Kinder sicher und liebevoll betreuen lassen? Wie wir die größte Herausforderung unserer Zeit meistern können

Hallo, Dreifachbelastung! Vielen Dank, Emanzipation! Du hast unserer Doppelbelastung einen dritten Part hinzugefügt. Heute reicht es nicht mehr, den Haushalt und die Kinder im Griff zu haben, wir sollen auch Karriere machen und die gläserne Decke mutig durchstoßen, die uns Frauen von den oberen Etagen der Macht fern hält. Damit wir gar nicht erst auf die Idee kommen, uns eine klassische Rollenverteilung zu wünschen, sind die Lebenshaltungskosten so gestiegen, dass man mit einem Einkommen kaum mehr auskommen kann.

child-1522870_1280

So – genug gejammert, gehen wir die Herausforderung an! Denn eigentlich wollen wir ja nicht zurück in die „guten alten Zeiten“, als Frauen der Zugang zur Karriere verwehrt wurde. Wir lieben es, uns durch unsere Arbeit selbst zu verwirklichen und unsere Unabhängigkeit zu bewahren, denn Familienmanagerin zu sein, reicht uns oft nicht.

Das Resümee: Wir wollen alles, und heute können wir es auch haben. Wir müssen es nur ausbalancieren, um alles unter einen Hut zu bekommen.

Der Haushalt ist dank des Einsatzes zahlreicher technischer Gerätschaften gut zu bewältigen. Unsere Ur-Großmütter, welche für die Kochwäsche tatsächlich noch den großen Topf auf dem Ofen anfeuern mussten, wären von unseren Möglichkeiten wahrscheinlich begeistert gewesen. 

Leider sind meistens weder Ur-, noch sonstige Großmütter in unseren Haushalten, sodass sich spätestens mit dem Erfolg in der Familienplanung eine der größten Herausforderungen offenbart: die Kinderbetreuung. Denn auch, wenn in jeder von uns eine Super-Woman steckt, an zwei Orten gleichzeitig zu sein, liegt außerhalb unserer Möglichkeiten. 


Herausforderung Kinderbetreuung 


Wenn es nach unserer Herzen ginge, würden manche von uns ihre Kinder wahrscheinlich bis zur Schule selbst betreuen. Der Rückkehr in den Job wäre dann natürlich unmöglich. Viele Kinder können nicht einmal daheim bleiben, bis sie drei sind, sondern werden schon mit rund einem Jahr außer Haus betreut. Und Kinder lieben es, mit anderen Kindern zusammen zu sein und sich eine neue Welt zu erobern! Doch die Betreuung muss dem Charakter des Kindes entsprechen. Das eine ist etwas schüchterner und sensibler, und braucht eine feste Bezugsperson. Das andere hat vielleicht große Geschwister, die in die Kita gehen, die beim Abholen als „spannender Raum für die Großen“ empfunden wird. Wir nehmen die Vor- und Nachteile der gängigsten Konzepte unter die Lupe.


Krippe und Kindergarten 


Eigentlich hat jedes Kind in Deutschland den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Eigentlich soll auch die Betreuung von unter 3-jährigen sichergestellt sein. Die Realität sieht häufig jedoch ganz anders aus. Es fehlen immer noch zahlreiche Plätze, gerade im städtischen Bereich. Teilweise findet ein absurder Run auf die begehrten Plätze statt, inklusive Bewerbungsbogen und Vorstellungsgespräch. Den Wunsch-Kindergartenplatz zu bekommen ist beinahe so schwierig, wie bezahlbare 4-Zimmer-Küche-Bad-Balkon zu ergattern. 
Eltern wird häufig geraten, ihren Platz einzuklagen, um die Städte und Gemeinden zum Handeln zu zwingen. Doch was nützt uns ein Kitaplatz, der am anderen Ende der Stadt liegt und nur durch eine halbstündige Fahrt erreicht werden kann? Vielleicht ist ein Kindergarten ohnehin nicht der Weisheit letzter Schluss, und die Ablehnung in der Wunschkita sollte als Wink des Schicksals aufgefasst werden? Denn neben zahlreicher Vorteile hat diese Betreuungsform auch einige Nachteile in petto.

Die Vorteile von Krippe und Kindergarten:

  • Professionelles Personal, gute Ausstattung.
  • Das Kind lernt seine späteren Schulkameraden schon kennen.
  • Oft flexible Betreuungszeiten.
  • Ab 3 Jahren auf jeden Fall zu empfehlen.
  • Gute Vorbereitung auf die Schule.

Nachteile:

  • Nicht für alle Kinder geeignet. Unter 3-Jährige und Sensibelchen gehen „in der Menge“ manchmal unter
  • Der Betreuungsschlüssel lässt oft zu wünschen übrig. Ganz schlimm wird es in der Erkältungszeit, wenn die Erzieherinnen selbst krank werden. 

Welche Alternativen gibt es zur klassischen Variante in staatlicher oder kirchlicher Hand? Eine Tagesmutter oder ein Au-Pair sind für manche Kindern die bessere Wahl!


Betreuung durch eine Tagesmutter – aus gutem Grund im Trend 


Bei einer „Tagesmama“ zu sein ist beinahe so, wie von der eigenen Mutter betreut zu werden. Tagesmütter haben meist selbst Kinder und machen entsprechende Kurse, um sich für die Betreuung von fremden Nachwuchs zu qualifizieren. Diese Betreuungsform entspricht am ehesten dem, was unsere Vorfahren gemacht haben: Eine Mutter kümmert sich um die Kinder der anderen, wenn diese etwas anderes zu tun haben. Oft passiert das in der häuslichen Umgebung der Tagesmutter, die natürlich vom Jugendamt auf Eignung geprüft wurde. Manchmal gründen mehrere Tagesmütter auch einen Verein und mieten Räume an. 
Doch wie findet man die passende „Mutti“? Dank der technischen Möglichkeiten ist das heute kein Problem mehr, denn neue Services im Internet erleichtern die Suche enorm. Auf Seiten wie YOOPIES finden Mütter die passende Tagesmama ganz einfach online. Die Identität und speziellen Qualifikationen der Tagesmütter werden von den Mitarbeitern der Plattform einzeln überprüft, sodass der erste Vertrauensbonus schon da ist. Und darum geht es bei der Kinderbetreuung in erster Linie: Vertrauen. Für den Rest gehen Mütter einfach nach ihrem Bauchgefühl!

Sogar das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sieht in der Betreuung durch eine Tagesmutter viele Vorteile.

Wir finden folgende Vorteile am wichtigsten:

  • Der Betreuungsschlüssel ist großartig, denn eine Tagespflegerin betreut bis zu vier, maximal fünf Kinder. Manchmal hat ein Kind seine Tagesmama sogar für sich allein.
  • Mit einer Tagespflegerin können individuelle Absprachen getroffen werden.
  • Gerade kleine Kinder fühlen sich in der häuslichen Atmosphäre sehr wohl.

Allerdings gibt es auch mögliche Nachteile:

  • Eine Tagesmutter hat meist keine ausführliche pädagogische Ausbildung. Ihr Erziehungsstil kann sich vom eigenen unterscheiden. 
  • Wenn sie durch Krankheit ausfällt, ist die Betreuung nicht sichergestellt.
  • Die Kosten können höher sein als bei einer Krippe.


Sonderfall Au-Pair: Betreuung in den eigenen vier Wänden 


Noch persönlicher wird die Betreuung des Nachwuchses, wenn ein Au-Pair engagiert wird. Als Gastfamilie nimmt man quasi ein zusätzliches Familienmitglied auf, das eine fremde Sprache und Kultur mitbringt und dadurch dem eigenen Kind ein Stück der Welt offenbaren kann. Ein Au-pair wird nicht angestellt, sondern steht mit seiner Familie und seinem Gastkind in einem Betreuungsverhältnis. Es braucht unbedingt Familienanschluss und sollte nicht als Dienstleister, sondern als großes Geschwister angesehen werden. Es kann sein Gastkind bis zu fünf Stunden täglich betreuen, und zwar mit der größtmöglichen zeitlichen Flexibilität.

Die Kosten für ein Au-Pair lassen sich wie alle anderen Kinderbetreuungskosten von der Steuer absetzen.

Schlagworte: