Sandra Bullock über ihren Film Sie spielen auf Ihre erste Nacktszene an. Waren Sie nervös?

 Hollywood-Darling Sandra Bullock sprach mit uns über ihre neue romantische Komödie „Selbst ist die Braut“ und entpuppte sich nebenbei als patente Handwerkerin, die lieber in den Werkzeugkasten als zum Champagner-Glas greift 

Sandra Bullock

Sie spielen auf Ihre erste Nacktszene an. Waren Sie nervös?

Sandra Bullock: Dafür blieb keine Zeit. Ich musste mich mit einem elf Monate alten Hund abstimmen und nebenbei Föhn und Waschlappen koordinieren. Dann knallen Ryan und ich völlig nackt zusammen. Bei so was muss man sich wohl in seiner Haut fühlen, immerhin steht das ganze Film-Team um dich herum. Ich mag meinen Körper, aber es ist trotzdem keine große Freude, nackt vor derKamera herumzuspringen.

Die Szene war also…

…einschüchternd. Laufen Sie mal mit einem winzigen Stück Handtuch vor den „private parts“ herum. Anfangs ist das furchtbar, aber nach der achten Stunde willst du die Szene nur noch im Kasten haben. Da interessiert sich aus der Crew ohnehin niemand mehr für deinen nackten Hintern. Aber es gab Szenen, die viel anstrengender waren.

Zum Beispiel?

Der Fall in eiskaltes Wasser. Dabei habe ich meinen Körper etwas unterschätzt. Ich konnte beim zweiten Take nicht mehr atmen, und sie mussten mich aus dem Wasser heben. Mir blieb wortwörtlich die Luftweg. Naja, und dann waren da noch diese verdammten Stilettos…Respekt, wie sicher Sie damit laufen.

Hört sich aber so an, als würden Sie privat keine solchen High-Heels tragen.

Diese Höhe ist mir wirklich zu extrem. Aber ich muss zugeben, dass ich Schuhe und schöne Kleidung liebe, obwohl ich keine Mode-Sklavin bin. Mein Stil ist sehr launenabhängig. Ich mag großartige Vintage-Stücke und moderne Designer- Kleider, fühle mich in Jeans und Boots jedoch ebenso wohl…

…und anscheinend auch in einer Kochschürze. Sie eröffnen bald ihr zweites Restaurant in Austin, Texas.

Das „Waltons“ ist ein alter Laden, den habe ich schon vor Jahren gekauft. Das Gebäude ist wunderschön und frisch renoviert. Momentan kümmere ich mich um alle Genehmigungen und hoffe, dass wir das nötige Zertifikat bekommen, damit es mit der Bäckerei und Konditorei losgehen kann. Diese ganze Warterei ist für einen Kontroll-Freak wie mich schlimmer als jede Nacktszene.

Backen Sie auch selbst?

Das mache ich seit Jahren. Ich besitze schon lange ein Bistro, das „Bess“, in dem wir nur lokale und Bio-Produkte verwenden. Meine Schwester ist Konditor-Meisterin, und in meiner Küche finden alle Koch- und Back-Experimente statt. Die besten landen dann auf der Karte.

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