Interview "Mein Mann ist da ganz Profi"

Mit PETRA sprach der Hollywoodstar Maggie Gyllenhaal über den Erfolg ihres neuen Films, Sexszenen und wie sehr ihre Tochter ihr Leben verändert hat

Maggie die Magische

Was sagt Ihr Mann, Schauspieler Peter Sarsgaard, zu Ihren Liebesszenen? Er ist da ganz Profi. Er wusste ja, worauf er sich einlässt. „Secretary“, in dem ich meine erste große Kinorolle spielte, war auch gleich der heftigste Film, was die Sexszenen betrifft. Ich sehe Peter allerdings nicht gern zu, wenn er andere Frauen küsst, denn es wirkt immer sehr authentisch. Was natürlich daran liegt, dass Peter so ein brillanter Schauspieler ist (lacht).

Wie haben Sie reagiert, als Sie von der Oscar-Nominierung erfuhren? Ich war völlig überrascht. Morgens um fünf Uhr klingelte mein Telefon und hörte überhaupt nicht wieder auf. Erst wollte ich wieder ins Bett gehen und mir die Decke über den Kopf ziehen. Aber dann dachte ich: Steh auf, koch dir einen Kaffee. Wer weiß, ob du jemals wieder in so eine Situation kommst.

Hat Ihr Bruder Jake Gyllenhaal, der 2006 für „Brokeback Mountain“ nominiert war, Ihnen Ratschläge gegeben? Er hat mir gesagt, dass ich die lustigen Partys genießen soll. Aber davon mal abgesehen, sollte man immer schön auf dem Boden bleiben. Oscar hin oder her, die Erde dreht sich ganz normal weiter.

Neben „Crazy Heart“ sind Sie diesen Monat auch zusammen mit Emma Thompson in dem Kinderfilm „Eine zauberhafte Nanny – Knall auf Fall in ein neues Abenteuer“ zu sehen. Unterschiedlicher geht’s nicht, oder? Das waren tatsächlich zwei völlig andere Welten. Die „Nanny“ habe ich in London gedreht, Emma Thompson hat übrigens auch das Drehbuch geschrieben. Die Rolle erforderte ein sehr exaktes Schauspiel. Emma hat meine ganzen Textpassagen mit Anmerkungen vollgekritzelt. Jedem anderen hätte ich das Drehbuch um die Ohren gehauen. Aber Emma ist einfach großartig, und ihre Kommentare waren wirklich eine Hilfe.