Der Mythos Zicken-Alarm im Büro Visier hoch

Von Weiberwirtschaft bis Hyänenhaufen – Begriffe wie diese fallen oft, wenn über Frauen im Job geredet wird. Dabei ist der viel zitierte Zicken-Alarm im Büro ein Mythos. Wer unsere sieben Strategien kennt, stärkt den Teamgeist unter Kolleginnen – und die eigene Karriere.

Zickenkrieg im Job

4. Visier hoch und – voran!

Konkurrenz im Job kann wunderbar anspornen, das wissen wir alle. Das Dilemma: Bei vielen Frauen überwiegt die Angst vor Ablehnung, weil sie eigentlich kooperieren wollen. Also verzichten sie auf Auseinandersetzungen – und verlieren am Ende. Der Frust darüber bereitet den Nährboden für subtile Taktiken wie Mobbing. Probieren Sie es stattdessen mit bewusster, aber konstruktiver Konkurrenz: Wenn etwa die Rivalin eine tolle Präsentation geleistet hat, kehren Sie nicht mit Grummelgefühlen an Ihren Schreibtisch zurück, sondern sagen Sie offen: „Das war klasse! Ich beneide dich. Wie machst du das?“ Mit diesem Bekenntnis bekämpfen Sie eigene energieraubende Tendenzen zur Missgunst und zum Brüten. Gleichzeitig bauen Sie Vertrauen auf und nehmen der Kollegin den Wind aus den Segeln. Denn Sie signalisieren: „Angriffe unter der Gürtellinie kannst du dir sparen, ich bin nur an einem interessiert: einen guten Job zu machen.“

5. Aufs eigene Wohl achten

Klar, ohne Stress und Reibereien geht’s nicht. Nur fällt es uns oft schwer, uns davon nicht auffressen zu lassen. Sogar nach Feierabend grübeln viele weiter, wie sie die Dinge wieder ins Lot bringen können. Nicht selten liegt das an einem früh anerzogenen, übergroßen Verantwortungsgefühl: „Mädchen sind immer verlässlich und lieb.“ Schwierig wird es auch, wenn der Job zum alleinigen Lebensinhalt geworden ist. Das führt oft dazu, dass man alles ungefiltert an sich heranlässt und am Ende ohne Halt dasteht – angreifbar wie eine Sandburg. Ein stabiles Privatleben ermöglicht Abstand. Wenn Sie aber mittendrin stecken, während es in der Firma drunter und drüber geht, nutzen Sie zumindest die Mittagspause, um sich zu sammeln und Kraft zu schöpfen. Sparen Sie sich unbedingt den üblichen Kantinen-Gossip, gehen Sie stattdessen eine Stunde joggen im Park, oder genießen Sie einen kleinen Lunch in einem netten Café. „Wenn Sie ausgeglichen sind, reagieren Sie nicht so extrem auf Konfliktsituationen, sondern gehen lockerer an die Lösung“, so Ulrike Ley.

Autor: Jurate Baronas

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