14. Januar 2022
Der englische Landhausstil – immer sehr gemütlich

Der englische Landhausstil – immer sehr gemütlich

Der englische Landhausstil kann sehr romantisch und verspielt sein aber auch schlicht und zweckmäßig. Was er aber immer ist: gemütlich. Es ist gar nicht so schwer, ein wenig Cottage-Feeling in die eigenen vier Wände zu bringen. Diese Gemütlichkeit ist ein Resultat des häufigen Regens in England. Die Engländer beschweren sich nicht über das Wetter. Für sie gehört der Regen zu England wie Westminster Abbey, Fish and Chips und die Queen. Stattdessen machen sie es sich zuhause gemütlich. Unter einer kuscheligen Decke, auf einem Ohrensessel oder der Couch bei einem guten Buch kann es regnen solange es will.
 

Welches sind die Grundelemente des englischen Landhausstils?

Das wichtigste Merkmal des englischen Landhausstils ist die praktische Eleganz. Romantische Deko, Blumenmuster und naturverbundene Elemente gehören hier genauso dazu wie im Lauf der Zeit angesammelte Einzelstücke auf dem Kaminsims. 

Ein im englischen Landhausstil eingerichtetes Haus hat ein einzigartiges Flair. Es wirkt kreativ, komfortabel und sinnlich. Die Massivholzmöbel drängen sich nicht in den Vordergrund und muten eher klassisch an. Bevorzugt kommen Eichen-, Walnuss- und Kirschholz zum Einsatz. Oft haben die Möbel gedrechselte Elemente. Wenn sich mit den Jahren Gebrauchsspuren zeigen, verleihen Patina und Abnutzung jedem Möbelstück einen ganz individuellen Charakter.

Zum englischen Landhausstil gehören dunkle Holzmöbel im Landhausstil, wichtiger Bestandteil dabei ist eine kleine Bibliothek und einige Chesterfield-Sessel. Jeder, der über einen einladenden Kamin verfügt, kann sich glücklich schätzen. Er lässt sich mit schönen, persönlichen Objekten bestücken. Dunkle Stühle und Bauernmöbel lassen sich durch eine hochwertige, edle und sehr gemütliche Polsterung aufwerten. Decken und Kissen tragen ebenfalls zur Aufwertung bei, wenn sie aus Baumwolle, Leinen, Samt oder Wolle gemacht sind.

Der englische Landhausstil im Wohnzimmer

Der Chesterfield-Sessel ist wirklich ein Klassiker des englischen Landhausstils. Dazu gehören auch Captain’s Chair und Windsorstühle. Die Knöpfung der schweren Naturleder-Möbel ist typisch für den Landhausstil des späten 18. Jahrhunderts. Die wuchtigen Möbel waren früher sehr teuer und standen vor allem in den Bibliotheken der reichen Herrschaften. Heute sind Möbel im Chesterfield-Stil schon eher erschwinglich.

Auch die auslandenden Armlehnen sind ein Erkennungsmerkmal. Traditionelle britische Möbel wurden bereits im Jahr 1773 zum ersten Mal angefertigt. Sie blicken auf eine adlige Tradition zurück. Der Chesterfield-Einrichtungsstil ist aus dem englischen Landhausstil mit Cottage-Flair nicht mehr wegzudenken. Die klassischen Polstermöbel wirken imposant, dabei sind sie sehr gemütlich, robust und langlebig. Zu den Lederbezügen haben sich moderne Varianten aus Stoff gesellt. Auch bei den Farben geht es in der Moderne teilweise etwas knalliger zu. Ein Original-Chesterfield-Sofa oder -Sessel wird auch heute noch von Hand angefertigt. Das Markenzeichen der in Großbritannien produzierten Möbel ist die Knöpfung der Rückenlehne. Nur auf den Sichtflächen gibt es keine Knöpfung.

Der Chesterfield-Style ist sehr wandelbar, bleibt aber trotzdem immer sehr traditionell. Die Möbel können ein antikes Design haben oder wie moderne Holzmöbel aussehen. Bei der Auswahl der Motive, Größen und Stoffe wird dann schnell klar, dass stilvolle, wertige englische Landhausmöbel von Chesterfield kommt.

Dekoelemente im englischen Landhausstil

Massivholz-Schränke, patinierte Stühle und Chesterfield-Sessel sind ebenso wichtig wie der Kamin. Er ist meistens der Mittelpunkt im Wohnzimmer und aus Naturstein hergestellt. Dort finden sich viele Sammel- und Erinnerungsstücke, beispielsweise geerbte Einzelstücke, Skulpturen oder Fotos.

Auch bei der Deko sind natürliche Materialien wichtig, die viel Gemütlichkeit ausstrahlen. Dazu eignen sich Holz, Leder, Leinen, Wolle und Naturstein. Zu diesem natürlichen Stil passen Deko-Gegenstände in Silber-Optik, aus Glas oder Porzellan perfekt, beispielsweise Bilderrahmen, Lampen oder Skulpturen.

Der englische Landhausstil spielt mit Farbe und Licht. Wandfarben und Tapeten sind sehr oft in satten Tönen gehalten. Doch die Dekoration ist immer in angenehm dezenten Farbtönen, beispielsweise Weiß, Kreidetöne, warme Erdfarben und Pastelltöne. Durch bunte Motive entsteht ein lebendiger Farbenmix. Alternativ passen Muster in Aquarelloptik sehr gut.

Blumen, Blumen, Blumen und Karo

In England sind eigene Gärten sehr beliebt, vor allem Dingen alles, was dort blüht. Es wundert deshalb wenig, dass es Blumenschmuck nicht nur als Blumenstrauß gibt. Blumen zieren diverse Möbel, Tapeten und Accessoires in vielen verschiedenen Formen, Größen und Mustern. Auch für die Wände sind Blumenmuster genau richtig, insbesondere Rosenmuster sind ein absolutes Muss.

Natürlich darf das Tartan nicht fehlen. Das ist das typische Webmuster der schottischen Clans. Die Karos kommen bei der Ausgestaltung von Möbeln, Kissen oder Vorhängen zum Tragen. Die Muster können dabei sehr klein sein oder auch groß. Farblich gibt es dabei unzählige Varianten: schlichte, zweifarbige Stoffe oder auch Kombinationen aus verschiedenen Tönen und Streifen.

Markantes Merkmal – das Licht im englischen Landhausstil

Mit Gardinen mit Blumenmustern oder in Erdtönen vermeidet der englische Landhausstil direktes Licht durch die Fenster. Die Gardinen halten das Licht entweder ganz auf oder sie lenken es auf ganz bestimmte Schätze, um sie hervorzuheben. Künstliches Licht, das von kleinen Beistellleuchten oder Wandlampen kommt, sorgt für eine komfortable Wirkung im Raum. Die Leuchten sind dabei dekorativ oder eher funktional designt.

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