14. März 2010
Sicher ist sicher: Versicherungen?!

Sicher ist sicher: Versicherungen?!

Stürmische Zeiten, das spüren alle. Aber wenn Sie wissen, welche Versicherungen Sie jetzt brauchen, behalten Sie trotzdem die Ruhe

Sicher ist sicher: Versicherungen
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Sicher ist sicher: Versicherungen

Gar nicht so leicht, derzeit den Kopf oben zu behalten und beim Gedanken an die Zukunft nicht mit schlotternden Knien da zu stehen. Kaum ein Tag vergeht ohne „bad news“, und viele haben Angst, doch noch ihren Job zu verlieren und dann schlecht abgesichert zu sein. Mit ein paar klugen Verträgen sind Sie aber gegen das Schlimmste gewappnet, sagt der Leiter des Informationszentrums der deutschen Versicherer „ZUKUNFT klipp + klar“ in Berlin, Stephan Gelhausen. Wir fragten genauer nach.

Falls ich den Job verliere: Wie sichere ich mich schon im voraus bestmöglich ab?
Bei einer Kündigung springt zunächst die Arbeitslosenversicherung ein, in die Sie als Angestellte zwangsläufig einzahlen. Ein zweites Risiko ist die Berufsunfähigkeit, gegen die Sie sich privat versichern sollten, erst recht als Freiberuflerin. Angenommen, Sie können wegen eines Unfalls, einer körperlichen oderseelischenKrankheitnichtmehrarbeiten – das bedroht schnell die finanzielle Existenz. Zumal, wenn Sie nicht über größere Rücklagen verfügen. Das betrifft besonders diejenigen, die nach dem 1.1.1961 geboren wurden. Für diese Gruppe existiert praktisch keine gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung mehr. Zudem lohnt es, sich früh Gedanken auch über die Altersvorsorge zu machen und zu prüfen, ob Sie staatliche Förderung, z.B. für die Riester-Rente, in Anspruch nehmen können.


Worauf kommt es an, wenn ich eine Familie habe oder gründen will?

Der Hauptverdiener sollte eine Lebensversicherung mit ausreichend hoher Summe abschließen, damit die Familie nach dessen Tod den Lebensstandard aufrecht erhalten kann. Bei knappem Budget bietet sich eine Risiko-Lebensversicherung an. Damit legen Sie nichts für die Altersvorsorge zurück, aber im Todesfall sind die Angehörigen versorgt.

Für eine Lebensversicherung muss ich Angaben zum Gesundheitszustand machen. Wenn ich ein wenig schummele...
...kann der Versicherer später die Auszahlung verweigern – mit dem Argument Argument, Sie hätten arglistig falsche Angaben gemacht. Neuerdings müssen Sie aber nur noch die Fragen beantworten, die im Antrag schriftlich gestellt werden. Krankheiten, nach denen nicht gefragt wird, brauchen Sie also nicht anzugeben. Der Versicherungsgesellschaft dienen die Daten als Grundlage, um die Beiträge risikogerecht zu kalkulieren.

Welche Policen sind noch wichtig?
Vor allem rate ich zu einer privaten Haftpflichtversicherung. Wer einen Schaden anrichtet, muss dafür gerade stehen, in unbegrenzter Höhe und das lebenslang. Wenn Sie etwa aus Unachtsamkeit einen Menschen so schwer verletzen, dass dieser nicht mehr arbeiten kann, müssen Sie mit Schadenersatzforderungen, teilweise in Millionenhöhe, rechnen.

Und was ist, wenn ich klamm bin und die Beiträge mal nicht zahlen kann?
Oft hilft es schon, die Zahlungsweise zu ändern: Zwölf kleine Teilbeträge lassen sich leichter aufbringen als ein großer Jahresbeitrag. Wenn Sie auf absehbare Zeit gar nicht bezahlen können, bleibt meist nur die komplette Beitragsfreistellung einiger oder aller Verträge. Während Sie die Zahlung aussetzen, haben Sie jedoch keinen Anspruch auf die volle Versicherungsleistung! Versichern Sie darum einzelne Risiken möglichst getrennt voneinander.

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