Reise, Zürich, Wien Pflichtprogramm

Im Welt-Rranking der „Städte mit Lebensqualität“ lag Zürich lange auf Platz 1. Seit 2009 führt Wien die Liste an. Beide gelten als Trend-Spots mit Wohlfühl-Faktor und haben auch unter PETRA-Redakteurinnen treue Fans: Katja Kullmann ist Stammgast an der Limmat, Iris Soltau an der Donau. Ihr liebevoller Metropolen-Vergleich endet unentschieden: Besuchen Sie beide!

Stephansdom in Wien

1. Pflichtprogramm


Katja sagt:

Zürich hat natürlich eine berühmte Kirche: das doppeltürmige Großmünster am Ufer der Limmat – das gerade neue, hochmoderne Fenster erhält, gestaltet vom deutschen Künstler Sigmar Polke. Eröffnung ist am 18.Oktober (www.grossmuenster.ch).

So lange müssen Sie aber nicht warten, und überhaupt: Schöner als in einem dunklen Sakralbau ist es eh im Freien – vorallem,wennmanineiner knallroten Zahnradbahn fahren kann wie einst im Märchen-Wunderland! Die Polybahn, Einheimische nennen sie „Studenten- Express“, bringt Sie zur Panorama-Plattform der Universität (www.vbz.ch). Von dort genießen Sie einen wunderbaren Blick auf Kirche, Fluss und Altstadt. Die Fahrt dauert nicht einmal drei Minuten und kostet Sie nur ein Tram-Ticket (ab umgerechnet 1,65 €) – das „Berg-Feeling light“ bekommen Sie gratis dazu. Schöngeister sind die Zürcher, vor allem in Sachen Design und Architektur. Am Zürichhorn, einer grünen Landspitze am Ost-Ufer des Sees, können Sie von außen das bunte Le-Corbusier-Haus bewundern – und drinnen eine Sammlung grafischer Werke (www.centrele corbusier.com). Im Hintergrund als reale Foto-Tapete: die schneebedeckten Gipfel der Glarner Alpen. Und wenn Sie stilvoll baden wollen, dann tauchen Sie für wenig Geld am Letzigraben unter: Der wohl berühmteste Schweizer Autor und Architekt Max Frisch hat die Anlage gestaltet, die 2007 saniert wurde und unter Denkmalschutz steht (www.badi-info.ch/letzi.html).

Iris sagt:
Klar, zu Wien gehört der Stephansdom wie zu Hamburg der Hafen. Doch statt sich mit Touri-Massen durch die Kirche zu drängeln, setzen Sie sich lieber in die „Onyx-Bar“ (im Hotel Do&Co, www.doco.com) – und lassen Sie das Prachtwerk durch die Panorama- Scheiben in Ruhe auf sich wirken. Wer auch bei der 23. Wiederholung der alten „Sissi“-Filme Rotz und Wasser heult, sollte das „Sisi Museum“ – ja, die Dame schreibt sich im Original mit nur einem „S“ – in der Wiener Hofburg besichtigen. Die Kokainspritze neben prachtvollen Kleidern erzählt vom Licht- und Schattendasein der Kaiserin (www.hofburg-wien.at). Absolutes Muss ist das Museumsquartier (www.mqw.at). Erst zeitgenössische Kunst angucken, dann auf den „Enzis“ abhängen: Kunststoff-Blöcke, die den Innenhof im Sommer in eine urbane Liegewiese verwandeln. Im Winter werden sie zu Iglus umgebaut, in denen man Marillenpunsch trinken kann. Außerdem im MQ: Tanztheater, Konzerte, tolle Shops für Bücher und Musik.

Autor: Katja Kullmann

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