Was ist L-Tryptophan und wofür wird es verwendet?

Was ist L-Tryptophan und wofür wird es verwendet?

Unruhe, Stress und Angstgefühle sind immer häufiger der tägliche Begleiter vieler Menschen. Doch was kann man tun, um das Wohlbefinden nachhaltig zu verbessern? Welche Rolle L-Tryptophan dabei spielt und worum es sich dabei überhaupt handelt, erfährst du in diesem Artikel.

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© Pixabay

Wirkung von L-Tryptophan

Die Wirkung von L-Tryptophan ist vielfältig. Der Wirkstoff ist hauptsächlich an der Neubildung von Proteinen im Körper beteiligt. Somit nimmt er einen hohen Stellenwert bei der Versorgung der Organe in Ihrem Körper ein. Darüber hinaus benötigt Ihr Gehirn Proteine, damit es normal und ungestört funktionieren kann.

L-Tryptophan ist übrigens eine wichtige Aminosäure. Diese verarbeitet der Körper zu Boten- und Nährstoffen. So können wichtige Funktionen aufrechterhalten werden und auch die Schilddrüse profitiert davon, wie die Experten von Greendoc es beschreiben.

Vorteile von L-Tryptophan für die Schilddrüse

Dass die Schilddrüse ein wichtiges Organ im Körper ist, weißt du spätestens dann, wenn du schon einmal unter einer Unter- oder Überfunktion gelitten hast – die Auswirkungen davon können ziemlich erschreckend sein. Zwar ist das Organ eines der kleinsten, die es im menschlichen Körper überhaupt gibt, doch trotzdem erfüllt es wichtige Aufgaben: Die Schilddrüse ist dafür zuständig, dass Hormone produziert und ausgeschüttet werden – und das gleichmäßig. Doch was hat L-Tryptophan damit zu tun?

L-Tryptophan ist eine Vorstufe des Hormons Serotonin. Dieses gilt auch als Glücklichmacher und ist wichtig, damit du dich wohlfühlst und vital bleiben. Wenn es nun zu einem Mangel an Serotonin in deinem Körper kommt, fühlst du dich schlapp und kannst sogar leichte Depressionen entwickeln. Dies kann unter anderem dann vorkommen, wenn du eine Schilddrüsenentzündung hast. L-Tryptophan ist in der Lage, diesen Hormonmangel durch die Neuproduktion von Serotonin auszugleichen.

Meist leiden die Menschen unter einer Schilddrüsenentzündung, welche die genetische Veranlagung zu Hashimoto-Thyreoiditis haben. Allerdings muss das nicht heißen, dass die Krankheit sofort ausbricht. Psychischer sowie körperlicher Stress und Nährstoffmangel führen häufig dazu, dass sich das Hashimoto-Syndrom bemerkbar macht.

Allerdings kannst du, auch wenn du gefährdet bist, regelmäßig L-Tryptophan als Nahrungsergänzungsmittel zu dir nehmen, um die Bildung des Hormons Serotonin zu fördern. Zusätzlich empfiehlt es sich, den Körper stets mit wichtigen Nährstoffen versorgen. Das ist auch der Grund, weshalb einige Präparate beides kombinieren.

Einnahme von L-Tryptophan – wann sinnvoll?

Stress aller Art, Schlafstörungen und eine ungesunde Lebensweise führen nicht selten dazu, dass Ihr Tryptophanspiegel negativ beeinflusst wird. Die Folge davon ist Unwohlsein, welches immer stärker wird. Da es sich bei L-Tryptophan um eine proteinogene Aminosäure handelt, kann es nicht selbst vom Körper gebildet werden. Dennoch ist es sehr wichtig für dein Wohlbefinden. Du musst den Wirkstoff also entweder durch Ihre Nahrung oder anhand von Nahrungsergänzungsmitteln zu dir nehmen.

Wenn du den Tryptophanspiegel in deinem Körper erhöhst, drückt sich das nicht nur in guter Laune aus, sondern auch Ängste können verschwinden. Zudem ist L-Tryptophan ein effektives Mittel gegen Verstimmungen, sodass du schon bald wieder mehr Antrieb und Motivation hast. Du bekommst mehr Kraft im Alltag und bist produktiver.

Wenn du L-Tryptophan allerdings als Nahrungsergänzungsmittel zu dir nimmst, solltest du es stets auf nüchternen Magen einnehmen. Nur so kann es die Blut-Hirn-Schranke überwinden und seine volle Wirkungskraft entfalten. Erst etwa eine Stunde nach der Einnahme wird es empfohlen, Nahrung zu sich zu nehmen.

Welche Lebensmittel enthalten L-Tryptophan?

Wie bereits erwähnt, findest du L-Tryptophan nicht nur in der Apotheke, sondern auch in vielen Lebensmitteln, die du vielleicht sogar schon zu Hause hast. Somit kannst du dich gezielt ernähren, um glücklicher und energiegeladener zu sein. Klingt das nicht praktisch? Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob du dich vegan oder vegetarisch ernährst oder Fleisch zu dir nimmst – L-Tryptophan ist meist in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten.

Vor allem Hülsenfrüchte und Sojabohnen, aber auch Reis, Weizenkeime und Haferflocken enthalten den nützlichen Wirkstoff. Weniger vertreten ist er in Getreide und Mais. Dafür nimmst du L-Tryptophan jedoch durch den Konsum von Kartoffeln, Rüben, Radieschen und Rettich zu dir. Zudem werden Nüsse, Samen, Cashewkerne und Datteln empfohlen. Ebenso enthalten Bananen, Endivien und Spinat L-Tryptophan. Auch Kakao gilt als wichtiger Lieferant für L-Tryptophan. Bereits 100 g Kakaopulver enthalten fast 300 mg L-Tryptophan. Zum Vergleich enthalten 100 g Haferflocken 200 mg des Wirkstoffes. Jetzt wissen Sie auch, warum Schokolade bei depressiven Verstimmungen empfohlen wird.

Bei tryptophanhaltigen Lebensmitteln solltest du allerdings berücksichtigen, dass deinKörper nicht die volle enthaltene Menge an L-Tryptophan aufnehmen kann. Anders als bei speziellen Nahrungsergänzungsmitteln geht somit immer ein kleiner Teil verloren. Leidest du daher unter einem akuten Mangel, ist ein Präparat laut Gesundheitsexperten wohl die bessere Wahl. Zudem solltest du so etwas immer von deinem Arzt abklären lassen, um mögliche Krankheiten auszuschließen.

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