31. Juli 2014
Der Oktoberfest-Knigge

Der Oktoberfest-Knigge

Geht es in diesem Jahr zum ersten Mal zum Oktoberfest? Dann sind sicherlich ein paar Tipps nützlich, was wir unbedingt machen sollten auf der Wiesn – und was auf gar keinen Fall!

Oktoberfest Knigge: So benehmen Sie sich richtig
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Oktoberfest Knigge: So benehmen Sie sich richtig

1. Do – Spaß haben

Das Oktoberfest ist dazu da, Spaß zu haben, mit Freunden und Fremden zu feiern und auch mal eine Maß mehr zu trinken. Also lernen wir neue Leute kennen, schunkeln und tanzen!

2. Don’t – Auf den Tischen tanzen

Verbote sollte man auf der Wiesn dringend beachten, denn die Strafen sind oftmals hoch und die Ordner schnell und nicht diskussionsfreudig. Auf den Tischen tanzen ist untersagt, auch in den Gängen sollte man das lieber nicht tun. Was aber immer geht: Auf den Bänken tanzen.

3. Do – Tracht tragen

Eine schöne Tracht gehört zum richtigen Wiesn-Feeling dazu. Für die Frauen bedeutet das, sich ein fesches Dirndl zuzulegen, die Herren ziehen eine Krachlederne an.

4. Don’t – Plastik-Tracht und Bierhüte

Als absoluter Touri outet man sich mit einer Karnevals-Plastik-Tracht, albernen Bierhüten und „I-survived-Oktoberfest“-T-Shirts. Auch zu kurz sollte das Dirndl nicht sein, geflirtet wird auf der Wiesn schließlich auch ohne extrem aufreizende Outfits mehr als genug.

5. Do – Bier trinken

Wo kann man gutes Bier trinken, wenn nicht in Bayern? Der Genuss der goldgelben Flüssigkeit gehört zur Wies’n einfach dazu. Wichtig ist allerdings, kein „Bier“ zu bestellen sondern immer eine „Maß“. Sonst kann es sein, dass wir einfach leer ausgehen. Auch Sekt oder Wein sollten wir nur in den dafür vorgesehenen Zelten ordern, Cola oder Wasser sind aber immer okay.

6. Don’t – Zu viel Bier trinken

Angeheitert darf man definitiv sein auf der Wiesn, das gehört dazu. Komasaufen und regelrechte Abstürze sollte man aber auf jeden Fall vermeiden! Durch solche verpassen wir nicht nur das ganze Event, wir enttarnen uns auch als absoluter Tourist. Also: Trinken in Maßen ist okay.

7. Do – Das Hendl mit den Fingern essen

Hendl essen sollte auf jeden Fall auf Ihrer Tagesordnung stehen, wenn wir das Oktoberfest besuchen. Das dürfen wir dann sogar richtig zünftig mit den Händen auseinander nehmen, denn es werden Reinigungstücher dazu gereicht, mit denen die Finger schnell wieder fettfrei sind.

8. Don’t – Eigenes Essen mitbringen

Von bayrischen Biergärten ist man es gewöhnt: Eigenes Essen darf mitgebracht werden. In den Zelten der Wiesn ist das aber nicht erlaubt! Wer es trotzdem tut, wird bald rausgeschmissen.

9. Do – Platz im Zelt früh reservieren

Und früh bedeutet sehr früh – Tische können bereits direkt nach der Wiesn für das nächste Jahr reserviert werden, ab April werden bereits die Zu- und Absagen bekannt gegeben. Bis drei Wochen vor der Wiesn kann man aber noch versuchen, einen Tisch zu ergattern. Falls es bei uns nicht mit einer Reservierung geklappt hat, müssen wir uns wohl oder übel in die Warteschlangen vor den Zelten einreihen. Dabei haben wir mehr Chancen, reingelassen zu werden, wenn wir schon früh am Morgen vor Ort sind.

10. Don’t – Ordner bestechen

Die Einlasser am Zelt zu bestechen ist hingegen eine schlechte Idee – es drohen empfindliche Strafen! An den Seitengängen haben wir eher die Chance, schnell ins Festzelt zu kommen.

Zehn weitere unverzichtbare Wiesn-Tipps

11. Do – Lebkuchen-Herz kaufen

Auch wenn es ein bisschen kitschig ist: Die leckeren Herzen mit quietschbunter Zuckerschrift gehören doch zu einem Oktoberfest-Besuch dazu. Machen wir unserem Schatz auf diese Weise eine Liebeserklärung oder betrachten es einfach als ein schönes Souvenir von der Wiesn.

12. Don’t – Im Zelt rauchen

Seit 2010 ist das Rauchen im Bierzelt streng verboten und wird peinlichst kontrolliert. Auch hier gilt wieder: Die Strafen sind hoch, wenn wir erwischt werden.

13. Do – Karussell fahren

Die Fahrattraktionen gehören genauso zum Oktoberfest wie Bier und Zuckerwatte. Also trauen wir uns ruhig auf ein Kettenkarussell oder in die Geisterbahn. Allerdings sollten wir uns lieber vor dem Alkoholgenuss durch die Lüfte schleudern lassen, sonst könnte die Fahrt mit Übelkeit und Bauchschmerzen enden.

14. Don’t – Krüge klauen

Denn das ist eindeutig Diebstahl. Wenn wir unbedingt einen echten Maßkrug vom Oktoberfest besitzen wollen, können wir einen im Souvenir-Shop erstehen.

15. Do – Flirten

Kaum ein Ort eignet sich besser, um einen heißen Flirt einzugehen, als die Wiesn. Im Bierzelt wird es eng, der Körperkontakt entsteht beim Schunkeln von ganz alleine und der Alkohol lockert auf. Also genießen wir die Aufmerksamkeit von einem feschen Herrn in Lederhosen! Grapschen sollten die Männer dabei aber nicht! Denn auch, wenn die Stimmung ungezwungen ist, sollte der Anstand doch bitte gewahrt werden.
Wie binde ich die Dirndl-Schleife?
© Stylight.de
So trägt man die Dirndl-Schleife richtig: Schleifenkunde! (Quelle: stylight.de)

16. Don’t – Mit dem Auto zum Festplatz fahren

Rund um die Wiesn werden wir eh keinen Parkplatz finden, stattdessen aber ein riesiges Verkehrschaos erleben. Außerdem sollte man auf gar keinen Fall mit Alkohol im Blut wieder nach Hause fahren – eindeutig viel zu gefährlich!

17. Do – Dirndl-Schürze richtig binden

Sicherlich haben die meisten auch schon davon gehört: Die Schleife der Schürze hat eine große Aussagekraft für die Männer. Sie gibt nämlich an, welchen Beziehungsstatus die Trägerin hat. Ist die Schleife links gebunden, darf die Dame angeflirtet werden, denn sie ist ledig. Eine rechts gebundene Schleife bedeutet, dass die Trägerin liiert oder sogar verheiratet ist. Die Schleife mittig vorne zeichnet eine Jungfrau aus, mittig hinten zeigt die Schürzenschleife an, dass die Dame entweder verwitwet oder auch eine Kellnerin ist.

18. Don’t – Tische im Zelt für Freunde freihalten

Das wird einfach nicht funktionieren, denn die Ordner und Kellner unterbinden das Besetzen mit Jacken und Taschen sehr schnell. Schließlich warten vor dem Zelt genug Leute, die direkt bereit sind, Geld auszugeben. Also bringen wir unsere Freunde am besten gleich mit, um uns Ärger zu ersparen.

19. Do – Die Toilettenfrau bezahlen

Ein kleines Trinkgeld sollte man der Toilettendame schon geben, schließlich kümmert sie sich darum, dass alles sauber bleibt. Wildpinkeln ist übrigens verboten und wird teuer bestraft.

20. Don’t – Biermarken von Fremden kaufen

Besonders, wenn die Marken „besonders günstig“ Angeboten werden, sollten wir vorsichtig sein. Oftmals sind solche Marken gefälscht und keinen einzigen Cent wert.
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