4. Mai 2021
5 Tipps für ein langes und gesundes Leben eures Haustieres

5 Tipps für ein langes und gesundes Leben eures Haustieres

Haustiere sind in unserem Leben ein wichtiger Bestandteil. Sie bereiten uns Freude, spenden Trost und vertreiben die Einsamkeit. Jedoch haben sie leider nicht das ewige Leben. Versterben Hund, Katze oder Kaninchen, bricht es den Besitzern oftmals das Herz. Damit eure liebsten Fellnasen ein langes und gesundes Leben führen können, gibt es hier fünf gute Tipps.

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1. Liebe geht nicht nur durch den Magen – ein gesundes Gewicht in wichtig

Die Haustierstudie 2020 zeigt, dass Hund und Katze auch weiterhin der Deutschen liebsten Haustiere sind. Viele Menschen lieben die Vierbeiner wie Familienmitglieder und möchten sie auch wie solche verwöhnen. Das kann so weit gehen, dass die Tiere große Mengen an Leckerlies erhalten und dementsprechend an Gewicht zulegen. Allerdings tragen die zusätzlichen Pölsterchen nicht etwa zum Wohlgefühl bei. Im Gegenteil, die belasten Knochen, Gelenke und Organe der Fellnasen. Um Übergewicht als Risiko für gesundheitliche Komplikationen auszuschließen, solltet ihr auf die richtige Futtermenge eurer Haustiere achten.

Dafür sind eine ausgewogene Ernährung und die Gewichtskontrolle zwei ausschlaggebende Faktoren. Die Tiere benötigen eine artgerechte Nahrung, die ihre Bedürfnisse deckt. Zu viel Fett und Zucker haben im Napf von Hund und Katze nichts verloren. Auch bei Kleintieren wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamstern sollte nicht wahllos oder übertrieben gefüttert werden. Können sich die Tiere aufgrund von zu viel Gewicht nicht mehr richtig bewegen, ist ihre Lebensqualität eingeschränkt. Schlimmer noch, durch eine Organverfettung wird ihre Lebenserwartung teilweise drastisch verkürzt.

INFO: Viele Lebensmittel, die auf unseren Tellern landen, sind für unsere Haustiere schädlich. Für sie ist es daher gesunder, wenn ihr dem treuen Hundeblick oder der um die Beine schmeichelnden Katze widersteht und nur richtiges Haustierfutter verfüttert. Wer unbedingt mit seinem Vierbeiner das Essen teilen möchte, kann sie zu seltenen Gelegenheiten mit kleinen Leckerbissen verwöhnen. Der Tierarzt kann dabei helfen, ungefährliche Happen auszuwählen.

2. Vorsicht ist besser als Nachsicht: Vorsorge ist für unsere Haustiere unerlässlich

Um mögliche Erkrankungen bei unseren Haustieren früh zu erkennen, sind regelmäßige Besuche beim Tierarzt eine gute Idee. Bei gesunden, ausgewachsenen Tieren reicht eine Vorsorgeuntersuchung im Jahr. Beispielsweise kann diese direkt bei der jährlichen Impfauffrischung stattfinden. Welpen und Kitten sowie die Senioren unter den Haustieren sollten halbjährig beim Tierarzt vorstellig werden. Durch die Check-ups können erste Krankheitssymptome erkannt und behandelt werden. Bei älteren Tieren kann der Veterinär:

  • Verschleißerscheinungen an Knochen und Gelenken,
  • Magen- und Verdauungsprobleme,
  • Altersbeschwerden,
  • Seh- und Hörstörungen sowie
  • andere Komplikationen

bei einer Rundum-Untersuchung feststellen.

3. Nicht nur sauber, sondern auch gesund: Hygiene für ein längeres Tierleben

Damit unsere Haustiere von einer möglichst langen Lebenserwartung profitieren, erhält ihre artgerechte Pflege einen hohen Stellenwert. Dabei spielt nicht nur die Fellpflege eine entscheidende Rolle – obgleich sie natürlich unerlässlich ist. Langhaarige Hunde- und Katzenrassen benötigen beispielsweise eine tägliche Haarpflege, um abgestorbene Härchen zu entfernen und damit dem Verfilzen entgegenzuwirken.

Hunde- und Katzenarten, die wenig bis gar nicht haaren, sind dagegen pflegeleichter. Dennoch sollten auch sie wenigstens einmal in Woche gebürstet werden. Durch das Kämmen wird die Haut stimuliert und besser durchblutet, was zur Heilung kleiner Verletzung beiträgt.

Neben einer regelmäßigen Kontrolle auf Zecken, Flöhe und andere Parasiten solltet ihr auf Zahn- und Hauthygiene achten. Entdeckt ihr unter dem Fell der Vierbeiner einen Ausschlag oder eine Wunde, ist eine rechtzeitige Behandlung wichtig, um Entzündungen vorzubeugen. Entsprechend der Hautirritation oder des Wundmals könnt ihr die Stelle vorsichtig von Schmutz und Haaren befreien und desinfizieren. Lässt sich das die Fellnase nicht gefallen, solltet ihr über einen Besuch beim Tierarzt nachdenken.

Auch die Zahnpflege gehört zu den relevanten Maßnahmen, die das Leben von Hund und Katze verlängern kann. Durch eine Zahnreinigung beugt ihr nicht nur Karies, sondern auch Zahnfleischentzündungen und einer Entzündung des Zahnhalteapparats vor. Da sich Zahnprobleme auf andere Organe auswirken können, tragt ihr zur Gesamtgesundheit der Haustiere bei. Natürlich lassen sich nicht alle Vierbeiner gern die Zahnbürste ins Maul stecken. Speziell Hunde und Katzen, die nicht an diese Art Pflege gewöhnt sind, werden misstrauisch bis ängstlich reagieren.

Um dennoch die Zahngesundheit nicht zu vernachlässigen, könnt ihr auf zahnfreundliche Leckerlies zurückgreifen. Das sind knackige Snacks, an denen die Tiere mit Vergnügen herumkauen können. Durch die harte Oberfläche wird Zahnstein entfernt. Gleichzeitig kann das Zahnfleisch massiert werden, was zu einer besseren Durchblutung beiträgt. Nicht nur die Beißerchen eurer Haustiere solltet ihr regelmäßig auf Karies oder Zahnausfall kontrollieren. Auch Augen und Ohren erfordern Aufmerksamkeit, um beispielsweise Milbenbefall in den Ohren oder Tränenfluss an den Augen zu erkennen und zu behandeln.

4. Was bringen Sterilisation und Kastration?

Zu einer Verlängerung der Lebensdauer von Hund und Katze können Sterilisation und Kastration erheblich beitragen. Durch den Eingriff kann Krankheiten wie Hoden- oder Eierstockkrebs vorgebeugt werden. Bei weiblichen Tieren reduzieren die Operationen die Gefahr von Infektionen an der Gebärmutter. Wer sich für diesen Schritt entscheidet, sollte sich vom Tierarzt umfassend beraten lassen.

5. Wer rastet, der rostet – Auslauf und Abwechslung für Hund und Katze

Mit zunehmendem Alter verlieren eure Haustiere das Interesse an langen Spaziergängen oder ausgelassenen Jagdspielen. Sie werden schneller müde und genießen ein Nickerchen auf dem Sofa oftmals mehr als Bewegung und Anstrengung. Dennoch solltet ihr den Tieren Abwechslung bieten. Beim Spaziergang mit dem besten Freund des Menschen könnt ihr euch auf einfach zu bewältigende Strecken einrichten, auf denen der Seniorhunde keine allzu schwierigen Hindernisse überqueren muss. Auch für ältere Katzen gibt es unterhaltsame Spiele, bei denen die Samtpfote sich nicht verausgaben muss.

Haltet ihr eure Haustiere in Bewegung, bleiben Muskeln und Gelenke im Training und der Kreislauf wird angekurbelt. Dadurch lassen sich „Verschleißerscheinungen“ vorbeugen. Natürlich sollte das Bewegungspensum an das Bedürfnis der Fellnasen angepasst sein und diese nicht körperlich überfordern. Auch hier steht euch der Tierarzt mit Rat und Tat zur Seite.

TIPP: Auch das seelische Wohl eurer Haustiere trägt zu einem langen Leben bei. Daher solltet ihr den Tieren immer wieder eure Zuneigung zeigen. Regelmäßige Streicheleinheiten und das gemeinsame Spielen stärkt eure Bindung und stärkt das Wohlbefinden der Haustiere.

 

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