Süße Träume Die besten Tipps gegen Schlafstörungen

Stressbedingt, Vollmondnächte, zu viel gegessen oder getrunken - Unter Schlafstörungen leidet jeder einmal. Doch man kann Einiges tun, um wieder für eines erholsamen Schlaf zu sorgen. Die besten Tipps:

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Sieben Stunden Schlaf sind ideal

Schlaf ist überbewertet? Von wegen. Der lustige Spruch könnte kaum falscher sein. Die New Yorker Schlafforscherin Dr. Rebecca Robbins erklärt: „Wir brauchen ihn mehr als Wasser und Nahrung. Kurz: Wenn wir nicht schlafen, sterben wir.“ Sieben Stunden sind ideal, wenn wir beim Ruhen alle fünf Schlafphasen durchlaufen. Man unterscheidet Ein- und Leicht- schlaf- sowie Tiefschlaf- und die REM-Schlafphase. Die Tiefschlafphase wird von den Forschern in die Schlafstadien 3 und 4 unterteilt. Jede dauert etwa 90 Minuten und wiederholt sich pro Nacht vier bis sechs mal. Das ist wichtig, denn, so Dr. Robbins: „Unsere Nachtruhe ist unentbehrlich für Körperfunktionen wie Immunabwehr, Gedächtnisbildung und die Regeneration von Kopf bis Fuß.“ Man nimmt an, dass der Tiefschlaf für die körperliche, REM-Schlaf für die psychische Erholung notwendig sind.

Den Abend frühzeitig einleiten

Wälzt du dich abends lange hin und her? Oft sind spätes Essen oder das Gläschen Wein schuld. „Nach neuesten Erkenntnissen wirken sich aber auch Smartphones, TV usw. negativ auf unseren Schlaf aus“, sagt Dr. Robbins. No-Gos für die Schlafhygiene sind damit neben der Lieblingsserie im Bett auch das Internet-Surfen oder Chats an Handy oder Computer. „Ihr energiereiches blaues Licht kann den Schlaf-wach-Rhythmus durcheinanderbringen“, weiß die Expertin. Zum Abschalten solltest du den Abend frühzeitig einleiten, ab nachmittags auf Koffein, Alkohol oder Sport verzichten. „Kommt der Kopf nicht zur Ruhe, kann ein aromatherapeutisches Produkt helfen“, rät Dr. Robbins. Das können Raum- oder Kissendüfte oder auch Balm mit Lavendel sein. Pflege Rituale wie beruhigende Musik oder ein Bad. Tipp unserer Expertin: „Yoga, Meditation oder Lesen vor dem Zubettgehen.“

Hilfe aus der Apotheke

Ruckzuck weggeschlummert, aber dann ständig wieder aufgewacht? Nervig. Die drückende Blase, aufkommender Durst, aber auch Grübelei über Stress in Job oder Beziehung halten uns wach. Von starken Medikamenten gegen Schlaflosigkeit raten Experten da ab. Alternativ helfen z. B. Bachblüten, das Gedankenkarussell zu stoppen. Sie setzen auf weiße Rosskastanie (z. B. „Rescue Night“). Ebenfalls bewährt ist Baldrian (z. B. in „Sedacur Forte“, Apotheke). Beim in den USA gehypten Sandmännchen-Hormon Melatonin, das den Tag-Nacht-Rhythmus steuert, bleibt Dr. Robbins auch zögerlich: „Es ist unzureichend erforscht und hat wie je- des Hormon Nebenwirkungen.“

Den Tiefschlaf für die Schönheit nutzen

Schlafen wir, sinkt unsere Körpertemperatur, die Muskeln entspannen und der Stoffwechsel verlangsamt sich. Botenstoffe werden ausgeschüttet. Etwa das appetithemmende Leptin, das uns vorm Dickwerden bewahrt oder Wachstumshormone, welche die Zellerneuerung ankurbeln. Dafür brauchen wir intensive Tiefschlafphasen. Neu ist ein System aus Kopfband und App, das diese Tiefschlafphasen intensivieren soll. Auch die Kosmetik nutzt die konzentrierte Regenerationsphase. Spezielle Peelings verfeinern das Hautbild sanft über Nacht. Mit Seren, Masken oder Cremes werden Pflegestoffe in die Zellen geschleust. Feuchtigkeitsbinder wie Hyaluronsäure polstern lästige Linien und Fältchen auf. Und falls dein Haar zu Spliss neigt, kann das an der Reibung mit dem Kissenbezug liegen. Probier doch mal einen aus Seide!