Silvesteressen mal anders: Es muss nicht immer Raclette sein

Raketen, welche den Himmel in bunte Lichter tauchen. Das perfekte Outfit und Make-up im extravaganten Metallic-Look. Köstliches Essen mit Sekt und Raclette. All diese Dinge gehören für viele Menschen untrennbar zu einem gelungenen Silvesterabend. Doch wie wäre es, wenn Sie dieses Jahr auf Raclette verzichten?

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Ja, beinahe jeder liebt Raclette und beim stundenlangen Sitzen um den Tisch mit Duft nach Käse und Kartoffeln kommen die Gespräche so richtig in Fahrt. Keine Frage, Raclette ist nicht nur köstlich, sondern auch die perfekte Mahlzeit für einen Silvesterabend mit vielen Gästen. Zahlreiche Deutsche freuen sich jedes Jahr schon viele Monate im Voraus auf das Raclette am Neujahrsabend. Dennoch hat das Schweizer Nationalgericht auch einen Haken: Es braucht eine Menge Platz – und den hat schlichtweg nicht jeder Gastgeber. Zudem darf es doch auch mal etwas anderes sein als Jahr für Jahr dasselbe Gericht, oder nicht? Wer also keine Möglichkeit für ein Raclette mit vielen Leuten hat oder schlichtweg keine Lust darauf, der sollte das Jahr 2019 mit kreativeren Ideen für das Silvesteressen einläuten.

Essen an Silvester auf den Rahmen abstimmen

Welches Essen sich für den Silvesterabend am besten eignet, hängt natürlich stark davon ab, wie die Feier gestaltet ist. Wer in einen Club geht, trifft sich vielleicht vorher noch mit Freunden auf einen gemeinsamen Raclette-Abend. Bei einer Hausparty mit vielen Gästen ist hingegen Fingerfood optimal geeignet und wer nur gediegen zu zweit, zu viert oder mit der Familie feiert, kann sich in der Küche für ein Drei-Gänge-Menü so richtig austoben. Bevor es also an die Planung der konkreten Speisefolge geht, sollte der Rahmen für die Feier an Silvester abgesteckt werden. Wo wird gefeiert, wie und mit welchen Personen? Wer zu sich nach Hauses einlädt, muss natürlich seinen Gäste auch entsprechend etwas bieten. Dazu gehört neben der Deko, der passenden Musik und vielleicht lustigen Spielen in erster Linie das „richtige“ Essen und Trinken.
 
Prinzipiell sind der Kreativität dabei keine Grenzen gesetzt. Die aufgetischten Köstlichkeiten sollten aber natürlich allen Gästen schmecken und es ist wichtig, vorher nach Allergien und danach zu fragen, ob jemand vegetarisch oder vegan lebt. Zudem gibt es noch eine weitere Grundregel: Das Essen und Trinken muss in ausreichender Menge zur Verfügung stehen – denn kaum etwas ist so peinlich wie hungrige oder durstige Gäste!

Potluck Party – einfach, kostengünstig, lecker!

Nicht alle Menschen stehen an Silvester gerne stundenlang in der Küche, um ihren Gästen ein Drei-Gänge-Menü zu servieren. Dennoch geht es auch kreativer als einfach nur die Pizza vom Lieferservice. Wer Zeit und Geld sparen, seinen Gästen aber dennoch ein köstliches Essen für jeden Geschmack servieren möchte, der sollte auf eine „Potluck Party“ setzen. Das System ist denkbar simpel: Jeder Gast bringt eine Speise mit, seien es Salate, Fingerfood oder ein Dessert. Möglich ist das auch bei den Getränken, wobei es eher üblich ist, dass die Gäste alkoholische Getränke selbst mitbringen, während der Gastgeber für unalkoholische Getränke sorgt – und vielleicht für den Sekt zum Anstoßen um Mitternacht.
 
Wer sich für die Potluck Party entscheidet, sollte diese dennoch nicht dem Zufall überlassen. Ansonsten gibt es am Ende vielleicht 15 Salate, dafür aber keine einzige Hauptspeise. Die Gäste sollten deshalb bis zu einem definierten Datum nach der Einladung Bescheid sagen, was sie gerne mitbringen würden. So kann der Gastgeber ein wenig koordinieren, damit am Ende ein möglichst umfassendes Menü für jeden Geschmack zur Auswahl steht. Wer will, kann dann immer noch zusätzlich Pizza, Sushi oder andere Köstlichkeiten beim Lieferservice bestellen. Das bietet sich vor allem bei einer geringen Gästeanzahl an, wenn die Mitbringsel ansonsten vielleicht nicht ausreichen würden. Auch in diesem Fall sollte die Planung aber so früh wie möglich stattfinden. Wer erst am Silvesterabend beim Lieferdienst anruft, geht nämlich mit großer Wahrscheinlichkeit leer aus.

Reicht an Silvester auch Fingerfood aus?

Es gibt kein Gesetz, welches festschreibt, dass ein Gastgeber an Silvester seine Gäste kulinarisch verwöhnen muss. Wer nicht zum Essen einladen möchte, kann auch eine Party gegen den späteren Abend planen. In diesem Fall ist es aber wichtig, seinen Gästen unmissverständlich mitzuteilen, dass es bei der Party kein Essen geben wird. Ansonsten kommen sie unter Umständen hungrig und die Laune sinkt schnell gegen Null. Wissen hingegen alle Bescheid, so können sie vorab noch zu Hause essen oder sie gehen eben doch erst zum Raclette mit Freunden – ganz nach eigenem Belieben.
 
So oder so, sollte es dennoch Snacks geben. Fingerfood eignet sich dafür ebenso gut wie einige Süßigkeiten oder etwas zum Knabbern. Ideen für Fingerfood, das garantiert bei jeder Party gut ankommt, gibt es viele. Besonders beliebt ist es meist, wenn es nicht nur lecker schmeckt, sondern auch noch kreativ aussieht:
 
  • Schnittchen sind ein echter Klassiker beim Fingerfood. Mit dem richtigen Belag schmecken diese nicht nur gut, sondern sie machen auch noch satt, wenn in der durchfeierten Nacht irgendwann der Hunger ruft. Besonders kreativ sehen diese aus, wenn sie farblich passend zur Deko oder in bunten Regenbogenfarben gestaltet werden. Runde Brotscheiben mit verschiedenfarbigen Aufstrichen wie Frischkäse, Avocadocreme oder Thunfisch zaubern aus dem Partyklassiker ein buntes (aber herzhaftes) Törtchen.
  • Canapés sind ebenfalls allseits beliebt, jedoch kann es auch auf der Scheibe Baguette gerne kreativer zugehen – vor allem an Silvester. Wie wäre es mit Obst oder Früchten als Deko wie Melonenscheiben oder Erdbeeren? Wer noch einen draufsetzen möchte, kann mit essbarem Glitzerpulver passend zur Silvesternacht nachhelfen.
  • Glückskekse sind vielleicht kein traditionelles Fingerfood, doch diese können nicht nur spielend leicht selber gebacken werden und schmecken gut – sondern sie stellen gerade beim Jahreswechsel ein echtes Highlight für viele Gäste dar. Gerne darf der Gastgeber kleine persönliche Botschaften für das kommende Jahr in den Keksen verstecken und seinen Gästen somit eine besonders kreative Freude machen.

Die Getränke sind das A und O an Silvester

Während auf Raclette am Silvesterabend gerne auch mal verzichtet werden kann, gilt das nicht für den Sekt. Schließlich muss mit diesem um Mitternacht angestoßen werden. Wie bereits erwähnt, ist es nicht unüblich, dass Gäste ihre (starken) alkoholischen Getränke wie Schnaps oder Spirituosen selbst mitbringen. Der Gastgeber sollte aber unbedingt ausreichend unalkoholische Getränke im Haus haben. Zudem sollte der Sekt im Kühlschrank keinesfalls fehlen. Wer will, kann auch Cocktails mixen oder Bier und Wein servieren.
 
In letzterem Fall ist die Qualität besonders wichtig. Der Wein muss einerseits nicht nur zum Essen passen, sondern andererseits  auch ein vollmundiges Aroma entfalten. Wer nämlich billigen Wein serviert – schlimmstenfalls auch noch aus dem Tetrapack – blamiert sich vor seinen Gäste. An Silvester darf der Wein gerne etwas dicker auftragen, schließlich gilt das auch für die Kleidung, das Make-up oder das Fingerfood am Abend des Jahreswechsels. Zu diesem besonderen Anlass steht der Sinn nach Extravaganz. Die Qualität des Weines hängt unter anderem von der Beschaffenheit des Bodens, dem Jahrgang, der Rebsorte und der Herkunft ab. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann vorab auch eine kleine Weinprobe abhalten.

Ein Drei-Gänge-Menü muss gut vorbereitet sein

Wer trotz dieser Vorschläge Lust hat, sich an Silvester in die Küche zu stellen und für seine Gäste ein Drei-Gänge-Menü zu kochen, der braucht in der Regel Speisen, welche sich gut vorbereiten lassen. Denn kurz bevor die Gäste eintreffen, will sich schließlich auch die Gastgeberin nochmal in Schale werfen. In Frage kommen beispielsweise
 
  • als Vorspeise eine Käseplatte, etwas Brot mit einem Rote-Linsen-Dip, eine Mett-Lauch-Suppe oder gefüllte Blätterteigtaschen.
  • als Hauptgang selbstgemachte Knödel mit Rehkeule, Chili con Carne oder eine Pizza-Suppe. Auch Klassiker wie Lasagne oder Spaghetti Bolognese kommen in der Regel immer sehr gut an.
  • als Dessert etwas selbstgemachtes Eis, kleine Muffins und Brownies, beliebte Cremes wie Mousse-au-Chocolat beziehungsweise Panna Cotta oder auch Tiramisu in all seinen Formen – sei es mit Amaretto, Erdbeeren oder Melonen.
 
In diesem Sinne: Mahlzeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!