Body Noch mehr Tipps, die dem Körper guttun

Klar, zwei Liter Wasser pro Tag, brav zum Yoga gehen und mehr Gemüse essen – kennen wir! Aber da geht noch was. Hier kommen die besten Tipps für Body and Soul aus der aktuellen Forschung

Frau fühlt sich wohl in ihrem Körper

7. Beim Essen das Unterbewusstsein austricksen

Synchronschwimmen ist eine absolute Frauendomäne – „Synchronessen“ offenbar auch. Eine Untersuchung niederländischer Forscher zeigte, dass Frauen beim Miteinander-Essen auf Gleichklang schalten und Tempo und Menge ihrem Gegenüber angleichen. Psychologen vermuten, Ursache sei die enge neuronale Verbindung zwischen Wahrnehmung (von Bewegung) und Handlung. Das würde auch erklären, warum manche zunehmen, nachdem sie mit dem Partner zusammengezogen sind und öfter gemeinsame Mahlzeiten einnehmen. Um aus der Synchronisationsfalle rauszukommen, könnte der Häppchen-Trick helfen: Einfach die Portion in mehrere Stücke teilen. Das Unterbewusstsein verbindet eine größere Anzahl von Häppchen mit einer größeren Menge Nahrung – und das macht schneller satt, zeigten Untersuchungen an der Arizona State University.

8 Baden mit Epsom-Salt

Pst! Geheimtipp: Schon mal was von Epsom-Salz gehört? Das ist Magnesiumsulfat Bittersalz, (in Apotheken), und mit Meeres- oder Speisesalz (Natriumchlorid) hat es nichts zu tun. In der Balneologie, der Bäderkunde, wir es schon seit Ewigkeiten verwendet, und seit Floating angesagt ist, auch dort Wegen des hohen Magnesiumgehalte hilft es gegen Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Entzündungen. Auch bei Schuppenflechte und stressbedingten Symptomen setzen Balneologen auf Epsom-Salz. Nebenbei reinigt und pfleg es die Haut, gleicht den Feuchtigkeitsverlust der Zellen aus und beschleunigt den Transport von Mineralien in ihr Inneres. Warum nicht mal eine Badekur zu Hause machen – über sechs Woche mit zwei bis drei Bädern pro Woche? Dazu 300 Gramm Epsom-Salz in warmem Badewasser auflösen (dauert ein paar Minuten), dann die Wanne volllaufen lassen (keine Schaumzusätze dazugeben) und bei 37 Grad zehn bis 20 Minuten baden. Am besten abends – danach schläft man wie ein Baby.

9 Offline sein

Schweißperlen auf der Stirn, wenn die Internetverbindung rumzickt ? Vorsicht! Immer öfter zeigen junge Frauen Symptome von Netz-Abhängigkeit und verspüren regelrecht Angst, wenn sie längere Zeit nicht online sind. Laut Bernhard Croissant, Chefarzt der psychotherapeutischen Christoph-Dornier-Klinik in Münster, würden viele Bestätigung über soziale Netzwerke suchen, weil dort die Anzahl der „Freunde“ einem sozialen Ranking entspräche. Er rät, bei Abhängigkeitssymptomen professionelle Hilfe zu suchen. Damit es gar nicht so weit kommt, lieber öfter mal den Ausschalter betätigen oder gleich den Stecker ziehen. Übrigens: Das blaue Licht der Monitore von Computer und iPad stört den Schlaf, denn es hemmt die Melatonin-Produktion. Das bestätigt eine neue Untersuchung des Lighting Research Center in Troy, USA. Wer es trotzdem nicht schafft, auf den Knopf zu drücken, kann mit der Freeware f.lux die Farbtemperatur des Monitors der Tageszeit anpassen.

10 Tunia-Massage

Kneten, streichen, kneifen, pressen - die Tunia-Massage ist nichts für Weicheier, tut aber unglaublich gut. Sie entstammt der Traditionellen Chinesischen Medizin und soll Blockaden lösen und den Energiefluss fördern, Stress abbauen und schmerzlindernd wirken. „Diese Massagetechnik ist besonders gut geeignet für Patientinnen mit Kopfschmerzen, Erschöpfungszuständen und Schlafstörungen“, so Feng Luo, Therapeut im Aiyasha-Spa in München. Der Masseur behandelt Organe und Gewebe mit Händen, Fingern, Ellbogen und Füßen, der Patient bleibt dabei bekleidet. Einfach ausprobieren und sich hinterher wie neu fühlen!

11 Raus dem
 „sozialen Jetlag“

Nein, es braucht keinen Transatlantikflug, um den Schlaf-Wach-
Rhythmus zu ruinieren – der Alltag
 reicht völlig aus: frühe Termine, Über
stunden, Verabredungen bis spät in den
 Abend. Ein Leben gegen die „innere Uhr“ macht allerdings schlapp, müde und kann auf Dauer krank machen – und zu Übergewicht führen, fand das Team um den Chronobiologen Till Roenneberg von der Universität München heraus. Weil Schlafmangel das natürliche Hungergefühl störe, würden viele übermäßig essen. Wie man da rauskommt? Versuchen, den Tagesrhythmus so weit wie möglich vom Sonnenlicht bestimmen zu lassen (z. B. morgens joggen, sobald es hell ist), späte Abendmahlzeiten vermeiden und vielleicht doch mal etwas früher schlafen gehen.

12 Functional Training

Für alle, die schon beim Gummitwist einen Mordsspaß hatten: Nachdem es lange nur noch Physiotherapeuten und Top-Sportlern eingesetzt wurde (z. B. unserer Fußball Nationalmannschaft), ist Functional Training mittlerweile in Breitensport und Fitnessstudios angekommen. Nicht Muskelpower, sondern die Steigerung der Leistungsfähigkeit steht im Vordergrund. Das Training basiert auf Übungen mit dreidimensionalem Charakter: Man muss mehrere Dinge gleichzeitig tun, etwa den Rumpf in einer Position stabilisieren und gleichzeitig eine Bewegung ausführen. Bei den Übungen werden Bälle, luftgefüllte Kissen, Balancebretter und Gewichte eingesetzt, aber auch Seilzüge, die per Luftdruck Widerstand erzeugen. Ziel ist es, die Eigenwahrnehmung von Sehnen und Gelenken zu schulen und die Muskulatur zu stabilisieren. Macht fit und bringt Spaß. Buchtipp: „Functional Training“ von Michael Boyle, Riva, 224 S., 24,99 Euro.

Schlagworte: