Wie der Lebensstil das Krebsrisiko senken kann

Wie der Lebensstil das Krebsrisiko senken kann

Laut Pressemitteilung des Robert Koch Instituts wurden bereits im Jahre 2016 rund 492.000 Krebserkrankungen allein in Deutschland diagnostiziert. Dabei ist Brustkrebs mit 68.900 Betroffenen die häufigste Krebsart, direkt gefolgt von Prostatakrebs mit 58.800 Erkrankungen. Ähnlich belaufen sich die Zahlen bei Dickdarmkrebs (58.300 Fälle) und Lungenkrebs mit 57.500 Erkrankten. Krebs zählt weltweit zu den häufigsten Todesursachen und weist erschreckend hohe Fallzahlen auf. Aufgrund dessen liegt die Frage, wie sich der Lebensstil auf die Gesunderhaltung des Körpers auswirken kann, besonders nahe.
 

In diesem Artikel erhältst du wertvolle Tipps, wie du einen gesünderen Lebensstil führen und nachhaltig das Krebsrisiko senken kannst. Allerdings ersetzen die Tipps keinesfalls den Besuch bei einem Arzt und regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchungen, da eine Erkrankung aufgrund von vielfältigen Ursachen ausgelöst werden können. So kann ein gesunder Lebensstil beispielsweise nicht vor einer genetischen Disposition schützen, aber die Gesunderhaltung und Genesung fördern.

Hilfreiche Tipps für einen gesunden Lebensstil

Heutzutage wird den Menschen beruflich, wie privat sehr viel abverlangt. Arbeitsplätze werden aufgrund von Sparmaßnahmen abgebaut, innerhalb der Arbeitsstätte herrscht ein großer Konkurrenzkampf und für Angestellte ein hoher Leistungsdruck. Oftmals fallen etliche Überstunden an und aus dem kleinen Büro wird ein Großraumbüro mit lauter Lärmkulisse. Hinzu kommen private und familiäre Verpflichtungen, welche zeitlich kaum mehr zu tragen sind. Daraus ergibt sich ein erhöhter Stressfaktor, welcher auf langer Sicht die körperliche und mentale Gesundheit gefährdet. Um einen ausgewogenen und gesunden Lebensstil führen zu können, ist es unabdingbar, sich im hektischen Alltag für seinen Körper und Geist Zeit zu nehmen und zu entspannen. Diese Zeit sollte sich jeder für sich einräumen, um Krankheiten wie Burn-out, Depressionen oder auch chronische Erkrankungen wie Krebs vorzubeugen, denn Stress gilt als eine häufige Ursache zur Schwächung des Immunsystems und somit eine Erhöhung des Krebsrisikos.

Ein entsprechendes Zeitmanagement, eine feste Tagesstruktur und Methoden zum Stressmanagement (z. B. Sport, Meditationen usw.), könnten hierbei sehr hilfreich sein. Dabei sollte unbedingt auf eine Konsistenz und Regelmäßigkeit dieser Methoden geachtet, sowie die größten Stressquellen vermieden oder zumindest verringert werden.

Dabei sollten folgende Punkte in den Alltag etabliert werden:

  1. Persönliche Pausen, kurze Auszeiten, Entspannung und Erholung
  2. Zeit zum bewussten Einkaufen und ausgewogener Ernährung
  3. Sportliche Aktivitäten
  4. Stressmanagement

Die zuvor genannten Punkte sind sehr wichtig, da der Körper nicht nur Zeit und Unterstützung benötigt, um sich vom Alltagsstress zu erholen und die Abwehrkräfte zu stärken, sondern ebenfalls eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Fertiggerichte oder Fast Food sind dabei kein Ersatz für frisch zubereitete und gesunde Mahlzeiten. Wer sich gut und gesund ernährt, wird sich schnell fitter fühlen und mehr Energie für den stressigen Alltag haben.

Welche Faktoren erhöhen das Risiko an Krebs zu erkranken?

Nach den eben genannten Tipps für einen gesünderen Lebensstil, der ein resilienteres Immunsystem fördert, sollte man auf eine ganze Reihe von teils alltäglichen Gewohnheiten verzichten. Denn das regelmäßige Glas Wein zum Abendessen oder das extra große Stück Torte, können auf Dauer dem Körper erheblich schaden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und beispielsweise eine entsprechende Versicherung, können zur Früherkennung und im Falle einer Krebserkrankung hilfreich sein.

Neben der Tatsache, dass manche Menschen bereits durch ihre Gene ein erhöhtes Krankheitsrisiko in sich tragen, wozu unter anderem auch Krebs zählt, gibt es zahlreiche Faktoren, welche sich ebenfalls negativ auf die Gesundheit auswirken.

Sehr häufig sind es:

  • Zu wenig Bewegung

Insbesondere Menschen, die im Beruf und Alltag viel sitzen, sollten sich ausreichend bewegen und den Körper stärken. Dies kann durch Spaziergänge, sportliche Aktivitäten oder gezielte Übungen erreicht werden. Bewegung und sportliche Aktivitäten sind von hoher Bedeutung, denn ein aktiver Lebensstil wirkt sich auf die Tumorsuppressoren aus, welche nachhaltig das Wachstum von Krebszellen hemmen. Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Joggen gelten als ideal und trainieren Körper und Geist.

  • Auf ein gesundes Körpergewicht achten

Fettleibigkeit (Adipositas) und Übergewicht können Krankheiten verursachen. Experten schätzen, dass bei 7 % der Krebspatienten Adipositas die Ursache sein kann. Dabei beziehen sie sich auf drei Erklärungsansätze:

  1. Vermutlich nehmen die Zellen durch Entzündungsprozesse im Fettgewebe Schaden.
  2. Es könnte ein hormonelles Ungleichgewicht entstehen, weil durch Fettzellen das Hormon Östrogen gebildet wird.
  3. Eine vermehrte Insulin-Produktion ist bei Menschen mit Übergewicht möglich, was als Wachstumsfaktor von Krebszellen gilt.

Darum sollte jeder Mensch darauf achten, dass ein gesundes Normalgewicht nicht überschritten wird. Eine Diät und somit eine Körperfettreduktion ist dementsprechend ratsam, sollte bei Adipositas und weiteren Erkrankungen (z. B. Schilddrüsenfunktionsstörungen, Diabetes usw.) allerdings nicht ohne Aufsicht und Absprache eines Arztes durchgeführt werden.

  • Auf eine gesunde Ernährung achten

Es gibt Lebensmittel, welche das Wachstum von Krebszellen fördern. Diese Lebensmittel sollten entweder vermieden oder nur in geringen Mengen zu sich genommen werden. Frittiertes, Fleisch, Gebratenes und zu viel Fett gehören dazu.

Lebensmittel mit ausreichend Mineral- und Ballaststoffen sowie vielfältige Vitamine und Nährstoffe hingegen unterstützen die Gesunderhaltung des Körpers. Zudem sollte Zucker lediglich in geringen Mengen und in natürlicher Form zu sich genommen werden.

  • Raucher gefährden ihre Gesundheit und fördern eine Krebserkrankung

Nachweislich enthält der Rauch von Tabak zahlreiche Substanzen, die giftig und somit gefährlich für den menschlichen Körper sind. Auch Kautabak oder Wasserpfeifentabak bilden dabei keine Ausnahme. Daher sollte, wenn ein gesunder Lebensstil angestrebt wird, auch der Verzicht auf Zigaretten berücksichtigt werden.

  • Regelmäßiger Konsum von Alkohol vermeiden

Alkohol ist ein Zellgift und sollte nur selten und in geringen Mengen konsumiert werden. Zu viel Alkohol wird durch das Blut in die Körperzellen transportiert und kann diese stark und dauerhaft schädigen.

  • Zur Krebsfrüherkennung gehen

Gebärmutterhals-, Brust-, Prostata- und Darmkrebs können, wenn sie frühzeitig erkannt werden, sehr gut therapiert und geheilt werden, weshalb diese oft als lästig empfundenen Untersuchungen unbedingt wahrgenommen werden sollten. Letztlich können sie schwere bis tödlich endende Krankheitsverläufe verhindern und die Lebenserwartung deutlich erhöhen.

  • Zu viel UV-Strahlung vermeiden

Obwohl es eine Wohltat für die Seele sein kann, sich im Sommer unter den warmen Strahlen der Sonne zu liegen, sollte sie dem Körper nicht zu viel und nur geschützt ausgesetzt. Zu viel Sonneneinstrahlung schadet nicht nur der Haut, sondern kann beispielsweise der Auslöser für Hautkrebs sein. Um eine Erkrankung vorzubeugen den Körper vor den gefährlichen UV-Strahlen zu schützen, sollte zusätzlich auf Sonnencremes, Kopfbedeckungen und schattige Plätze zurückgegriffen werden.

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