Hochzeitsplanung Wie hoch muss das Budget sein?

Wer eine Hochzeit im großen Rahmen plant, muss natürlich auch mit höheren Kosten rechnen. Bei denjenigen, die in aller Stille standesamtlich heiraten, fallen die Kosten selbstverständlich wesentlich geringer aus. Wir sagen, welches Budget ihr wofür einplanen müsst.

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Aber es bleiben trotzdem ein paar Kosten zu beachten, die für fast alle Paare gelten. Wichtig ist, vor der Planung ein Gesamtbudget festzulegen. Tipp: Lieber 10% mehr einplanen als hinterher Wünsche aufgrund der Kosten streichen zu müssen.

Das Outfit des Brautpaares

Der Hochzeitstag sollte ein besonderer Tag im Leben zweier Menschen sein. Da ist es nicht verwunderlich, dass dies auch im Outfit sichtbar werden soll. Die wenigsten Paare werden in der normalen Alltagskleidung den Bund der Ehe eingehen wollen. Wenn eine standesamtliche und kirchliche Trauung vorgesehen ist, braucht das Paar unter Umständen auch gleich zwei schicke Outfits. Die Preise sind hier völlig unterschiedlich. Ein Brautkleid kann man für 400 € aber auch für mehrere tausend Euro bekommen. Genau das gleiche gilt für den Anzug oder die Kombination des Bräutigams. Sicher kann man auch beides günstiger leihen oder aber gebraucht erwerben. Das Paar sollte vorher festlegen, welches Budget für die Kleidung zur Verfügung steht. Für das Standesamt ist es vielleicht ein schickes Kostüm für die Braut und ein Anzug für den Bräutigam. Auch dies ist in allen Preisklassen erhältlich. Zum Outfit gehört aber nicht nur die Kleidung. Auch Frisur und Make-up müssen in der Kostenrechnung berücksichtigt werden. Hierfür sollte man schon (je nach Wunsch) 60 € bis 300 € einplanen. Es sei denn, man hat das Glück eine Freundin zu haben, die Frisur und Make-up zaubern kann.

Die Ringe

Die Trauringe sind auch ein relativ hoher Kostenfaktor beim Hochzeitsbudget. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob das Paar für die Trauring 200 € oder 2.000 € ausgibt. Sicher sollte man gerade bei den Eheringen nicht zu sparsam sein. Schließlich möchte man sie das restliche Leben tragen, dann sollten sie dem Paar auch zu 100% Prozent gefallen. Aber es muss einfach im Budget berücksichtigt werden.

Auch Blumen kosten Geld

Da wäre als erstes der Brautstrauß. Ein kleines handliches Sträußchen schlägt mit ungefähr 30 € bis 40 € zu Buche. Wer eine Hochzeitsfeier plant, muss auch an die Tischdekoration denken. Kleine Gestecke bekommt man schon für 20 €. Soll es mehr sein, wird es entsprechend teurer. Eine nette Tradition ist es auch, das Auto des Brautpaares mit einem Blumengesteck zu schmücken, auch dies ist leider nicht ganz so günstig. Je nach Größe sollte man hier mit 60 € bis 120 € rechnen. Wer natürlich besondere exotische Blumen auf dem Gesteck haben möchte, wird ein wenig tiefer in die Tasche greifen müssen. Auch die Kleinigkeiten, wie Schleifen für die Fahrzeuge der Gäste, sollten im Budget berücksichtigt werden. Jede Schleife für sich kostet vielleicht nur ein oder 2 Euro, wenn man jedoch eine große Hochzeitsgesellschaft hat, sollte man diese Kosten berücksichtigen.

Einladungs- und Danksagungskarten

Auch dies ist ein Posten im Budget, der nicht unterschätzt werden sollte. Je nachdem, ob man auf fertige Karten zurückgreift oder diese drucken lässt, bewegen sich die Kosten pro Karte zwischen einem und vier Euro. Hinzurechnen muss man dann noch das eventuell anfallende Porto. Wenn die Hochzeit vorbei ist, ist es immer eine nette Geste, wenn das Brautpaar sich bei den Gästen mit einer Danksagungskarte für den schönen Tag bedankt.

Hochzeitstorte

Wer nicht gerade einen begnadeten Bäcker im Bekanntenkreis hat, wird wohl einen Konditor mit der Herstellung der Torte beauftragen. Je nach Größe kann eine Hochzeitstorte ein hoher Posten in der Budgetplanung sein. Pro Stück Torte muss man 2 € bis 5 € kalkulieren, das kommt natürlich auf die Torte an.

Ein Profifotograf zur Hochzeit

Es soll eine richtige Traumhochzeit werden und dies soll auch in Bildern festgehalten werden. Wer einen Fotografen engagieren möchte, kann hier noch mal 200 € bis 1000 € einplanen. Da kommt es natürlich darauf an, wieviele Bilder und vor allen Dingen, wann der Profi fotografieren soll. Nur bei Standesamt und Kirche oder soll er auch die ganze anschließende Feier im Bild festhalten? Viele Paare lassen die Bilder von Standesamt und Kirche vom Profi erledigen, die Fotos der anschließenden Feier werden von guten Freunden geschossen. Meistens sind das dann die Bilder mit den schönsten Erinnerungen.

Essen und Trinken

Ein Posten der das Budget ganz schön angreifen kann. Je nach Gästeanzahl kann das ganz schön teuer werden. Wer einen Partyservice beauftragt, muss für Essen mit Minimum 15 € pro Person rechnen. Getränke kommen dann noch dazu. Hier sollte man planen, wie bei einer großen Party. Wer im Lokal feiert, muss noch ein paar Euros drauflegen, denn erfahrungsgemäß sind hier die Getränke um einiges teurer.

Auch Musik ist leider nicht umsonst

Wer es sich leisten kann und eine große Hochzeit plant, sollte die Musik nicht vergessen. Es ist so schön auf der Hochzeitsfeier einen DJ oder sogar eine Live-Band zu haben. Allerdings sind hier die Kosten von ca. 400 € bis 3.000 € nicht gerade unerheblich. Aber Stimmung bringt es allemal.

Mit Kutsche oder Auto zum Traualtar

Wer auch in diesem Punkt das Besondere haben möchte, sollte es in seiner Kalkulation einplanen. Ob nun Kutsche oder Stretch-Limo – die Kosten sollten mit 150€ bis 600 € geplant werden. Sicher ist es aber auch toll, im Auto des zukünftigen Schwagers kutschiert zu werden.

Nach der Hochzeit das Beste – die Flitterwochen

Dies ist der schwierigste aber auch gleichzeitig der wichtigste Posten. Ob es nun die 14-tägige Karibikreise ist oder auch nur eine Nacht im Luxushotel. Für das Brautpaar sollte dieser Posten der wichtigste Punkt sein. Denn am Hochzeitstag sind diese zwei Menschen das Wichtigste – alles andere ist nur schönes Beiwerk. Hier können die Kosten von € 100 bis unendlich sein.

Fazit

Schon an dieser kleinen Auflistung kann man erkennen, dass Heiraten nicht gerade günstig ist. Hinzu kommen noch einige Gebühren für das Stammbuch, für die Heiratsurkunde und auch für das Aufgebot. Ohne Bürokratie geht es also auch bei der Hochzeit nicht. Allerdings kann man die Kosten durch Eigenleistung erheblich senken. Dekorationen können meist selber gemacht werden. Bei einer kleinen Hochzeitsgesellschaft halten sich auch die Kosten für Essen und Getränke im Rahmen. Kleidung kann geliehen werden und die geschickte Freundin bekommt die Frisur perfekt hin. Bitte immer bedenken, der Tag ist für das Brautpaar – nicht für die Gäste.