Der Mythos Zicken-Alarm im Büro Mehr Kopf als Bauch

Von Weiberwirtschaft bis Hyänenhaufen – Begriffe wie diese fallen oft, wenn über Frauen im Job geredet wird. Dabei ist der viel zitierte Zicken-Alarm im Büro ein Mythos. Wer unsere sieben Strategien kennt, stärkt den Teamgeist unter Kolleginnen – und die eigene Karriere.

Zickenkrieg im Job

1. Mehr Kopf als Bauch

Die Chefsekretärin hat montags meist Kopfweh? Die Kollegin ist Yoga-Fan wie Sie? Schön, so was zu wissen! Zu viel Einfühlung bringt aber auch Risiken mit sich: Die gegebene Arbeitsteilung wird aufgeweicht – und wenn’s mal hart auf hart kommt, fällt es schwerer, sachliche Grenzen zu ziehen. Behalten Sie also stets den Platz im Auge, den die andere in der Hierarchie einnimmt. Sobald Sie persönliche Harmonie im Büro höher bewerten als Leistung, entsteht Zicken-Potenzial – warnt auch Monika Keuthen in ihrem Buch „Achtung Kollegin: Wie Frauen souverän mit Konkurrenz umgehen können".

2. Eitelkeit abschminken

Was genau zeichnet einen Teamplayer aus? Sogar der talentierteste Musiker ist ein niemand, wenn er sich nicht mit der Band abstimmt. Dazu gehört auch, sich selbst zurücknehmen zu können. Wie oft versuchen Sie, sich selbst ins rechte Licht zu rücken? Und wie oft gönnen Sie der Büronachbarin deren Glanz? Langfristig stärken Sie sich, wenn Sie auch andere stark machen – ambesten dann, wenn kein Chef daneben steht. Wahre Königinnen können großzügig sein!

3. Sprechen statt schmollen

Verständlich, dass der ewig stichelnde Unterton von Frau Müller Sie ärgert. Wenn Sie deren Verhalten aber als Herausforderung annehmen, können Sie sogar daran wachsen. Vielleicht sind Sie selbst konfliktscheu – und lernen durch den Fall Müller, Probleme anzusprechen. Sie können die Kollegin auch täglich fragen, wie es ihr geht – Freundlichkeit als Gegengift, denn: Das steckt an. „Es muss aber ehrlich sein“, sagt Ulrike Ley, Coach für Frauen in Führungspositionen. „Loben Sie gezielt die Stärken der Kollegin, die diese mit Sicherheit hat.“ Bleibt die positive Resonanz dennoch aus, können Sie die Mecker-Ziege getrost als notorischen Fall ablegen – und müssen das Genöle nicht mehr persönlich nehmen.

Autor: Jurate Baronas

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