CBD-Öl Darf CBD-Öl ungehindert verkauft werden?

Das CBD-Öl, gesund für die Haut und beliebt bei vielen Kundinnen, wird aus Hanf hergestellt. Immer wieder kommt es hier zu Unklarheiten. Ebay und Amazon untersagen den Verkauf dieses Stoffes. Ist das Öl zugelassen für den Verkauf oder nicht? Wir geben die Antwort.

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Was ist CBD?

Cannabidiol (CBD) wird aus der Hanfpflanze gewonnen. Seit Jahrtausenden dient dieses Gewächs als Lieferant für Taue, für Baustoffe und weitere Verwendungen. Aus der Cannabis-Pflanze können auch diese, laut Gesetz, für den freien Verkauf verbotenen Cannabis-Rauschmittel hergestellt werden, weshalb es immer wieder zu rechtlichen Verunsicherungen kommt. Anders verhält es sich aber mit den aus der Cannabis-Pflanze gewonnenen Ölen. Dem Cannabidiol werden weitere gesundheitsfördernde Wirkungen wie gesunder Schlaf, verbesserte Verdauung und die Stärkung des Immunsystems nachgesagt. Das CBD ist vom Hanfsamenöl zu unterscheiden, das aus der Pressung von Hanfsamen hergestellt wird. Die Öle werden aus den Stängeln und Blüten der Hanfpflanze gewonnen. Sie haben keine psychopharmazeutischen Wirkungen auf das Gehirn. Die Öle werden als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt und haben eine wohltuende Wirkung auf die Haut. Sie sind in reiner Form als Isolat in Gestalt eines weißen Pulvers oder als angereicherte Vollspektrum-Öle zu kaufen. Es kann Cannabidiol im Rahmen der Gesetze legal bei Neurogold gekauft werden.

Rechtliche Rahmenbedingungen für CBD

Tetrahydrocannabinol ist der Stoff, der, aus der Cannabis-Pflanze gewonnen, einen Rausch verursachen kann. Dieser Stoff kann von Ärzten, zum Beispiel zur Schmerzbekämpfung, in Sonderfällen verordnet werden. Ist der Gehalt von Tetrahydrocannabinol geringer als 0,3 %, verschwindet diese Wirkung und das Cannabis-Produkt CBD ist zugelassen. Viele Ratgeber klären über die richtigen Nahrungsergänzungsmittel auf. Zwar ist CBD in der Fünfzehnten Verordnung zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung genannt. Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker hatte die Bundesregierung im Juli 2015 um Prüfung gebeten, ob Cannabidiol, seine Derivate und dessen Zubereitungen der Verschreibungspflicht zu unterstellen seien. Dies hat die o.a. Verordnung bejaht. Damit sind Stoffe, die das Mittel enthalten, verschreibungspflichtig. Begründet wurde dies unter anderem damit, dass Cannabidiol bei paralleler Therapie mitstarken Enzyminduktoren langsamer abgebaut wird. Als weiterer Grund wurde angegeben, dass es keine Studien über die Nebenwirkungen von CBD gebe. Als Medizin ist CBD verschreibungspflichtig.

CBD als Nahrungsergänzungsmittel

Das führt jedoch nicht zu einem Verbot als Nahrungsergänzungsmittel. Laut der EU-Nahrungsergänzungsmittel-Richtlinie 2002/46/EG ist die Verwendung von CBD in Form von Nahrungsergänzungsmitteln erlaubt. Diese EU-Richtlinie regelt genau, was im Grenzbereich zwischen Nahrung und Arzneimitteln zugelassen ist und gestattet die Verwendung von ernährungsfördernden Pflanzen-Rohstoffen wie CBD. Der Stoff darf also nicht mit Heilsversprechen und nicht als Medizin verkauft werden, sondern nur als Nahrungsergänzungsmittel. Solche Nahrungsergänzungsmittel, die häufig besonders von älteren Menschen konsumiert werden, dürfen Konzentrate von Nährstoffen mit ernährungsspezifischer Wirkung oder physiologischer Wirkung enthalten. Der Verkauf findet vollumfänglich in speziellen Läden und im Internet gleichwohl statt. Er bleibt umstritten, auch weil nach wie vor wissenschaftliche Langzeitstudien hinsichtlich der Wirkungen und Nebenwirkungen fehlen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat eindeutig erklärt, dass der Verkauf der Öle unbedenklich sei, wenn die Richtwerte für den THC-Gehalt von 0,3 % eingehalten werden, was jedoch nicht immer der Fall sei.

 

Datum: 18.03.2020