Gesundheit So hat die Sommergrippe keine Chance

Selbst im Sommer ist der menschliche Körper vor Viren und anderen Erkrankungen nicht gefeit. Nicht selten ist ein schwaches Immunsystem daran schuld, wenn eine Sommergrippe zum Ausbruch kommt. Das ist bei schönstem Freibadwetter besonders ärgerlich. Dabei gibt es so viel, was jeder für sich selbst tun kann, damit die Viren und Grippeauslöser keine Chance haben. Alkohol beispielsweise schwächt das Immunsystem ganz erheblich. Wer abends auf einer Sommerparty ein paar Gläschen trinken will, sollte sich in einer lauen Sommernacht dennoch einen Pulli anziehen – unabhängig davon, ob der Alkohol für vermeintliche Wärme sorgt.

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Harmlose Sommergrippe

Eine Sommergrippe ist harmlos, denn sie hat mit einer echten Grippe nichts zu tun. Dennoch sind Heiserkeit, Fieber, Schüttelfrost und Schnupfen nicht das, was im Sommer erstrebenswert ist. Doch was schwächt das Immunsystem derart, dass eine Sommergrippe entstehen kann? Große Hitze kann beispielsweise das Immunsystem schwächen. Zu lange in der Sonne zu bleiben, kann sich im Hochsommer negativ auswirken. Das kann nicht nur zu einem ordentlichen Sonnenbrand führen. Das Immunsystem leidet dann ebenfalls. Auch die zu kühl eingestellte Klimaanlage kann schnell zu einer Erkältung, mindestens jedoch Halsschmerzen, führen. Denn die kühle Luft schwächt die Immunabwehr ebenfalls.

Das menschliche Immunsystem

Das Immunsystem kämpft gegen jede Art von Eindringling. Haut und Schleimhäute sind erste Barrieren, die ein Erreger überwinden muss, um in den menschlichen Körper zu gelangen. Im nächsten Schritt kümmert sich die angeborene Immunabwehr um die Erreger. Sogenannte Fresszellen schließen die Erreger ein und fressen sie auf. Andere Teile des Immunsystem richten sich ganz gezielt gegen einen bestimmten Erreger, weil der Körper bereits Antikörper bilden konnte durch eine überstandene Infektion. Doch das System funktioniert leider nicht immer perfekt. Schuld daran sind meist schlechte Angewohnheiten und ungünstige Lebensumstände. Dann braucht das Immunsystem ein wenig Unterstützung.

Cannabidiol unterstützt das Immunsystem

Cannabidiol (CBD) ist bekannt für seine schmerzlindernde, entspannende und entzündungshemmende Wirkungsweise und hilft dem Körper zahlreiche Krankheitssymptome auf natürliche Weise zu lindern. Das ist darauf zurückzuführen, dass das Cannabidiol mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System interagieren kann. Dieses System ist Teil des menschlichen Nervensystems, das seine eigenen Cannabinoide produziert. Es besteht aus Enzymen, Cannabinoid-Rezeptoren und Endocannabinoiden. An diesen Rezeptoren kann auch das Cannabinoid aus CBD-Öl andocken.

Stress schwächt das Immunsystem

Akuter Stress und andauernde Belastungen beeinflussen das Immunsystem. Akuter Stress stärkt kurzfristig die Immunabwehr. Die Zahl an weißen Blutkörperchen, Killer- und Fresszellen im Blut steigt. Das System macht sich zur Verteidigung bereit. Das ist aus evolutionärer Sicht auch sinnvoll, um akute Gesundheitsgefahren abwehren zu können. Wer jedoch Dauerstress ausgesetzt ist, schwächt seine Immunabwehr. Es sinkt die Anzahl der Immunzellen, die Killerzellen sind nicht mehr so aktiv und das gesamte System arbeitet viel langsamer.

Chronischer Stress macht also eher krank. Viren und andere Krankheitserreger haben bei wenig Gegenwehr gute Chancen sich auszubreiten. Das gilt für akute Infektionen, wie beispielsweise eine leichte Grippe, und ebenso für chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Rheuma. Stressige Lebensphasen können auch Ekzeme oder andere Hauterkrankungen auslösen und damit die erste Eintrittsbarriere für Krankheitserreger lahmlegen. Darüber hinaus verlangsamen sich Heilungsprozesse durch Stress. Wunden brauchen länger, um zu heilen, Erkältungen und Infekte klingen langsamer ab.

Was dem Immunsystem hilft

Nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über sind Bewegung und frische Luft gut. Moderates Training ist ein echter Immun-Booster, denn es entspannt und kurbelt auf sanfte Weise das Immunsystem an. Freizeitsportler, die regelmäßig trainieren, sind seltener krank. Allerdings sollte es niemand mit dem Sport übertreiben, sonst kann sich der positive Effekt ins Gegenteil verkehren.

Wie wirkt sich Sport auf das Abwehrsystem aus?

Steht der Körper unter Belastung, kommt es zur Ausschüttung von Adrenalin. Das führt dazu, dass die Abwehrzellen aktiver werden und sich schneller vermehren. Die natürlichen Killerzellen, B- und T-Lymphozyten sowie weiße Blutkörperchen sind dann vermehrt im Blut vorhanden. Wenn das Training beendet ist, reduziert sich der Adrenalingehalt im Blut und auch die Anzahl der Abwehrzellen sinkt.

Die sanften Reize während einer moderaten Ausdauersporteinheit trainieren auch das Immunsystem. Es kann seine Arbeit, nämlich die Beseitigung schädlicher Zellen, schneller und besser erledigen. Freizeitsportler erkranken viel seltener an einer Erkältung oder einer Rachen- oder Mandelentzündung als Untrainierte.

Welche Sportarten sind besonders gut geeignet?

Wichtig ist, dass die Sportler beim Trainieren nicht an ihr Belastungslimit gehen. Alles, was dazu führt, den Körper zu entspannen oder moderat auszupowern, ist geeignet. Moderater Sport baut Stress ab und unterstützt zusätzlich das vom Alltagsstress ohnehin geschwächte Immunsystem. Der Sport stärkt das Immunsystem und wirkt positiv auf Herz und Gefäße. Jeder kann dabei sein Tempo individuell auswählen und die Belastung an den eigenen Körper anpassen.

Essen und Trinken wirken sich ebenfalls auf das Immunsystem aus

Eine ausgewogene Ernährung, die viel Obst und Gemüse enthält, ist ideal. Wichtig ist eine ausreichende Zufuhr von Eisen, Zink, Selen und der Vitamine C und E. Sekundäre Pflanzenstoffe helfen dem Körper, freie Radikale abzubauen. Um eine gesunde Darmflora zu unterstützen, sind Ballaststoffe und probiotische Milchprodukte ideal.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt den Körper dabei, alle Körperbereiche gut zu durchbluten. Sie hält die Schleimhäute, eine erste Eintrittsbarriere für Krankheitserreger, intakt und schützt sie in trockener Heizungsluft vor dem Austrocknen. Die tägliche Trinkmenge sollte mindestens zwei Liter betragen.

Datum: 31.07.2020