Hochzeit Alles zum Thema Hochzeitstorte

Wenn der schönste Tag im Leben bevorsteht, darf eine tolle Torte nicht fehlen. Wir zeigen euch, was ihr bei der Planung der perfekten Hochzeitstorte beachten solltet. 

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So geht beim Thema Torte nichts schief!

Für den einen bedeutet Planung fixe Vorgaben bis ins kleinste Detail, für den anderen wiederum reicht eine grobe Vorstellung. Beim Thema Hochzeit und Hochzeitstorte solltet ihr jedoch durchaus etwas mehr Zeit in die Planung investieren, denn Torte ist nicht gleich Torte und gerade für diesen besonderen Anlass hat ein Kuchen bestimmte Ansprüche zu erfüllen. Er sollte nicht nur zu Thema und Motto passen, sondern auch individuell gestaltet sein und natürlich auch in Bezug auf Geschmack und Konsistenz alle eure Wünsche erfüllen.

Im ersten Schritt ist es wichtig, dass ihr euch genau mit der Hochzeitslocation absprecht. Möchtet ihr in einem Restaurant oder in einem Hotel heiraten bzw. feiern, gibt es wahrscheinlich ausreichend große Kühlmöglichkeiten. An anderen, außergewöhnlicheren Orten, wie zum Beispiel am See oder Strand habt ihr womöglich nicht solche Möglichkeiten. Hier wären Buttercremetorten beispielsweise weniger gut und Fondant eventuell die bessere Lösung. 

Der richtige Konditor für die Hochzeitstorte

Darüber hinaus kann es passieren, dass ihr sogar auf einen Vertragskonditor des Location-Betreibers zurückgreifen müsst. Viele Anbieter von Hochzeitslocations haben diese Klausel im Kleingedruckten ihrer Verträge angeführt.

Habt ihr diese Dinge abgeklärt und euren Konditor gefunden, geht es ran an die Torte. Im Internet und in zahlreichen Hochzeitsmagazinen werdet ihr eine Vielzahl an kreativen Ideen für euer Hochzeitsgebäck finden. Auch der Fachmann wird euch sicherlich mit einigen Ratschlägen und Idee zur Seite stehen. Idealerweise lasst ihr euch Angebote von bis zu drei Konditoren geben - so findet ihr das beste Preis-Leistungsverhältnis und auch den Profi, der die für euch perfekte Hochzeitstorte herstellt. Achtet bei den Angeboten darauf, dass der Konditor die Torte inklusive Etagere liefert und auch aufbaut. 

Wie lange im Voraus muss eine Hochzeitstorte bestellt werden?

Grundsätzlich gilt: Je früher desto besser. Wer nicht gerade einen Hochzeitsplaner zur Hand hat, der die Organisation eigenständig übernimmt, der sollte sich frühzeitig mit Themen wie Füllung, Teig, Optik und Geschmack auseinandersetzen. Verbindlich wird die Bestellung erst mit einem unterschriebenen Angebot. Spätestens ein bis zwei Monate vor der Hochzeit solltet ihr euch mit der süßen Thematik auseinandersetzen, damit auch wirklich alle eure Wünsche erfüllt werden können.

Was kostet eine Hochzeitstorte?

Die Kosten der Hochzeitstorte können natürlich erheblich variieren – je nachdem, wie groß und aufwändig der Kuchen gestaltet werden soll. Auch die Wahl der verwendeten Backwaren beeinflusst den Preis beträchtlich. Je exklusiver die Zutaten, desto preisintensiver wird auch die fertige Torte. Wir empfehlen, mindestens 300 Euro für die Hochzeitstorte einzuplanen. 

Die Hochzeitstorte im Detail

Nach den ersten Planungen und der Wahl des Konditors geht es um die detaillierten Punkte, wie die richtige Größe der Torte, die gewünschte Form, die Füllung und Geschmacksrichtung sowie die Verzierung.

Die richtige Größe der Hochzeitstorte

Bei der Wahl der richtigen Größe der Hochzeitstorte wird sich an der Anzahl der Hochzeitsgäste orientiert. In der Regel werden etwa zwei Stück Kuchen pro Gast einkalkuliert. Natürlich hängt das auch davon ab, ob ihr noch ein zusätzliches Kuchenbuffet, zum Beispiel mit kleinen Cheesecakes und Cupcakes, oder andere Desserts anbietet oder ob die Torte euer alleiniger Nachtisch ist. Nicht zuletzt hängt die Größe der Hochzeitstorte auch davon ab, welche Form und welcher 'Look' geplant werden. Nicht alles ist für jede Form möglich.

Die Geschmacksrichtung

Bei der Geschmacksrichtung gibt es sehr viel Auswahl. Unterschieden wird zwischen Sahnetorten, Buttercremetorten, Obsttorten und anderen Varianten, wie Sachertorten (Schokolade) oder Mohntorten. Am häufigsten werden Torten mit Sahne oder Buttercreme gefüllt. Grundsätzlich ist jeder Kuchen als Hochzeitstorte geeignet, vorausgesetzt er hält den Temperaturen vor Ort stand und kann bei Bedarf entsprechend gekühlt werden. Abgesehen davon sollte sich die Geschmacksrichtung nach dem Brautpaar richten und von der Jahreszeit und der Location abhängen. Je nachdem, aus welchen Backwaren die Torte gebacken wird, ist sie unterschiedlich lange haltbar. Gekühlt ist jede Torte in der Regel etwa sieben Tage haltbar. Eingefroren kann das Gebäck natürlich deutlich länger haltbar gemacht werden. Euer Konditor wird euch hier aber genaue Angaben machen können.

Die Hochzeitstorte - eine Formsache!

Auch bei der Tortenform gibt es heute zahlreiche Wahlmöglichkeiten. Je nach Wunsch könnt ihr neben den klassischen runden und eckigen Torten auch Herz- oder Kissen-Formen wählen. Besonders modern ist auch die sogenannte „Topsy-Turvy“-Form, bei der die Torten unregelmäßig in unterschiedlichen Höhen und schief auf der Etagere platziert werden. Neben eurem persönlichen Geschmack entscheidet auch die Konsistenz der Torte, welche Formen tatsächlich möglich sind und welche nicht. 

Die Verzierung – das Highlight jeder Hochzeitstorte

Spätestens beim Thema Verzierung sind den Wünschen und der Kreativität des Brautpaars oft keine Grenzen mehr gesetzt. Ob Ombrestyle, Marzipan, Blumen aus Fondant oder vielleicht sogar essbare Blumen – hier sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Besonders beliebt ist derzeit auch das sogenannte „Icing“, bei dem die Torte mit einer hauchdünnen Schicht aus Fondant überzogen wird und so besonders edel aussieht.

Bräuche zur Hochzeitstorte: Diese Rituale solltet ihr kennen!

Tatsächlich gibt es einige Bräuche zur Thematik der Hochzeitstorte. Ob ihr auf diese Bräuche achtet oder einfach nur den leckeren Kuchen genießen möchtet, das bleibt natürlich euch überlassen. 

Anschneiden und Verteilen der Torte

Die Hochzeitstorte ist das Highlight jeder Hochzeit und wird daher oft zu Mitternacht präsentiert. Mit Wunderkerzen und entsprechender Musik wird sie auf der Etagere und bei abgedunkeltem Licht in den Saal geschoben. Von tosendem Applaus begleitet, erhebt sich das Brautpaar, um die Torte anzuschneiden. Beide schneiden gleichzeitig mit einem Messer in die Torte. Wer hierbei seine Hand über die des Partners legt, hat angeblich später das Sagen in der Ehe. Danach wird das erste Stück Torte auf einen Teller gelegt und vom Brautpaar gegessen, indem der eine den anderen abwechselnd füttert. Danach wird die restliche Torte aufgeschnitten und an die Hochzeitsgesellschaft verteilt. Während das zu Beginn noch vom Brautpaar gemacht werden kann, übernimmt diese Aufgabe in der Regel wenig später das Servicepersonal.

Die erste Etage der Hochzeitstorte wird eingefroren

Auch hier handelt es sich um einen alten Brauch. Die erste Torte ganz oben auf der Etagere wird nicht am Tag der Hochzeit verzehrt, sondern direkt eingefroren. Passiert das nicht, wird laut Brauch ein großes Unglück über das Brautpaar hereinbrechen. Diese erste Etage der Hochzeitstorte wird dann am ersten Hochzeitstag als Erinnerung an das rauschende Fest verzehrt.

Und wenn ihr noch auf der Suche nach den besten Drinks und Cocktails für eure Hochzeit seid, findet ihr hier die besten Rezepte und Ideen!