Selbstbewusstsein Die erfolgreichen Freunde

Salsa tanzen? Lampen anbringen? Meetings leiten? Alles kein Problem für Sie! Doch manchmal genügt ein fieser Spruch, und das „Ich“ gerät ins Wanken. Mit unserem 5-Punkte-Plan für mehr Selbstbewusstsein behalten Sie den Kopf oben.

5 Tipps für das Selbstbewusstsein

Die Freunde haben scheinbar mehr auf dem Kasten 

Die Situation: Eine Freundin feiert ihren frisch erworbenen Doktortitel mit einem großen Essen. Auch Sie haben studiert – allerdings ein anderes Fach. Über romanische Kirchen könnten Sie unterhaltsame Vorträge halten, auch über die Aminosäuren der DNA. Doch als der attraktive Typ, der neben Ihnen sitzt, fragt: „Und wie stehst du zum kategorischen Imperativ in Zeiten volatiler Märkte?“ – da stehen Sie ausnahmsweise auf dem Schlauch. 

Die Soforthilfe: Sollten Sie keine Ahnung von der Materie haben, stehen Sie dazu. Am besten offensiv mit einem Witz – denn Selbstironie ist ein untrügliches Zeichen für soziale Intelligenz (und kommt außerdem verdammt charmant rüber). Statt im Gegenzug mit Ihrer eigenen (Fach-)Bildung zu prahlen, lenken Sie das Gespräch ruhig auf ein Thema, für das Sie sich privat interessieren. Tauchen? Musik? Nennen Sie ein paar Fachbegriffe und schwärmen Sie Von Namen, die die anderen überraschen. Wer weiß, vielleicht hat Ihr Tischnachbar noch nie von den Remixes dieser abgefahrenen Elektroband aus Nordostschottland gehört, über die gerade alle reden – und die auf Ihrem iPod laufen. „Was, ihr kennt die nicht?“, fragen Sie, etwas entgeistert, in die Runde – und dürfen ein Gegentor für sich selbst verzeichnen. Zur Not punkten Sie mit einem Zitat des griechischen Philosophen Platon:„Ich weiß, dass ich nichts weiß.“

Die langfristige Strategie: Vielleicht haben Sie viel mehr von der Welt gesehen als all die Bücherwürmer am Tisch zusammen– weil Sie damals lieber herumgereist sind als noch mehr Referate bis zum Doktortitel zu schreiben. Vielleicht sind Sie auch die Einzige in Ihrem Freundeskreis, die alle Filme von Quentin Tarantino gesehen hat. Fragen Sie sich: Was kann ich richtig gut – und bauen Sie Ihre Kompetenzen aus. Früher oder später kommen auch Sie zum Zug und können Ihr persönliches Expertinnentum hervorkehren. Aber bitte nur, wenn es passt. Gehen Sie nicht streberinnenhaft vor.Wahre Größe und (Herzens-)Bildung zeigen sich darin, dass man mit jedermann ein spannendes Gespräch führen kann, ganz gleich, wie viele oder welche Bücher der andere gelesen hat. Falls Sie noch etwas lernen möchten: Melden Sie sich zu einem entsprechenden Kurs oder in einer Schule an – und reden Sie darüber! Wer als Erwachsener noch anfängt, Neues zu lernen, beweist einen wachen Geist.