Glück im Unglück Erste Hilfe bei zu großen Problemen

Erfolg ist schön, keine Frage. Aber nur unsere Fehltritte bringen uns weiter. Denn unsere Irrtümer, Patzer und Missgeschicke haben nichts mit Versagen zu tun. Wer richtig damit umgeht, zeigt Mut und bereichert sein Leben. Deswegen: Hingefallen? Aufstehen!

Frau mit Martini und Pflastern an den Beinen

ERSTE HILFE FÜR GESTRANDETE

Trennung. Kündigung. Absage. Und was macht man als Erstes? Sich heulend auf den Boden werfen ist eine Möglichkeit. Aber es gibt noch andere:

Starke Sätze sind wie Rückenstärker. Erinnern Sie sich an diese Sätze. Vielleicht war es Oma, die Sie schon immer ermutigte: „Scheitern ist nicht schlimm, schlimm ist, es nicht versucht zu haben.“ Oder: „Man fällt schneller, als man wieder aufsteht. Man muss aber immer einmal mehr aufstehen, als man fällt.“ Ja, Recht hat sie, die Oma!

Sie fühlen sich wie ein angeschossenes Reh? Haben Sie Geduld mit sich und machen Sie erst mal Trippelschritte. Stellen Sie sich jeden Tag nur kleine Aufgaben. Ein Gang um den See, zwei Telefonate erledigen.

Wissen Sie noch, wie Sie als Kind weinend in Mamas Arme gelaufen sind, weil Sie sich das Knie aufgeschürft hatten? Jetzt ist die Zeit für Umarmungen und Verwöhnmassagen. Seien Sie mal eine Weile klein und schwach – das geht schon in Ordnung.

„In der Krise halten uns negative Emotionen gefangen“, sagt Scheiter-Expertin Monika Gruhl. Verlieren Sie nicht den Humor. Selbst in der schlimmsten Lebenslage finden sich Dinge, über die man lachen kann. Das wirkt Wunder.“

NIETE! NA UND? 7 Schritte für mehr Glück im Unglück

1. ES IST, WIE ES IST

Die Pleite ist passiert: Jetzt geht es darum, den Schiffbruch anzunehmen und nicht zu verleugnen.

2. LASS ES RAUS

Trauer, Wut und Schmerz sind okay! Trotzdem gilt es zu differenzieren zwischen der Sache, die schiefgegangen ist, und mir als Mensch.

3. VERZEIH DIR SELBST

„Gehen sie versöhnlich mit sich selbst um“, rät die Psychotherapeutin Irmtraud Tarr. Sich monatelang zu grämen, frisst nur Energie.

4. BLICK NACH VORN

Man scheitert besser, wenn man Niederlagen als Lernprozess betrachtet. Fragen Sie sich: Was ist die Chance? Gibt es Alternativen, wie muss ich meinen Kurs korrigieren?

5. NEUER ANFANG

Vielleicht bedeutet das Scheitern auch das Ende der falschen Anpassung? Manchmal macht so ein Irrtum einen klüger.

6. TABULA RASA

Zeit für eine Bilanz: Was brauche ich wirklich? Was ist mir wirklich wichtig im Leben?

7. JETZT ERST RECHT!

Aktivieren Sie die innere Widerstandskraft. Resiliente Menschen sagen nicht: „Alles ist aus“, sondern motivieren sich mit einem trotzigen: „Und dennoch!“

Autor: Friederike Schön

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