Sinnfrage Ich wünschte, ich wäre fröhlicher gewesen

Eine Australierin befragte Menschen am Ende ihres Lebens, was sie am meisten bereuen. Heraus kamen fünf wichtige Lektionen, die man sich merken sollte

Drei junge Frauen glücklich am Strand

 

Kinder kichern und können sich gar nicht mehr einkriegen. Irgendwann im Leben kommt vielen diese Fähigkeit abhanden. Zu welchem Zeitpunkt und warum? Es passiert schleichend. Erst sind es ein paar kleine Mäkeleien, wir lassen uns stressen, agieren nicht, sondern rea- gieren nur. Aber die Dinge locker sehen oder drüber lachen, das können wir immer seltener. Wir sind erwachsen, die Sache ist ernst. Und plötzlich sitzen wir da und haben uns eine grundlegende Nörgelei angewöhnt. „Viele merken erst am Ende des Lebens, dass sie sich bewusst für Freude hätten entscheiden können“, sagt Bronnie Ware. Manche hatten es verlernt. Andere hatten schlicht vergessen, im Leben mal ausgelassen und albern zu sein.

Ich wünschte, ich hätte weniger gearbeitet

Diesen Fakt nannte fast jeder Mann. Durch die Arbeit hatten die Männer das Aufwachsen ihrer Kinder verpasst und wenig Zeit für ihre Partnerinnen. Bronnie Ware: „Nicht einer sagte: Warum habe ich bloß keine Karriere gemacht? Oder: Warum bin ich nicht reicher geworden? Im Gegenteil – die meisten bedauerten, wertvolle Lebenszeit mit einer Arbeit vergeudet zu haben, die ihnen nur mittelmäßig oder im schlimmsten Fall gar nicht gefiel.“

Ich hätte mich mehr um meine Freunde kümmern sollen

Was bleibt, wenn die Liebe geht? Was bleibt, wenn die Eltern nicht mehr sind? Freunde. Menschen, bei denen unsere Seelen sich zu Hause fühlen, die uns verstehen und unterstützen, egal, was kommt. Nur manchmal sind wir so beschäftigt mit uns selbst, dass sie zu kurz kommen. Nehmen wir uns die Zeit: für ein Telefonat, das nur fünf Minuten dauert. Für den Italien-Urlaub mit der besten Freundin, den wir uns dann ins Buch unserer Erinnerungen schreiben können. Wer seine Freundschaften pflegt, ist selbstbewusster, im Job erfolgreicher und führt die stabileren Beziehungen. Das belegen Studien – und im Grunde wissen wir es auch. Man kann sich das Leben immer irgendwie schönreden. Wir Frauen sind Meisterinnen im „einerseits/ andererseits“. Oder denken gern: Alles Schlechte ist für ewas gut. An den ganz großen Lebensentscheidungen wie Kindern, Auslandsaufenthalt oder Heirat gibt es seltsamerweise nichts zu bereuen. Tun wir es, wissen wir, wie es sich anfühlt. Tun wir es nicht, können wir es nicht bewerten. Was sollten wir dann bereuen? Aufstoßen wird uns immer, was wir zu lange aushalten: miese Beziehungen, schlechte Jobs, falsche Freunde. „Meinst du nicht, dass es dir irgendwann leidtut?“
 Wenn ich genau darüber
nachdenke, weiß ich ge
nau, was mir leidtäte.
 Wenn ich im Leben nicht lernen würde, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Und genau darum – obwohl ich zwei Dutzend Erledigungen auf dem Zettel habe – rufe ich heute Abend in Ruhe meine älteste Freundin an.

10 Dinge, die man im Leben getan haben sollte

  1. Draußen schlafen
  2. „Ich liebe dich“ sagen- und es meinen
  3. Aus Liebe richtig leiden
  4. Wilde Tiere sehen
  5. Auf einen Berg steigen, auf dessen Spitze noch Schnee liegt
  6. Geld verschenken
  7. Fest an etwas oder jemanden glauben (auch an sich selbst)
  8. Tränen lachen
  9. Glücklich mit dem eigenen Leben sein, wenn auch nur für einen winzigen Moment
  10. Sich entschuldigen
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