Vorsorge Sehtest – darum sollten wir regelmäßig unsere Augen untersuchen lassen

Bei einem Sehtest wird das Sehvermögen unserer Augen geprüft. Für einen solchen Test gibt es verschiedene Gründe und Verfahren. Wir verraten, wie diese aussehen.

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Es gibt verschiedene Gründe, warum die Augen mithilfe eines Sehtests geprüft werden. Dies kann im Zuge einer arbeitsmedizinischen Untersuchung, für den Führerschein oder bei einem Verdacht auf eine Erkrankung geschehen. Doch abgesehen von den genannten Gründen, ist es ratsam, generell die Augen ab dem 20. Lebensjahr regelmäßig überprüfen zu lassen.

Sehtest als Vorsorgeuntersuchung

Um einen Sehtest zu machen, müssen keine Erkrankungen oder etwaige Beschwerden vorliegen. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um eine Vorsorgeuntersuchung, bei der der Gesundheitszustand unserer Augen überprüft wird. Sowohl Brillenträger als auch Personen ohne Sehhilfe sollten in regelmäßigen Abständen einen Sehtest durchführen. Verschlechtert sich unsere Sehstärke, geschieht dies in einem schleichenden Prozess, ohne dass wir es mitbekommen. Die Folge können Kopfschmerzen und Schwindel sein, da unser Körper versucht, die Einschränkungen durch Fehlstellungen auszugleichen. Damit es gar nicht erst dazu kommt, ist eine Vorsorgeuntersuchung besonders wichtig.

Kopfschmerzen oder Flimmern bei der Bildschirmarbeit

Leiden Arbeitnehmer unter Kopfschmerzen, haben brennende Augen oder ein Flimmern, können extremer Leistungsdruck oder auch ein unzureichendes Sehvermögen die Ursache sein. Gestaltet der Job sich besonders schwierig und anstrengend, sollten wir lernen den Stress bei der Arbeit zu bewältigen. Doch auch unser Sehvermögen kann Einfluss auf unsere Arbeitsweise haben. So bieten einige Arbeitgeber ihren Mitarbeitern an, in regelmäßigen Abständen eine arbeitsmedizinische Vorsorge durchführen zu lassen – dazu gehört auch die G 37. Diese betrifft vor allem Personen, die hauptsächlich am Computer arbeiten. Diese dient nicht dem Arbeitgeber zur Überprüfung des Mitarbeiters, sondern soll diesem helfen, unter bestmöglichen Umständen der Arbeit nachgehen zu können und gegeben falls eine Sehhilfe zu tragen.

Bei der G 37 handelt es sich um eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung für Bildschirmarbeitsplätze. Diese dient dazu, Schäden an den Augen zu vermeiden oder diese frühzeitig zu erkennen. Die erste Untersuchung sollte vor dem Beginn der Tätigkeit am Bildschirm erfolgen. Bei der Anamnese werden Sehstörungen, Beschwerden und Erkrankungen der Augen durch einen Betriebsarzt überprüft. Es werden die Sehfunktionen beider Augen und die Fähigkeit zur Wahrnehmung von Farben getestet. Abgefragt werden zudem Beschwerden des gesamten Bewegungsapparates, neurologische Störungen, Stoffwechselerkrankungen sowie Bluthochdruck.
Treten keine Beschwerden bei der Arbeit am Bildschirm auf, sollte die zweite Vorsorge in der Regel nach spätestens nach 12 Monaten erfolgen und weitere Untersuchungen nach etwa 36 Monaten.

So funktioniert ein Sehtest

Wer einen Sehtest machen möchte oder muss, kann diesen beim Optiker oder Arzt durchführen lassen. Bei einem Sehtest kann die Sehschärfe, die Farberkennung und die Refraktion getestet werden. Bei der Überprüfung des Sehapparats wird zwischen der objektiven und der subjektiven Refraktion unterschieden. Die objektive Prüfung wird vollkommen automatisch mit einem Autorefraktometer, also ohne aktives Mitwirken des Patienten durchgeführt. Getestet wird die Brechungseigenschaft des Auges, welche einen ersten Anhaltspunkt für die notwendigen Brillenwerte liefert. Bei der zweiten subjektiven Messung arbeitet der Patient aktiv mit. Hier wird das Sehvermögen in der Regel durch Sehprobentafeln überprüft. Zu sehen sind meistens Zahlen, Buchstaben oder Bilder, welche der Teilnehmer durch verschiedene Messgläser mit unterschiedlichen Sehstärken erkennen muss. Durch dieses Verfahren wird die Stärke ermittelt, mit welcher der Patient am besten sehen kann. Brille24-Kunden zum Beispiel, können in regelmäßigen Abständen kostenlos einen solchen Sehtest bei einem Optiker in der Nähe durchführen lassen.

Muskeltraining für die Augen

Bei eingeschränkter Sehkraft können wir mithilfe bestimmter Übungen unsere Sehfähigkeit verbessern. Diverse Muskeln um und in unseren Augen sorgen dafür, dass wir bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen gut sehen und unterschiedliche Entfernungen wahrnehmen können. Sind unsere Augenmuskeln geschwächt, versucht unser Körper diese mit veränderter Kopf- oder Nackenstellung auszugleichen. Die Folge können Kopfschmerzen, Schwindel oder Verspannungen in der Halswirbelsäule sein. Durch eine intensive Augenpflege, sowie ein gezieltes Training kann die Muskulatur der Augen trainiert und gestärkt werden. Für ein erfolgreiches Training reichen bereits ein bis zwei Minuten pro Tag. Werden die Übungen zu häufig oder zu lang ausgeführt, kann unter Umständen Augenmuskelkater auftreten, der sehr unangenehm werden kann. Eine häufig genutzte Methode, um die Augen zu trainieren, sieht folgendermaßen aus: Ein Stift wird im Abstand von 30 cm auf Augenhöhe langsam nach links und rechts bewegt. Ziel ist es nun, dem Stift mit dem Blick zu folgen, ohne den Kopf zu mitzubewegen.

Datum: 9.1.2020

Autor: Claudia Riedel