Alternative Medizin CBD: Wirkung und Einnahme

CBD kann auf verschiedene Arten eingenommen werden. Wir untersuchen die Einnahmearten mit Blick auf die Wirkung.

Mann-mit-CBD-Öl

Wie schnell wirkt CBD und wie nimmt man es ein?

CBD ist buchstäblich in aller Munde. Viele Frauen, die das Cannabidiol noch nicht konsumiert haben, möchten es gern ausprobieren, wissen aber noch zu wenig über den Wirkeintritt und die Einnahmeform. Diesem Bedürfnis tragen wir gern Rechnung. In diesem Ratgeber klären wir die offenen Fragen, die mit der Wirkung und Einnahme von CBD in Verbindung stehen. So weiß jede Nutzerin, auf was sie sich einlässt, und kann die Pros und Kontras gegeneinander abwägen.

Die Wirkung hängt stark von der Darreichungsform ab

Wirkeintritt und Wirkungsdauer hängen am stärksten von dem CBD Produkt ab, von denen es auf dem Markt nur so wimmelt. So kann CBD geschluckt, unter die Zunge geträufelt, geraucht, als Kapsel eingenommen oder als Salbe auf die Haut aufgetragen werden. Auch danach gibt es noch individuelle Unterschiede, denn jede Nutzerin besitzt mit ihrem Organismus ein eigenes Profil. Diese Unterschiede fallen aber nicht mehr so gravierend aus und lassen sich vergleichsweise leicht zur besseren Orientierung auf einen Mittelwert herunterbrechen.

Außerdem wirken sich die verschiedenen Einnahmearten von CBD auf den Wirkungsmaximalwert und die Bioverfügbarkeit aus. Je höher die Bioverfügbarkeit ist, desto weniger muss schließlich von dem Produkt eingenommen werden, um die gewünschte Wirkung zu erhalten, und desto günstiger ist im Endeffekt der Preis. Mehr Infos zu diesem Thema finden Sie auch im CBD Magazin.

Die sublinguale Applikation

Was Werbung angeht, so stößt man am meisten auf CBD Öl, ganz einfach, weil dieses Produkt am beliebtesten ist. CBD Öl kann geschluckt oder unter die Zunge geträufelt werden. Wird das Öl unter die Zunge geträufelt und dann für 30 bis 60 Sekunden dort belassen, dann spricht man auch von der sublingualen Applikation, denn „sub“ steht für „unter“ und „lingua“ für „Zunge“. Diese Zeit braucht das Öl, um von den Rezeptoren der Mundschleimhaut vollständig aufgenommen zu werden.

Grundsätzlich ist die sublinguale Darreichungsform dem Herunterschlucken deutlich überlegen. Die Bioverfügbarkeit erhöht sich bei der sublingualen Einnahme nämlich von 4 bis 20 % auf 12 bis 35 % und der Wirkeintritt setzt schon nach etwa einer Viertelstunde ein und nicht erst in einer Stunde bis zwei Stunden. Auch verbleibt die Substanz mit sechs Stunden statt fünf Stunden länger im Körper.

Inhalation von CBD

Einen noch schnelleren Wirkeintritt erzielen Kunden, wenn sie CBD rauchen oder inhalieren. Die Schweiz hat mit der Legalisierung von CBD-Zigaretten im Jahre 2017 die Pforten für einen CBD-Tourismus geöffnet. Des Weiteren kann CBD auch als Liquid (E-Zigarette), Kristalle und Blüten konsumiert werden. In allen Fällen setzt die Wirkung schon nach zwei bis fünf Minuten ein. Das Maximum ist nach einer Stunde erreicht und die Wirkung verbleibt für ca. drei Stunden im Körper. Die Bioverfügbarkeit ist mit 34 bis 56 % erfreulich hoch.

CBD-Kapseln

Vergleichsweise träge gestaltet sich im Vergleich dazu die Resorption von CBD über Kapseln, was unter anderem darin liegt, dass die Hülle, die zumeist entweder aus Gelatine oder Cellulose (vegan) besteht, sich erst im sauren Milieu der Magenschleimhaut aufgelöst haben muss, um ihren Inhalt freizugeben. Bei CBD-Kapseln beginnt die Wirkung deshalb erst in 30 bis 120 Minuten, hat nach 60 bis 120 Minuten ihren Maximalwert erreicht und ebbt nach vier bis sechs Stunden ab. Die Bioverfügbarkeit liegt nur bei 10 bis 15 %.

CBD-Salbe

Wird CBD schließlich als Salbe, Creme oder Lotion „topisch“ verabreicht, das heißt auf die Haut aufgetragen, dann verringert sich die Bioverfügbarkeit von CBD noch einmal auf 5 bis 10 %. Die Wirkung beginnt nun in 60 bis 90 Minuten und hat eine Länge von etwa sechs Stunden. Natürlich gibt es auch die theoretische Option, sich CBD intravenös zu spritzen. Hier würde die Wirkung sofort beginnen und die Bioverfügbarkeit erreicht mit 100 % ihren Höchstwert. Es ist allerdings die Frage, ob dies den invasiven Aufwand wert wäre, zumal es sich dann nicht mehr um das schonende und milde Produkt handelt, das CBD von Natur aus eigentlich ist.

 

Datum: 29.10.2020