Polster angespart werden. Selbst wenn 1000,- € pro Monat ein vergleichsweise niedriger Betrag sind: Hochgerechnet auf ein Jahr sind es immerhin bereits 12.000,- € pro Person plus Rücklagen für Unvorhergesehenes.
 
Dazu kommt, dass in der Heimat unter Umständen ebenfalls Kosten anfallen. Wer Wohnung oder Haus nicht kündigt, muss beispielsweise weiterhin Miete und Versicherungen zahlen.
Vor der Reise stehen unter anderem folgende Ausgaben an:
  • Kosten für Dokumente (Internationaler Führerschein, Visa, Reisepass)
  • Auslandskrankenversicherung
  • Flugticket
  • Impfungen
  • Kleidung, Rucksack, Equipment

Zuhause richtig sparen

 
Am schnellsten vermehrt sich das eigene Geld, wenn Einnahmen hereinkommen und gleichzeitig die Ausgaben reduziert werden. Wer arbeitet, legt am besten einen Teil des verdienten Geldes auf ein separates Sparkonto. Selbst wenn das kaum oder keine Zinsen bringt: Das Geld wird nicht mehr so leicht angetastet.
 
Aber Achtung: Bei beträchtlichen Rücklagen können durchaus Strafzinsen anfallen. Früher wurden Sparer belohnt, seit 2014 werden sie zumindest in Deutschland abgestraft. Zwar waren bislang meist Firmenkunden oder Privatkunden mit hohen Einlagen betroffen, doch bedeutet dies nicht, dass nicht womöglich auch bei geringen Einlagen die Bank negative Zinsen erhebt. Informiere dich bei deiner Bank, ab welcher Summe Strafzinsen anfallen und wie hoch diese ausfallen.
Vor der Reise lohnt sich auch oft ein Gang durch ihre eigenen vier Wände. Hier fallen den meisten Menschen Dinge auf, die sie eigentlich so gut wie nie benutzen. Das können Elektrogeräte, Kleidung oder Sonstiges sein und diese Dinge lassen sich auf dem Flohmarkt oder im Netz zu barem Geld verwandeln.
 
Beim Drosseln der Ausgaben lohnt sich als Erstes der Blick auf das eigene Konsumverhalten:
  • Wer selbst kocht, statt Essen zu gehen, spart eine Menge Geld. Besonders, wenn vor allem unverarbeitete, regionale Lebensmittel eingekauft und zubereitet werden. Am besten alles Extravagante von der Einkaufsliste verbannen!
  • Filmabende machen Spaß. Aber es muss nicht unbedingt ein teurer Kinobesuch sein. Kino Highlights lassen sich preiswert über Netflix & Co. streamen. Popcorn schmeckt auch selbstgemacht aus der Mikrowelle.
  • Beim abendlichen Ausgehen fließt einem das Geld förmlich durch die Finger. Alkohol und Softdrinks kosten in Restaurants, Bars und Kneipen viel mehr als im Supermarkt. Möglichst wenig auf die Piste gehen, spart dementsprechend ebenfalls den einen oder anderen Euro.
  • Kosten für Kleidung und typische Konsumartikel sollten auf ein Minimum reduziert werden. Auf der Weltreise lässt sich ohnehin nur das Nötigste mitnehmen. Alles, was im Vorfeld zusätzlich angeschafft wird, muss gesäubert, gepflegt und schlimmstenfalls bis zur eigenen Rückkehr irgendwo eingelagert werden. Das kostet Zeit, Nerven und Geld. Besser also gleich darauf verzichten.

Unterwegs richtig sparen

 
Sparmöglichkeiten ergeben sich bei der Wahl der Länder und der Transport- und Nahrungsmittel. Um in Australien und Neuseeland, den USA und Kanada oder Japan herumzukommen, ist ein anderes Budget nötig als beim Bereisen von Thailand, Indien oder Bolivien. Aber auch ein längerer Aufenthalt an einem Ort hilft, die Ausgaben zu drosseln.
Während der eigenen Langzeitreise steht zu Hause die Wohnung oder das Haus leer. Eine Untervermietung sorgt für Einnahmen. Zeitungsabonnements und Mitgliedschaften bei Fitness-Studios, Vereinen und Streaming-Diensten können während dieser Zeit vorübergehend unterbrochen oder ganz gekündigt werden.
 
(Weitere) Sparmöglichkeiten:
  • Landestypische Speisen, die Saison haben, sind überall besonders günstig. Wer auch auf Reisen selbst kocht, ist unabhängiger und gibt weniger Geld aus. Zubereiten lassen sich die Speisen in der Küche von Hostels und Herbergen. (Vorab die Verfügbarkeit erfragen!)
  • Beim Essengehen lohnen sich Straßenstände, die von Einheimischen aufgesucht werden. Das Essen schmeckt dort wunderbar authentisch. Gleichzeitig ist es preiswerter als die Locations, die üblicherweise von Touristen aufgesucht werden.
  • Langsames Reisen bringt ebenfalls zahlreiche Vorteile mit sich: Es dauert meistens, ein Gefühl für Land, Leute und die üblichen Preise zu entwickeln. Nach ein paar Tagen wissen Weltreisende, wo sie die besten, günstigsten Leckereien bekommen und wo Übernachtungen zum optimalen Preis-Leistungsverhältnis möglich sind. In der Regel sinkt der Preis für Unterkünfte ohnehin, wenn sie über mehrere Wochen oder Monate gemietet werden. Ein Mehrbettzimmer im Hostel ist günstiger zu haben als ein Einzelzimmer im Hotel.
  • Beim Fliegen lässt sich mit einem „Around the World“-Ticket (Weltreise-Ticket / RTW Ticket) bares Geld sparen. Diverse Anbieter wie Statravel oder Star Alliance bieten die günstigen Tickets an. Allerdings ist das Reisen nur in eine Richtung möglich. Richtungswechsel sind nicht vorgesehen.

Die Dauer einer Weltreise

 
Maßgeblich für die benötigten finanziellen Mittel ist die Dauer der Langzeitreise. Manche Menschen können sich nur eine kurze Auszeit von drei Monaten freischaufeln. Andere genehmigen sich ein Sabbatical und gehen ein halbes oder ganzes Jahr auf Reisen.
 
Zum Bereisen aller Erdteile ist noch mehr Zeit von Vorteil. Ohne ein enges Zeitkorsett und mit ausreichend Budget in der Hinterhand ist die Flexibilität am größten. Ein Ort ist besonders schön? Dann wird der Aufenthalt dort einfach verlängert.
Wer ohne Druck planen kann und beispielsweise als digitaler Nomade sein Geld verdient, kehrt möglicherweise erst nach mehreren Jahren (oder nie wieder) in die Heimat zurück.

Die Route planen

 
Von der Länge der Weltreise hängt die Planung der Route ab. Wer lediglich drei Monate unterwegs sein kann, bereist besser nur einen oder zwei Kontinente. Sonst artet die Reise in Hektik aus. Sehr schnelles Reisen bedeutet, dass letztendlich doch kein echtes Eintauchen in andere Kulturen stattfindet. Um den Facettenreichtum eines Landes wirklich erleben zu können, sollte der Mindestaufenthalt dort einen Monat betragen.

Besonderheiten beim Alleine-Reisen und beim Reisen als Frau

 
Nicht jeder hat für eine geplante Weltreise einen passenden Partner an der Seite. Das allerdings sollte kein Hinderungsgrund für dieses einzigartige Abenteuer sein.

Allein auf Weltreise gehen

 
Allein reisen bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Vor allem heißt es, keine Kompromisse eingehen zu müssen. Die Weltreise kann komplett nach eigenen Wünschen und Träumen verwirklicht werden. Die Wahrnehmung ist intensiver, denn es gibt keinen zweiten Menschen, dem dauerhaft die eigene Aufmerksamkeit gilt. Dadurch ist der Erlebnischarakter besonders groß und teilweise kommt das Reisen einer Art Therapie gleich.
 
Solo-Reisende kommen außerdem schneller mit anderen Backpackern und Einheimischen in Kontakt. Allein zu reisen bedeutet nicht automatisch, alles allein zu unternehmen. Ausflüge, Partys oder gemütliche Kneipenrunden mit anderen sind gang und gäbe.
 
Einheimische trauen sich eher, Gespräche mit Reisenden zu beginnen, die nicht Teil einer Gruppe sind. Das gilt besonders, wenn Frauen allein unterwegs sind. Der kleine Small Talk gewährt authentische Einblicke in die Sprache und das Leben vor Ort und fördert den einen oder anderen spannenden Insider-Tipp zutage.
 
Nachteilig ist, dass die gesamte Organisation (Recherche nach günstigen Transportwegen, Unterkünften, Einkaufs- und Waschmöglichkeiten, sehenswerten Spots) selbst übernommen werden muss. Das kostet mehr Zeit, als wenn sich die Aufgaben auf zwei Personen aufteilen.

Als Frau allein unterwegs

 
Wer als Frau eine Weltreise machen möchte, sollte auf mögliche Gefahren vorbereitet sein. Frauen werden vielerorts als leichte Opfer betrachtet.
 
Das allerdings gilt nicht nur für andere Länder. Es gilt genauso in der eigenen Heimat. Allerdings ist es in vertrauter Umgebung einfacher, sich „richtig“ zu verhalten.
 
Um in der Fremde gut vorbereitet zu sein und wenig Fehler zu machen, hilft eine umsichtige Vorbereitung.
Mögliche Sicherheitsvorkehrungen:
  • Selbstverteidigungskurs zu Hause absolvieren
  • Kleidung an die traditionelle Kleidung der Einheimischen anpassen
  • Gut vorbereitet am Ankunftsort eintreffen: Zielgerichtet gehen und im Vorfeld die Karte studieren. Falls man sich orientieren muss, hilft es Taxistände oder Bushaltestellen anzuvisieren, um den Eindruck des Umherirrens zu verschleiern.
  • In der Unterkunft fragen, welche Ecken als besonders gefährlich gelten (und diese meiden)
  • Selbstbewusst auftreten: Laute Stimme, fester Stand, Gesprächspartnern in die Augen blicken
  • Nicht übermäßig viel Alkohol trinken, sondern immer einen klaren Kopf bewahren
  • Geladenes Smartphone mit funktionierender SIM-Card mitnehmen
  • Kontakt zu anderen Backpackern suchen und gemeinsam reisen
  • Nähe zu einheimischen Frauen suchen
  • Nicht jede Einladung annehmen (auf das eigene Bauchgefühl vertrauen)
  • Unterwegs nicht mit den Augen auf dem Display des Smartphones hängen, sondern auf die Umgebung achten
  • Nicht trampen
 

Checkliste Details

Organisatorisches
  • Sabbatical einreichen, Job kündigen
  • Wohnung untervermieten oder kündigen
  • Auto vermieten, verkaufen oder unterstellen und abmelden
  • Flüge buchen („Around the World“-Ticket oder One-Way-Ticket)
  • Auslandskrankenversicherung abschließen
  • Internationale Haftpflichtversicherung abschließen
  • Reiserücktrittsversicherung abschließen
  • Impfungen (etwa sechs Monate vor Antritt der Reise organisieren)
  • Handyvertrag prüfen und erweitern

Dokumente

  • Gültiger Reisepass mit genug Platz
  • Internationaler Führerschein
  • Passbilder (für Visa)
  • Impfpass
  • Flugtickets
  • Mappe und wasserdichte Hülle für die Dokumente
  • USB-Stick mit den eingescannten Dokumenten und Passbildern
  • Dokumente in der Cloud abgelegt

Geld

  • (Kostenlose) VISA Kreditkarte beantragen, um weltweit kostenlos Geld abheben zu können (eventuell zusätzliche Mastercard, falls die VISA nicht akzeptiert wird)

Checkliste Gepäck

Backpack und Daypack sollten nicht zu schwer sein. Die Gewichtsbeschränkungen der Fluggesellschaften variieren und am Flughafen draufzahlen möchte niemand. Abgesehen davon sind Reisende mit einem übermäßig schweren, großen Rucksack viel unbeweglicher als mit leichterem Gepäck. Vorschlag: Am besten unter 15 Kilogramm bleiben. Einfache Kleidung wie Unterwäsche, Socken und T-Shirts sind überall auf der Welt günstig zu kaufen. Darum lohnt es sich das Mitnehmen in größeren Mengen nicht.
Es spart Platz, wenn die Kleidung gerollt transportiert wird. In Zip-Beuteln bleibt alles vor Feuchtigkeit und Schmutz geschützt.

Backpack & Daypack:

  • Backpack mit 50 – 60 Liter Fassungsvermögen
  • Daypack mit 20 – 30 Liter Fassungsvermögen
  • Backpack Cover zum Schutz unterwegs
  • Regenhülle für das Daypack

Kleidung für warmes Wetter:

  • Basecap mit langem Nackenschutz
  • kurze Hose
  • Funktionshose (mit abnehmbaren Hosenbeinen, insektenabweisend)
  • Badekleidung (Badeanzug, Bikini, Badehose)        
  • Funktionsshirt
  • T-Shirts
  • Multifunktionstuch (verwendbar als Sonnenschutz, Schal, Halstuch)
  • Sonnenbrille

Kleidung für kaltes Wetter:

  • Regenhose
  • Funktionsshirt langärmlig
  • Fleecejacke
  • Strickjacke
  • Pullover
  • Winddichte, atmungsaktive Jacke
  • Dünne Funktionshandschuhe

Schuhe

  • Luftdurchlässige, wasserdichte Trekking- und Wanderstiefel
  • Sportschuhe
  • Flip-Flops
  • Trekkingsandalen

Unterwäsche und Schlafkleidung

  • Unterhosen (für kaltes Wetter: Thermo-Unterwäsche)
  • BH
  • Sport-BH
  • Socken
  • Schlafhose und T-Shirt

Schlafen

  • Outdoor Schlafsack 3-Season
  • Microfaserschlafsack
  • Seiden-Inlett für den Schlafsack (leicht, einfach zu reinigen, ersetzt Bettwäsche in schmutzigen Unterkünften)
  • Ohrstöpsel
  • Schlafmaske

Körperhygiene und Körperpflege

  • Aufhängbarer Kulturbeutel
  • Reisehandtuch (schnell trocknendes Traveltowel)
  • Zahnbürste
  • Zahnpasta
  • Duschgel-Shampoo (2 in 1)
  • Deo
  • Gesichtscreme
  • Einwegrasierer
  • Sonnencreme
  • Tampons / Binden (für Frauen)
  • Nagelschere
  • Pinzette

Kochen

  • Spork (Messer, Gabel und Löffel in einem)
  • Trinkflasche (1 Liter)
  • Salz und Pfeffer in kleinen Behältern
  • Chlortabletten (falls Wasser entkeimt werden muss)

Reiseapotheke

  • Antibiotikum
  • Erste Hilfe Package
  • Schmerzmittel
  • Pflaster
  • Desinfektionsmittel für Wunden
  • Hand-Desinfektionsgel
  • Kohle-Tabletten
  • Halsschmerztabletten
  • Blasenpflaster
  • Augentropfen
  • Fieberthermometer
  • Vaseline
  • Zeckenpinzette
  • Insektenspray

Sonstiges

  • Wäscheleine mit Klammern
  • Sicherheitsnadeln
  • Nähset
  • Streichhölzer
  • Taschenmesser
  • Batterien für Stirnlampe
  • Notizbuch und Kugelschreiber
  • Geldbörse

Technisches

  • Laptop mit Schutzhülle und wasserdichtem Beutel zum Schutz
  • Kamera (gegebenenfalls mit extra Teleobjektiv, Tasche und wasserdichtem Beutel)
  • Kamera-Zubehör (Reserve-Akku, Speicherkarte, Mikrofasertuch, Reinigungsspray, Stativ, externe Festplatte zum Sichern der Fotos, wenn die Cloud nicht erreichbar ist, Lade- und Übertragungskabel)
  • Smartphone
  • Steckdosen-Adapter zum Aufladen von USB-Geräten
  • Pacsafe Travelsafe mit Schloss (12 Liter oder 20 Liter)
  • Stirnlampe
  • LED-Taschenlampe

Mut für die Weltreise aufbringen

 
Keine Frage: Bevor es auf die große Reise gehen kann, ist allerhand an Organisation nötig. Das eigene Umfeld muss auf die Weltreise vorbereitet werden. Andererseits ist dies eine gute Vorbereitung. Eine umsichtige Planung ist bei der Bereisung verschiedener Kontinente und Länder das A und O.
 
Wer die hier zusammengestellten Punkte beachtet, ist zumindest in der Theorie gut auf eine Weltreise vorbereitet. Alles, was es zusätzlich braucht, sind Geld und Mut. Dann kann es losgehen!