3. Dezember 2019
Microgreens: Das neue Superfood – Infos und Rezepte

Microgreens: Das neue Superfood – Infos und Rezepte

Microgreens gelten als das neue Superfood. Wir verraten, was es mit dem Trend auf sich hat und zeigen tolle Rezepte.

© iStock

Der neue Garten- und Footrend aus den USA kommt nun auch zu uns nach Hause. Mit Microgreens können wir nun auch in der kalten und grauen Jahreszeit frisches Gemüse ernten und essen. Wir erklären, wie Microgreens funktioniert und warum es so gesund ist.

Microgreens

Wer Lust auf gesundes und frisches Essen hat, findet mit Microgreens eine ganz neue Methode, mit der wir in den eigenen vier Wänden platzsparend selber leckeres Superfood anpflanzen können. Mit Microgreens genießen wir völlig saisonunabhängig unser Lieblingsgemüse wie Brokkoli, Radieschen oder Rotkohl – allerdings noch sehr jung. Denn beim Microgreen werden bereits die Keimlinge geerntet und verzehrt.

Warum sind Microgreens so gesund?

Zum Zeitpunkt der Ernte hat das noch sehr kleine und junge Gemüse noch alle wichtigen Nährstoffe und Energien, die es benötigt, um zu wachsen. So ist der Anteil an Vitaminen und Spurenelementen wie Vitamin A, B6, C, Eisen sowie Proteinen deutlich höher als bei dem ausgewachsenen und reifen Gemüse. So haben Microgreens eine 4 bis 40-mal dichtere Mineralstoffkonzentration. Kein Wunder also, dass dieses Superfood immer mehr Anhänger findet.

So einfach ist die Aufzucht von Microgreens

Die Aufzucht von Microgreens ist wirklich simpel und eignet sich auch hervorragend für Foodliebhaber, die eigentlich keinen grünen Daumen haben. Alles was wir dafür brauchen ist eine Anzuchtschale und entsprechende Saat. Dafür gibt es im Internet bereits verschiedene Sets zu kaufen. Mit einem solchen Komplettpaket können wir innerhalb von zwei bis drei Wochen unser Superfood selber ziehen. Das Beste daran ist, dass wir die Keimlinge weder düngen, noch jäten oder pikieren müssen.

Anleitung: Einfach eine Schale etwa zwei bis drei Zentimeter hoch mit Anzuchterde befüllen, die Saat auf die Erde geben und leicht andrücken. Nun wird die Erde noch schonend befeuchtet, am besten mit einer Sprühflasche, und schon darf unser Superfood wachsen. Wichtig ist, auf den Hinweis zu achten, ob die Saat ein Licht- oder Dunkelkeimer ist. Im letzteren Fall müsste die Saat mit etwas Erde oder einem dunklen Deckel abgedeckt werden. Handelt es sich um einen Lichtkeimer, kann die Schale mit etwas Frischhaltefolie abgedeckt werden.

Pflege: Nun kommt die Challenge für alle mit einem braunen Daumen. Unsere Microgreens sollte feucht gehalten werden. Sobald die Erde also trocken ist, muss diese wieder gewässert werden. Das ist aber wirklich schon alles. Wenn nach einigen Tagen die ersten Keimlinge zu sehen sind, sie sich aufgestellt und sich die ersten Blätter gebildet haben, können wir die Abdeckung entfernen.

Ernte: Nach etwa 14 Tagen, wenn die Pflanzen eine Höhe von 12-15 Zentimetern erreicht haben, sind die Microgreens erntereif. Nun können wir unser Superfood etwa zwei bis drei Zentimeter über dem Boden mit einer Küchenschere abschneiden. Und sofort verarbeiten.

Tipp: Wer nun wirklich gar keinen grünen Daumen hat, schon beim Wort "Anzuchterde" aufgegeben hat oder einfach Zeit sparen möchte, kann sich online ein Anzuchtsystem bestellen, bei dem wir keine Erde brauchen, nicht wässern müssen und bereits nach einer Woche ernten können.

Rezepte mit Microgreens

Gemeinsam haben die Food-Blogger Nadine und Jörg von Eat This! und Heimgart tolle Rezepte mit Microgreens entwickelt. Wir zeigen euch unsere Top 3!

Hier geht es zu leckeren und einfachen Rezepten mit Microgreens >>

© Eat This!

Sesamnudeln mit grünem Spargel & Senf-Microgreens

Zutaten (für 2 Portionen, Zubereitungszeit: 15 Minuten)

Für die Sesamnudeln

275 g Spargel
175 g Pilze
1 Frühlingszwiebel
3 EL Erdnussöl
1/2 TL Salz

Für die Soße

2 Zehen Knoblauch
1 EL Ingwer, gerieben
5 EL Tahin
1 EL Erdnussmus
1 1/2 EL Essig
2 EL Sojasauce
1 TL Sriracha oder Chiliöl
1/2 TL Szechuan Pfeffer

Außerdem

200 g Mie-Nudeln
100 g Edamame vorgegart, tiefgekühlt
4 EL Microgreens
1 EL gerösteter Sesam

Zubereitung

1. Spargelenden abschneiden, die Stangen in 2 cm große Stücke schneiden, Pilze in Scheiben und Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.

2. Etwas Öl in eine heiße Pfanne geben, Pilze bei mittlerer Hitze für 5-6 Minuten braten. Spargel und Frühlingszwiebeln dazugeben und 4 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren lassen. Mit Salz würzen und ab und zu umrühren.

3. Knoblauch und Ingwer fein reiben. Anschließend alle Zutaten für die Sauce zusammen mit 200 ml Wasser glattrühren.

4. Die Mie-Nudeln nach Packungsanweisung zubereiten.

5. Edamame und die Hälfte der Sauce unter die Nudeln heben, das Gemüse dazugeben und miteinander vermengen.

6. Sesamnudeln mit der restlichen Sauce, geröstetem Sesam und Senf-Microgreens toppen, heiß servieren.

Rezept von Heimgart

© Eat This!

Geröstete Rotkohlspalten auf Graupenrisotto mit Pesto & Rotkohl-Microgreens

Zutaten (für 4 Portionen, Zubereitungszeit: 30 Minuten)

Für die Rotkohlspalten

500 g Rotkohl
2 EL Olivenöl
1 TL Salz
1/2 TL Knoblauchpulver
3 EL Polenta

Für das Graupenrisotto

1 Schalotte
2 EL Olivenöl
15 g getrocknete Steinpilze
1 Knoblauchzehe
150 g Graupen
100 ml Weißwein
400 ml Gemüsebrühe

Für das Pesto

1/2 Salatpad Rauke-Microgreens
15 g Basilikum
1/2 TL grobes Meersalz
6 EL Olivenöl

Außerdem
1/4 Saatpad Rotkohl-Microgreens
1 EL Pistazien, gehack

Zubereitung

1. Rotkohl für die Rotkohlspalten in 3 cm dicke Spalten schneiden. Öl mit Salz und Knoblauchpulver verrühren und Rotkohlspalten damit einreiben.

2. Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Rotkohlspalten auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Mit Polenta bestreuen und 40 Minuten rösten.

3. Für das Graupenrisotto Schalotten fein würfeln. Mit Öl in einen heißen Topf geben und bei mittlerer Hitze 3 Minuten glasig dünsten.

4. Getrocknete Pilze grob zerkleinern und Knoblauch hacken. Mit Graupen in den Topf geben und 2 Minuten unter Rühren anrösten. Mit Weißwein ablöschen und unter Rühren bei mittlerer Hitze einkochen lassen.

5. Mit Gemüsebrühe aufgießen bis die Graupen knapp bedeckt sind und bei mittlerer Hitze 25 Minuten köcheln lassen. Dabei nach und nach die restliche Brühe aufgießen und regelmäßig rühren.

6. Für das Pesto alle Zutaten in den Mixer geben und fein pürieren.

7. Die Rotkohlspalten auf Graupenrisottto anrichten und mit Pesto, frischen Rotkohl-Microgreens und Pistazien toppen.

Rezept von Heimgart

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