Persönlichkeit Fünf-Punkte-Plan für mehr Charisma (Teil 1)

Beeindruckend, stark, schlau und selbstbewusst: Mit unserem Fünf-Punkte-Plan für mehr Charisma bringen Sie Ihre
 Stärken noch besser zur Geltung und kommen schneller ans Ziel.

Mehr Charisma

1. Die eigenen Stärken erkennen

"PP" setzt vor allem voraus, dass man um seine Vorzüge weiß. "Leider neigen viele Frauen dazu, zu selbstkritisch zu sein", sagt die Psychologin. Statt sich die Ziele vor Augen zu führen, die sie gern erreichen würden, beschäftigten sie sich mehr mit möglichen Gefahren, Risiken und Niederlagen. "Homeland"-Heldin Carrie Mathison schlägt sich mit derlei Zweifeln nicht herum: Durch ihr Studium ist sie Expertin für den Nahen Osten – und verfügt dank ihrer Auslandseinsätze über ein Netzwerk an Informanten. Sie weiß, was sie kann und wer ihr weiterhilft – und tritt dementsprechend selbstbewusst auf. DeClair: "Wem es schwerfällt, seine Stärken zu benennen, fragt enge Freunde und Kollegen, aber auch Bekannte ganz offen danach, was sie an einem schätzen." Einige Antworten werden überraschen: Vielleicht war uns zum Beispiel nicht bewusst, dass Menschen sich gern mit uns umgeben, weil wir Ruhe ausstrahlen, gut zuhören können und in Krisensituationen einen kühlen Kopf bewahren. Es könnte auch sein, dass man auf andere stark wirkt, weil man intuitiv und spontan entscheidet, anstatt stundenlang abzuwägen. Andere werden eventuell bestätigen, was wir selbst schon zaghaft notiert hatten: beispielsweise, dass wir den Dingen stets einen positiven Dreh verpassen – weil das unserer Lebensauffassung entspricht. Oder dass man sich auf uns verlassen kann, weil wir uns selbst Verbindlichkeit wünschen. DeClair: "Wer seine Talente einmal enttarnt hat, kann sie künftig noch mehr hervorheben." So werde man für andere greifbarer, präsenter, charismatischer.

2. Seine Meinung äußern – und dazu stehen

Fettnäpfchen hin, Getuschel her: Nicht immer wird es einem gelingen, andere von seiner eigenen Sicht der Dinge zu überzeugen – jedenfalls nicht sofort. Trotzdem ist es elementar, seinen Standpunkt offen zu äußern und mögliche Kritik auszuhalten. Nur so kann das Umfeld erkennen, wofür man steht – und entscheiden, ob es dieser Ansicht folgen will. DeClair: "Stark ist, wer sich Gedanken gemacht hat, zu seinen Grundsätzen steht und innerlich fest ist." Also nicht gleich umkippt, nur weil die Mehrheit anders denkt – oder der eigene Ansatz nicht so populär ist. Carrie Mathison lässt sich beispielsweise nicht darin beirren, dass ein heimgekehrter Sergeant in Wirklichkeit ein "Schläfer" ist – obwohl sie mit ihrer Meinung allein dasteht und er als Kriegsheld gefeiert wird. Trotzdem ermittelt sie auf eigene Faust unter hohem Risiko weiter und fühlt sich doppelt angespornt, sich in die Sache reinzuhängen, um am Ende recht zu bekommen. In solch spannender Mission sind wir wahrscheinlich nicht unterwegs. Aber wir können uns für den Alltag abgucken, dass es sich lohnt, nicht nur mitzulaufen und alles abzunicken, sondern auch mal Kritik zu äußern und sich Gehör zu verschaffen. "Wenn sich nach einer echten Diskussion herausstellt, dass man mit seiner Meinung trotzdem falsch lag, zeugt es wiederum von Stärke, sie noch mal zu ändern", sagt die Expertin.

3. Wissen, worüber man redet

"Charisma strahlt aus, wer anderen noch etwas beibringen kann, wer gute Ratschläge parat hat und auf bestimmten Gebieten Experte ist", sagt Caroline DeClair. Und zwar nicht, weil sein Wissen im iPhone wohnt und er sich bei Wikipedia weiterbildet. Sondern weil man gelernt hat, wie sich die tägliche Informationsflut filtern lässt und wann es lohnt, in die Tiefe zu gehen. "Echtes Wissen verleiht Selbstvertrauen und erzeugt Aufmerksamkeit", sagt die Psychologin. Zum Glück hat fast jeder ein Fachgebiet, das er noch besser zur Schau stellen könnte. Den Wissensvorsprung machen sich nur die wenigsten wirklich bewusst: Weil man es vielleicht für selbstverständlich hält, dass man zweisprachig aufgewachsen ist, seine Steuererklärung im Schlaf machen kann oder die Regeln von Speedminton, einer Mischung aus Badminton, Squash und Tennis, kennt. Dass viele Menschen, die damit so gar nichts am Hut haben, an unseren Lippen kleben würden, wenn sie wüssten, was wir wissen – das müssen wir uns zunutze machen.

Autor: Caroline Declair

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