Digital oder analog: Welche Skills bringen uns in Zukunft weiter?

In vielen Bereichen ist unser Alltag heute nach wie vor analog geprägt, für einige gewinnt die digitale Welt aber auch zunehmend an Bedeutung und macht einen immer größeren Teil aus. Der Umgang mit beiden Teilen erfordert bisweilen ganz eigene Skills und Fähigkeiten. Welche davon werden künftig wichtiger? Auf welche werden wir bald kaum mehr verzichten können? 
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Digital oder analog: Welche Skills bringen uns in Zukunft weiter?

 
In vielen Bereichen ist unser Alltag heute nach wie vor analog geprägt, für einige gewinnt die digitale Welt aber auch zunehmend an Bedeutung und macht einen immer größeren Teil aus. Der Umgang mit beiden Teilen erfordert bisweilen ganz eigene Skills und Fähigkeiten. Welche davon werden künftig wichtiger? Auf welche werden wir bald kaum mehr verzichten können? 
 
Digital und analog – Welt im Wandel
In kaum einer anderen Zeit hat sich unsere Welt so schnell verändert wie heute. Vor allem der technische Fortschritt geht in rasendem Tempo voran und beschert uns ständig neue Innovationen, die sich einen Platz in unserem Alltag erobern. Ein Leben ohne Computer und Smartphone kann sich in unserer westlichen Gesellschaft eigentlich keiner mehr vorstellen. Sie werden in beinahe jedem Bereich unseres Lebens eingesetzt. Dort haben sich inzwischen viele Verhaltensweisen und Abläufe auf die Nutzung der neuen Technologien ausgerichtet. 
 
Digitalisierung im Privatleben und der Freizeit
VHS-Rekorder, Walkman oder CD-Player – das sind heute Relikte aus einer anderen Zeit. Seit spätestens in den 90er Jahren die Bits und Bytes Einzug in unser Leben gehalten haben, sind immer mehr analoge Geräte durch digitale Versionen ersetzt worden.
 
Filme streamen wir inzwischen in Echtzeit über den Laptop oder Flachbildfernseher – zu jeder Zeit und an jedem Ort. Und für unsere Musikbibliothek müssen wir heute auch nicht mehr zwangsläufig eine ganze Wand in unserem Wohnzimmer reservieren. Sämtliche Alben und Tracks passen in digitaler Form auf einen handlichen MP3-Player. Oder wahlweise auch auf unser Smartphone.
 
Für viele ist das ohnehin zum ständigen Begleiter geworden.  Mit den passenden Apps ausgestattet, ersetzt es uns morgens den Wecker, informiert uns übers Wetter oder anstehende Termine, ist Austauschplattform zum Texten mit Freunden und Familie, dient wahlweise als Kamera oder Mini-Spielekonsole, hilft uns, unterwegs die Orientierung zu behalten…  
 
Ohne das Smartphone geht scheinbar nichts mehr. Bei manchen ist diese Abhängigkeit schon so weit fortgeschritten, dass sie ganz gezielt Abstand suchen – ditigal detox statt des ständigen Seitenblick aufs Display.
 
Digitalisierung im Beruf
Aber nicht nur im privaten Bereich hat die Digitalisierung unseren Alltag verändert. In vielen Branchen und Berufszweigen sind Arbeitsabläufe und Tätigkeitsbereiche neu gestaltet worden. Ein großer Teil der schriftlichen Kommunikation hat sich etwa vom Brief- zum Email‑Verkehr verschoben.
 
Unternehmen sind über das Internet mit Kooperationspartnern aus der ganzen Welt vernetzt. Zahlreiche Aufgaben, die früher von Menschen erledigt wurden, übernehmen heute Maschinen und Computer. Viele Prozesse sind durch die Automatisierung um einiges schneller geworden.
 
Statt selbst aktiv Dinge herzustellen, sind wir jetzt damit beschäftigt, die Maschinen, die solche Arbeiten nun ausführen, zu programmieren, zu steuern und zu überwachen. Auch in handwerklichen Berufen ist es notwendig geworden, sich mit Computern und spezifischer Software auszukennen, die in einigen Bereichen Einzug gehalten haben.
 

Gesellschaftliche Veränderungen

Die meisten von uns können und wollen sich dem digitalen Wandel nicht entziehen. Wir müssen uns mit den Technologien auseinandersetzen, wenn wir sie nutzen möchten. Manche Fähigkeiten, die bislang wichtig waren, verlieren an Bedeutung – andere hingegen werden künftig notwendig oder gar unabdingbar. Dabei verändert die Digitalisierung sowohl im Beruflichen wie im Privaten unsere Handlungsweisen oder auch unsere Wahrnehmung.
 
Veränderte Kommunikationsgewohnheiten
Die neuen technischen Möglichkeiten zur Kommunikation tragen dazu bei, Grenzen verschwinden zu lassen und riesige Distanzen zu überwinden. Mit einem Klick können wir uns mit Personen verbinden, die sich am anderen Ende der Welt befinden. Die mobilen Geräte lassen uns überall und zu jeder Zeit mit anderen sprechen oder texten. Jeder ist permanent erreichbar. Konsequentes Abschalten fällt oftmals schwer.  
 
Dies hat in vielen Fällen auch zu mehr Unverbindlichkeit geführt. Termine oder Verabredungen können kurzfristig abgesagt werden. Hier sorgt die digitale Kommunikation wiederum für eine gewisse Distanz. Per Kurznachricht ist eine Absage weniger persönlich, als wenn sie dem Gegenüber direkt ins Gesicht ausgesprochen wird.     
Für einige ist diese Reserviertheit angenehm und bietet eine gewisse Komfortzone. Sie flüchten sich gerne in die digitalen Welten wo der Austausch mit anderen mitunter einfacher und unkomplizierter erscheint.
 
Die Besonderheit verschiedener digitaler Kommunikationsformen hat zudem weitere Veränderungen in unserem Verhalten mit sich gebracht. Abkürzungen aus den Kurznachrichten haben sich in unsere Alltagssprache geschlichen, Bilder oder Emojis haben an Bedeutung gewonnen und ersetzen umständliche Formulierungen.
 
Information ist alles
Wissen ist Macht – daran hat sich auch in der heutigen Zeit nichts geändert. Wer informiert ist, ist in vielen Lebenslagen klar im Vorteil. Allerdings haben wir heute – Smartphone sei Dank – ständig und überall Zugriff auf das Internet und dort zu gefühlt dem gesamten Wissen der Welt.
 
War es früher unabdingbar uns viele Sachen einfach zu merken, um sie uns kurzfristig ins Gedächtnis rufen zu können, genügen heute wenige Klicks bei Google. Experten diskutieren mittlerweile darüber, wie sinnvoll die Ausrichtung der altgedienten Lehrpläne an unseren Schulen noch ist.
 
Kritiker fordern eine Neuausrichtung unserer Bildung und bemängeln, dass das bloße Aneignen von Wissensdetails bei der Geschwindigkeit des Wandels nicht mehr der richtige Weg ist. Stattdessen sollte die Fähigkeit gefördert werden, zu wissen wo und wie eine wichtige Information zu finden ist. Zudem wird es immer wichtiger, bei der Flut an frei zugänglichen Informationen, diejenigen herausfiltern zu können, die seriös sind.   
 
Beschleunigung und Leistungsdruck
Die Prozessoren und Speichermedien, die hinter der digitalen Technik stecken, werden immer leistungsfähiger – und das in immer schnellerem Tempo. In vielen Bereichen gibt diese Entwicklung den Grundtakt in unserem Leben vor.
Wir sind heute nicht nur in Sekundenschnelle über aktuelle Ereignisse aus aller Welt informiert, oft setzen wir uns zusätzlich unter Druck. Fitness-Apps sollen dabei helfen, unseren Körper besser zu verstehen und kontrollierter und effektiver trainieren zu können. Die hübschen Hochglanzfotos auf Instagram und Co. verleiten uns dazu, einem vermeintlichen Schönheitsideal nachzueifern.  
 
Aber auch beruflich hat der Leistungsdruck zugenommen. In Branchen, die von der Mitarbeit von Computern und technischer Automatisierung bestimmt sind, wird der Mensch oftmals zum langsamsten Rädchen bei den Abläufen. Hier gilt es einerseits mitzuhalten und sich gleichzeitig keine Fehler zu erlauben. Ständig neue Innovationen setzen zudem voraus, dass man sich stetig weiterbildet und neue Fähigkeiten zum richtigen Umgang mit den Technologien aneignet.
 

Wichtige Skills aus der analogen Welt

 
Die vielen Veränderungen fordern uns dabei einiges ab. Hier stellt sich die Frage, welche Fertigkeiten, die uns bisher in der „analogen“ Welt nützlich waren, nach wie vor auch in der Zukunft eine große Bedeutung haben? Welche davon sind in welchen Situationen besonders wichtig?
 
Offenheit und Neugierde
In Zukunft sind wir in allen möglichen Situationen mit neuen Dingen und einem steten Wandel konfrontiert. Auch neue Bekanntschaften zu machen oder Beziehungen zu knüpfen ist nach wie vor wichtig. Wenn wir offen und unvoreingenommen sind, fällt uns dies leichter – egal ob in der analogen oder digitalen Welt. Wer sich schwer damit tut, auf fremde Menschen zuzugehen, kann die notwendigen Fähigkeiten im Kreise seiner Freunde leichter trainieren. Das analoge Leben bietet jede Menge Kontaktpunkte für neue Bekanntschaften und inmitten von vertrauten Personen sind wir dabei mitunter etwas mutiger.
 
Zwar scheint vielen heute das Internet mit seiner Anonymität der leichtere Weg zu sein, um Kontakte zu knüpfen und neue Menschen kennenzulernen, doch gerade bei der Partnersuche ist diese Anonymität oft auch ein Hindernis. Mit Offenheit und Neugierde gelingt dies auch abseits des Internets. Wichtig ist, sich in der realen Welt offen umzusehen und sich aus der digitalen Komfortzone herauszutrauen. Freunde können dabei eine wichtige Stütze sein.
Doch nicht nur im zwischenmenschlichen Bereich, auch in anderen Situationen kann es hilfreich sein, unvoreingenommen und neugierig auf Neues zuzugehen. Dies ist der beste Weg, sich mit Unbekanntem auseinanderzusetzen und sich ohne Vorurteile eine eigene Meinung zu bilden.
 
Selbst-Bewusstsein
Selten war der Einfluss der Medien so groß wie heute. Bei der Allgegenwärtigkeit von Bildern, Nachrichten, Beiträgen und Werbung ist es schwierig, uns ihrer Wirkung zu entziehen. Sie prägen nachhaltig unsere Wahrnehmung der Welt. Deshalb ist es umso wichtiger, eine gefestigte Persönlichkeit zu besitzen und sich seiner Selbst sicher zu sein.
Wer sich seiner Stärken oder auch Schwächen bewusst ist, kann seinen Platz in der Gesellschaft besser einschätzen. Es fällt leichter, etwa beim Vergleich mit anderen eine objektive Haltung einzunehmen und eigene Wünsche oder seine Meinung vor anderen zu behaupten.
 
Kommunikationsfähigkeit
Egal ob analog oder digital: Menschen werden nicht aufhören, miteinander zu kommunizieren. Diese Fertigkeit spielt im Beruf und im Privatleben nach wie vor eine sehr wichtige Rolle:
  • Sich mit anderen auszutauschen, Kollegen über wichtige Details zu informieren aber auch, seiner Meinung präzise Ausdruck zu verleihen – das alles ist im Joballtag von großer Bedeutung. Dabei geht es nicht nur darum, in notwendigen Situationen aktiv auf andere zuzugehen und das Gespräch zu suchen, sondern auch stets den richtigen Ton zu treffen oder mitunter etwas diplomatisches Geschick an den Tag zu legen. 
  • Wenn sich Kommunikation in vielen Bereichen immer stärker in den digitalen Bereich verlagert, kann es wichtig sein, den persönlichen Austausch auch im privaten Leben nicht zu vernachlässigen. So werden Kontakte gepflegt und der sozialen Isolation entgegengewirkt. 
Gute Gründe, seine eigenen Fähigkeiten hier einmal zu überprüfen und sie gegebenenfalls zu stärken und auszubauen.
 
Empathie
Welchen Vorteil diese Fähigkeit mit sich bringt, erschließt sich oft nicht direkt. Dabei lässt sich Empathie als Teil der Kommunikationsfähigkeit verstehen. Wenn immer mehr Entscheidungen auf der Grundlage von Daten und abstrakten Informationen gefällt werden, ist dieser besondere Draht zu anderen eine bedeutende Kompetenz.
 
Sich in die Lage Anderer zu versetzen zu können, hilft dabei, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und Situationen oder Probleme aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Einem empathischen Menschen fällt es meist leichter, neue Kontakte zu knüpfen und die Bedürfnisse anderer zu erkennen – eine vorteilhafte Begabung beispielsweise für Führungskräfte.   
 
Teamfähigkeit
Auch wenn künftig viele verstärkt mit Computern und Maschinen interagieren, wird sich das Zusammenarbeiten mit anderen nicht verdrängen lassen. In jedem Bereich gibt es menschliche Berührungspunkte bei denen es wichtig ist, gemeinsam effektiv an einem Strang zu ziehen.  
 
Teamfähig zu sein bedeutet dabei unter anderem, seine Talente und Stärken zu kennen um diese bestmöglich in die Gruppe einbringen zu können. Ein gewisser Grad an Kompromissbereitschaft gehört genauso dazu, wie die Befähigung, seine Meinung zu äußern, andere von seinen Ideen zu überzeugen, die Gruppe zu motivieren oder Aufgaben sinnvoll aufzuteilen.
 
Kritik- und Konfliktfähigkeit
Ebenso von Bedeutung ist es, neben seinen Stärken auch Schwächen zu erkennen oder ausfindig zu machen. Nur wer bereit ist, an sich zu arbeiten, sich notwendige neue Fertigkeiten anzueignen oder bestehende Fähigkeiten auszubauen, wird in der schnelllebigen Zeit erfolgreich mithalten können.
 
Hier geht es auch darum, Kritik oder Anregungen von außen annehmen und konstruktiv umsetzen zu können. Es gilt, aus der Rückmeldung anderer jene Punkte herauszufiltern, die sinnvoll und zielführend erscheinen und solche zu ignorieren, die eben nicht konstruktiv formuliert sind. In kritischen Situationen oder bei Auseinandersetzungen Ruhe zu bewahren und zwischen den Parteien zu vermitteln gehört hier ebenfalls dazu. Unter dem Strich gewinnen wir so mehr Selbstbestimmung in unserem Leben.  
 
Optimismus
Bei diesem Punkt werden manche vielleicht fragend die Stirn runzeln. Tatsächlich unterscheidet sich diese Qualität in gewisser Weise von den bisher genannten. Dabei ist eine optimistische Einstellung ein wertvoller Begleiter in diesen unsicheren und sich stetig wandelnden Zeiten.
 
Die ständigen Neuerungen und Änderungen verlangen uns einiges ab, denn permanent wird dabei unser Weltbild in Frage gestellt, Gewohntes hat plötzlich keinen Bestand mehr. Wer diesen Entwicklungen positiv entgegentreten kann, hat es definitiv leichter. Angst vor neuen Technologien oder vor einer ungewissen Zukunft kann uns lähmen und unsicher machen.
 
Stattdessen hilft es, auf unsere Fähigkeiten und Stärken zu vertrauen und nach den positiven Auswirkungen und Folgen Ausschau zu halten. Natürlich sollte niemand kritiklos und unreflektiert Neues annehmen, doch vieles lässt sich nicht aufhalten. Zuversicht und (Selbst‑)Vertrauen sind deshalb gerade jetzt sehr gute Weggefährten.
 

Wichtige Skills in der digitalen Welt

 
Einige der Fähigkeiten aus dem analogen Leben sind uns auch im Umgang mit digitaler Technik hilfreich. Allerdings ist hier zudem noch weiteres Können gefragt, das uns dabei hilft, uns hier leichter zurechtzufinden. 
 
Schnelle Auffassungsgabe
Dass viele Tätigkeiten und Prozesse heute in höherem Tempo ablaufen, haben wir bereits festgestellt. Das Postfach im Büro füllt sich manchmal im Sekundentakt mit neuen Emails, tippen wir eine Frage in das Feld der Suchmaschine, müssen wir uns nur einen Klick später zwischen einer Vielzahl an möglichen Treffern für den zielführendsten entscheiden und ohnehin werden wir oft in immer kürzeren Abständen mit neuen Aufgaben konfrontiert.
 
Gleichzeitig verweben sich die Prozesse immer stärker mit anderen, bislang fremden Bereichen. Die Grenzen zwischen einzelnen Disziplinen verschwimmen zunehmend.
 
Hier ist eine schnelle Auffassungsgabe eine besonders wertvolle Fähigkeit. Sie hilft uns dabei, uns in kürzester Zeit einen Überblick zu verschaffen, verschiedene Kriterien gegeneinander abzuwägen und zügig die richtige Entscheidung zu treffen. Unbekanntes und Neues verliert so schnell seine bisweilen beängstigende Wirkung, wenn es gelingt, darin bekannte Strukturen zu entdecken. Auf diese Weise fällt es leichter, uns auch auf unbekanntem Terrain besser zurechtzufinden und wir können schneller auf neue Herausforderungen reagieren.   
 
Analytische Kompetenz
Was sich in solchen Situationen ebenfalls als Vorteil erweist, ist ein ausgeprägtes analytisches Denken. Denn die Herausforderungen, welche die Digitalisierung mit sich bringt, sind oftmals auch komplex. Hier gilt es, eine Gegebenheit stets umfassend und in seiner vollständigen Komplexität zu beleuchten und zu analysieren.
 
Daraus lassen sich Zusammenhänge und Strukturen erkennen und geeignete Maßnahmen oder Vorgehensweisen und eigene kreative Lösungsstrategien entwickeln. Das Ganze klingt zunächst sehr abstrakt, doch diese Fähigkeit ist auch bei ganz alltäglichen Situationen hilfreich. Etwa wenn es darum geht, einen Schichtplan für alle Mitarbeiter zu erstellen, wo viele individuelle Wünsche und Termine berücksichtigt werden sollen. Oder immer wenn es darum geht für eine Umstrukturierung die bestmöglichen neuen Arbeitsabläufe zu finden und sie aufeinander abzustimmen.
 
Durch den schnellen Wandel sind wir in vielen Bereichen künftig häufiger mit fremden und ungewohnten Situationen konfrontiert. Wer dabei schnell Zusammenhänge erkennen und neue Strukturen schaffen kann, hat in der Zukunft klar die besseren Karten.
 
Effizienz
Effizientes Handeln setzt ganz verschiedene Eigenschaften und Fähigkeiten voraus. Neben Zielstrebigkeit und dem bestmöglichen Einsatz der vorhandenen und möglichen Ressourcen gilt es, auch bei unerwarteten Hürden das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
 
Durch die zunehmende Digitalisierung werden automatisierte Prozesse in Zukunft noch mehr Raum einnehmen. In vielen Bereichen werden wir Menschen uns an der Effizienz der Computer und Maschinen messen lassen müssen. Dennoch gibt es zahlreiche Aufgaben und Tätigkeiten, die nach wie vor von Menschen verrichtet werden. Der Leistungsdruck ist dabei jedoch in vielen Fällen größer geworden. e ökonomische, produktive und zielführende Handlungsweise hilft uns dabei, diesem Druck entgegenzuwirken und unsere Ressourcen dabei zu schonen.
 
Organisationstalent und Zeitmanagement
Wenn der Alltag und der Beruf schon immer komplexer werden, können uns diese Fähigkeiten besonders hilfreich sein:
  • Organisationstalent zu besitzen bedeutet nicht nur, komplexe Aufgaben sinnvoll aufzuteilen und zu delegieren, wichtiges von unwichtigerem zu unterscheiden und die richtigen Prioritäten zu setzen oder viele unterschiedliche Anforderungen unter einen Hut zu bringen. Es bedeutet auch, selbst gut organisiert zu sein. Dazu gehört es, seine Qualitäten effizient zu nutzen, eigene Abläufe sinnvoll zu strukturieren und Aufgaben effizient abzuarbeiten. Darüber hinaus sollte man, auch wenn es noch so chaotisch zugeht, immer den Überblick bewahren und schnell auf Änderungen und unvorhergesehene Situationen reagieren können.
  • Ein gutes Zeitmanagement zeichnet sich durch eine strukturierte und effiziente Nutzung der verfügbaren Zeit aus. Im Berufsleben müssen oft viele Aufgaben parallel erledigt werden und zu einer festgelegten Deadline abgeschlossen sein. Häufig gilt es Prioritäten zu setzen, denn Verzögerungen sind meist mit hohen Folgekosten verbunden.
Entscheidungsfähigkeit
Verschiedene Aufgaben werden künftig in vielen Bereichen von Computern übernommen. Sie unterstützen uns bei unserer Arbeit, indem sie umfangreiche Daten analysieren und uns dazu bestimmte Ergebnisse präsentieren, die auf Grundlage eines Algorithmus berechnet wurden. Im Anschluss daran liegt es jedoch bei uns, diese Informationen zu bewerten und einzuordnen. 
 
Zu dieser Urteilsfähigkeit gehört es, über notwendiges Wissen zur jeweiligen Sachlage zu verfügen oder in der Lage zu sein, sich dieses kurzfristig anzueignen. Dies stellt die wichtige Grundlage dar, um sinnvolle Entscheidungen treffen zu können – auch in Situationen, in denen dies mitunter schwer fällt und uns einiges an Mut abfordert. 
 

Fazit

 
Viele der Kompetenzen, die wir hier aufgezählt haben, können nicht isoliert betrachtet werden – sie überschneiden sich zum Teil oder bedingen sich gegenseitig. Gleichzeitig lässt sich schwer eine Trennlinie ziehen zwischen Situationen im analogen oder digitalen Leben.  
 
Einige Bereiche in unserem Alltag oder Berufsleben werden künftig stärker von digitalen Prozessen durchdrungen werden als andere. Deshalb lässt sich auch nicht sagen, welche Fähigkeiten für den Einzelnen am bedeutungsvollsten sein werden, viel zu unterschiedlich sind die individuellen Umstände.
 
Was allerdings feststeht ist, dass wir uns jetzt und in Zukunft mit dem schnellen Wandel arrangieren müssen. Für Einige bedeutet dies, dass es notwendig ist, sich neue Kenntnisse und Fertigkeiten anzueignen. Lebenslanges Lernen ist wichtig, um bei diesen Entwicklungen mithalten zu können.   
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