Tipps und Tricks Kulinarische Selbstkontrolle

Diese vielen Entscheidungen, die wir täglich treffen müssen … ganz schön lästig. Auch für unser Gehirn. Das wird irgendwann müde und schaltet ab. Leider auf Kosten unserer Laune!

Frau muss sich zwischen Schuhen entscheiden

Wir gönnen unserem Gehirn aber auch keine Pause. Dank Internet und Mobiltelefon stehen wir ständig unter Strom. Noch mal schnell die Mails checken und eben auf dieser Klatschseite vorbeisurfen – jede Handlung erfordert eine Entscheidung. 20.000 treffen wir im Durchschnitt pro Tag. Kein Wunder, dass der Kopf beim Verlassen des Büros direkt seine Tätigkeit versagt. Irgendwann will schließlich jeder mal Feierabend haben. Der beste Zeitpunkt also, abzuschalten. Rein in die Wohnung, rauf aufs Sofa und dann ... nichts! Überlassen wir doch einfach unserem Partner die Macht über die Fernbedienung und die Entscheidungsgewalt, welche Berieselungs-Sendung es sein soll – wir gucken einfach mit. Das ist vielleicht keine intellektuelle Meisterleistung, aber immerhin macht es die grauen Zellen wieder munter und hebt die Laune.

Ein Nutella-Brot oder frisches Obst beschleunigen übrigens den Regenerationsprozess. Genau wie der Rest unseres Körpers zieht das Gehirn schnelle Energie aus Zucker. Je mehr Energie wir in unserem Oberstübchen verbrauchen, desto größer wird unser Verlangen nach etwas Süßem. Der Schoko-Jieper pünktlich zur Kaffeezeit ist also gar kein von Oma antrainierter Reflex oder ein Zeichen von Schwäche, sondern unser müdes Gehirn, das sich etwas uneindeutig zu Wort meldet. An dieser Stelle daher ein Übersetzungsversuch: „Bitte iss was – sonst streik ich und werd maulig!“

Ein Teufelskreis! Investiert man doch als moderne Frau ungeheuer viel Zeit in seine Willenskraft, um eben vor allem eins zu tun: weniger zu essen. Doch glaubt man denselben Wissenschaftlern, dann sind sämtliche Diäten eigentlich schon im Planungsstadium vergebene Liebesmüh. Denn all die vielen Entscheidungen, die damit zusammenhängen, was wir zukünftig essen dürfen und was nicht – ach, allein der Gedanke, Tage oder gar Wochen ständig eiserne Disziplin ausüben zu müssen, strengt unser Gehirn so sehr an, dass es nur noch eins ersehnt: Süßigkeiten! Und egal, wie sehr wir uns bemühen, irgendwann müssen wir aufgeben. Na ja, zumindest sollte man das wohl auch, wenn man den Rest seines Lebens nicht so missmutig durch die Gegend laufen will wie Victoria Beckham. Diesem Paradebeispiel an kulinarischer Selbstkontrolle ist schon seit Jahren kein Lächeln mehr übers Gesicht gehuscht. Und sie ist da ja bei Weitem nicht die Einzige. Hört man nicht ständig diese Geschichten von zickigen Hollywood-Diven und meckerigen Supermodels? Also, wir entscheiden uns da lieber für einen Keks, als Präventivmaßnahme sozusagen, und sind dafür später auch noch nett zum Busfahrer.

Schlagworte: