30. November 2014
Wie erkenne ich eine Depression?

Wie erkenne ich eine Depression?

Es ist zu einer Volkskrankheit geworden – die Depression. Etwas fünf Prozent (ca. 4 Millonen Menschen) in Deutschland leiden heutzutage an der Krankheit. Doch was macht diese Krankheit aus? Bin ich, nur weil ich erschöpft bin, gleich depressiv? Wir haben ihnen die Anzeichen zusammengestellt.

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© Jessica Peterson/Corbis
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Bitte beachten Sie, dass wir keine Ärzte sind! Wenn einige Anzeichen auf Sie zutreffen, dann muss es noch keine Depression sein. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie doch darunter leiden, dann suchen Sie bitte den Arzt ihres Vertrauens auf. Ansonsten können Sie sich auch ihrer Familie und ihren Freunden anvertrauen. Egal wie Sie sich entscheiden, suchen Sie sich Unterstützung.

Antriebslosigkeit Sie fühlen sich schwach, haben keine Kraft ihren Ritualen nachzukommen und das Aufstehen fällt ihnen morgens sehr schwer. Außerdem erscheinen ihnen die bevorstehenden Aufgaben als unerreichbar.

Schlafstörungen Typ 1: Sie gehen abends ins Bett, doch viele Gedanken schwirren ihnen durch den Kopf. Sie schaffen es einfach nicht zur Ruhe zu kommen.
Typ 2: Sie können problemlos einschlafen, doch nach einer kurzen Zeit wachen Sie wieder auf und schlafen nur sehr schwer wieder ein. Auch hier ist der Kopf voller Gedanken.
Konzentrationsprobleme Sie schaffen es kaum, ihrer Arbeit nach zu kommen. Ein Buch zu lesen fällt ihnen schwer. Sie lesen, doch vergessen schnell wieder worum es in dem letzten Absatz ging. Mit ihrem Gegenüber Gespräche zu führen ist ebenfalls eine große Herausforderung, denn auch hier schweifen Sie mit ihren Gedanken immer wieder ab.
Minderwertigkeitskomplexe Sie schauen in den Spiegel, doch ihr Spiegelbild gibt kein positives Feedback. Sie fühlen sich wert- und nutzlos. Verstehen gar nicht, was Sie auf der Welt verloren haben. Außerdem fühlen Sie sich in ihrem Körper unwohl. Selbstbewusstsein strahlen Sie nicht mehr aus.
Der Kontakt zu anderen Menschen ist für Sie eine große Herausforderung.
Anspannung Kleinigkeiten bringen Sie zur Weißglut. Selbst wenn Sie Feierabend haben, auf der Couch liegen und eigentlich entspannen wollen, denken Sie an viele Dinge. Ihr Kopf ist nicht frei von Gedanken. Sie wollen eigentlich zur Ruhe kommen, doch es will einfach nicht gelingen.
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© Jessica Peterson/Corbis
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Rückzug Sie ziehen sich immer mehr zurück. Die Nähe von ihrem Partner können Sie nicht erwidern. Auch Treffen mit Freunden oder der Familie strengen Sie an und versuchen Sie daher zu meiden. Sie bauen sich ihre eigene kleine Welt. Ihren Hobbies gehen Sie nur noch sehr wenig nach. Ihnen fehlt die Motivation.

Essverhalten Es gibt zwei Arten: Heißhungerattacken oder Appetitlosigkeit. Entweder Sie stopfen haufenweise Süßigkeiten und Fast Food in sich hinein, denn Sie können einfach nicht genug vom Essen bekommen. Oder haben in kurzer Zeit mehr als zwei Kleidergrößen verloren und versuchen gemeinsames Essen zu vermeiden.
Trauer Sie weinen viel. Manchmal ist ihnen der Grund dafür gar nicht bewusst. Sie verstehen sich selbst nicht mehr. Was ist nur aus dem Menschen geworden, der noch vor einiger Zeit lächelnd und froh durchs Leben gegangen ist. Sie versuchen sich nichts von der Trauer die ihren Alltag überschattet anmerken zu lassen.
Partnerschaft
Die Beziehung zu ihrem Partner hat sich verändert. Er sucht Nähe zu ihnen, doch Sie meiden diese. Sie haben kaum noch Lust auf Sex. Zweisamkeit ist für Sie ein Fremdwort geworden. Unternehmungen an den Wochenenden werden auch immer weniger. Sie wollen lieber Zeit für sich als mit ihrem Partner. Sie verstoßen ihn regelrecht.
Suizidgedanken Rasierklinge? Pulsader? Schlaftabletten? Alles Begriffe, über die Sie tagtäglich grübeln. Sie haben sich schon des Öfteren überlegt, wie und ob Sie ihrem Leben ein Ende setzen sollen. Der Abschiedsbrief ist schon im Kopf verfasst.
Sind Sie sich immer noch nicht ganz sicher? Dann machen Sie hier den Test!
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