DIY Do it yourself am Schreibtisch - individuelle Papeterie und mehr

Designs von der Stange haben heute ausgedient, Individualität ist Trumpf. Und was könnte individueller sein, als etwas selbst zu machen? Im Fall von Papeterie muss man dafür nicht einmal echtes Papier, Schere und Kleber zur Hand nehmen, denn man kann Designs bereits mühelos digital entwerfen. Wir stellen einige Ideen vor.

Bucheinmerker

Individuelle Karten gestalten

Die Karte hat auch in Zeiten von E-Mail und Whats App noch lange nicht ausgedient, ganz im Gegenteil scheint sie ein Comeback zu erleben. Kein Wunder, denn oft genügen die digitalen, austauschbaren Grüße und Einladungen, die ohnehin schnell im virtuellen Papierkorb landen, nicht mehr. Heute hat man lieber wieder etwas in der Hand, das bleibt. Mit einer richtigen Karte drückt man zudem seine Wertschätzung deutlicher aus und gibt auch einer Einladung die gewünschte Ernsthaftigkeit. So kann man sich am ehesten darauf verlassen, dass die Gäste, die zusagen, auch erscheinen.

Wann ist eine individuelle Karte angebraucht?

  1. Die Geburt eines Kindes. Diese Gelegenheit ist es zweifellos wert, dass man mehr als eine Mail oder SMS verschickt. Mit einer hübschen Karte, die individuell gestaltet und mit Fotos verziert werden kann, macht man alles richtig. Ob als Mitteilung über die Geburt oder Dankeskarte nach der Taufe, diese Karten sind schön und haben als Erinnerung einen bleibenden Wert.
  2. Einladung und Dankeskarte der Hochzeit. Die Hochzeit ist der wichtigste Tag im Leben und soll mit dem entsprechenden Drumherum auch angemessen zelebriert werden. Dazu zählen natürlich auch die Karten, mit denen eingeladen oder sich bedankt wird. Diese sollen von den Farben und der Aufmachung her genau zum Motto der Hochzeit passen und das stimmige Gesamtbild ergänzen. Natürlich gibt auch hier ein Foto die persönliche Note.
  3. Wichtige Weihnachtskarten. Mit wichtig ist nicht gemeint, dass man nur „wichtigen“ Menschen im eigenen Leben eine Karte schreiben soll, ganz im Gegenteil. Für die wichtigsten Menschen, zum Beispiel die beste Freundin, braucht man vielleicht gar keine Karte. Doch für den traditionell eingestellten Teil der Familie sollte man nicht auf richtige Weihnachtskarten verzichten, denn diese machen immer viel Freude und werden natürlich auch gesammelt. Auch als Weihnachtspost für wichtige Geschäftskunden, zu denen man ein eher förmliches Verhältnis hat, ist eine schöne Karte immer eine gute Wahl.
  4. Als Urlaubspost. Wer an den schönsten Stränden unterwegs ist, der will seinen Lieben daheim natürlich einen lebendigen Eindruck von der Reise verschaffen. Dafür kann man natürlich auf eine der vielen Postkarten zurückgreifen, die überall in Touristenläden gekauft werden können - oder man macht erstellt einen individuellen Gruß mit eigenen Bildern.

Digitales Scrapbooking

Der Trend des Scrapbookings ist vor vielen Jahren in den USA entstanden und schwappt wie eine Welle auch nach Deutschland über. Diese kreative Art des Bastelns mit Papier ist entspannend, nicht zu schwierig und mit ihr können leicht wunderschöne Ergebnisse erzielt werden. Man kann sagen, es handelt sich um eine Mischung aus Tagebuch und Poesiealbum, unterlegt mit vielen Bildern. Grundlage ist ein Scrapbuch, in das Papiere, Aufkleber, Verzierungen und Fotos nach verschiedenen Techniken eingeklebt werden, sodass ein schönes Gesamtkunstwerk entsteht.

Die Weiterentwicklung dieser Technik ist das digitale Scrapbooking, für das man kein Papier mehr braucht. Nur einen PC und ein gutes Programm zur Bildbearbeitung! Beim digitalen Scrappen kann man sich Hintergründe, Papiere, Stempel, Borten und andere Verzierungen ganz normal kaufen - allerdings nicht in physischer Form, sondern digital. Die Bilddateien kann man denn mit einem entsprechenden Programm auf dem Hintergrund frei bewegen und ein optisch ganz ähnliches Ergebnis erzielen, als wenn man mit echtem Papier gebastelt hätte. Der Vorteil ist jedoch, dass man die digitalen Bilder beliebig oft verwenden kann. Man muss also keine Sorge haben, die liebsten Teile zu verarbeiten und sie damit aus dem Fundus zu verlieren. Zudem fällt kein Müll an!

Handlettering: Comeback der Schönschrift

Momentan erleben wir ein Comeback der Schönschrift; es gibt Kalligrafie für jedermann. Kalligrafie ist die Kunst des schönen Schreibens per Hand, das anscheinend trotz (oder wegen) der Digitalisierung nicht ausgestorben ist. Wahrscheinlich liegt es daran, dass man beim langsamen und sorgfältigen Schreiben einfach wunderbar entspannen und entschleunigen kann. Es gibt viele Bücher mit Vorlagen und Inspirationen im Handel, ebenso tolle Papiere, Federn, Tinte und spezielle Stifte. Schönschrift findet meist in schwarz auf weißem Grund statt, doch die Buchstaben sehen ganz anders aus, als gewohnt. Bauchig, abgerundet, dynamisch, verschnörkelt - man kann beim schönen Schreiben tolle Ergebnisse erzielen.

Mit dieser Technik lassen sich dann sehr kleine Auflagen von Karten selbst erstellen oder einfach mal wieder ein richtig schöner Brief schreiben. Man kann sich selbst Lesezeichen machen oder ein Poster erstellen, dass man mit einer wichtigen Botschaft in der schönsten Schrift versehen hat, und natürlich kann man auch Gläser, Tassen und sonstiges Geschirr kreativ gestalten. Mit den passenden Farben können die Teile dann auch gebrannt werden, sodass die Verzierung dauerhaft bleibt. Das ist eine schöne Verbindung zwischen einem kreativen Hobby und Dingen mit einem praktischen Nutzen. Individuell bemalte Teller sind natürlich auch ein schönes und persönliches Geschenk.