Body Sport wirkt sofort

... sang schon Diana Ross – wobei sie da wohl weniger sich selbst meinte. Tja, die Zeiten ändern sich: Inzwischen greifen auch die weiblichen Hollywoodstars öfter mal zur Hantel. Warum eigentlich? Die neuesten Erkenntnisse rund um das Thema Muskeln.

Frau trainiert

Sport wirkt sofort, und der Effekt hält an. Das Training gegen einen Widerstand macht die Knochen dichter, die Gelenke produzieren mehr Schmierflüssigkeit, gleichzeitig werden sie von starken Muskeln besser geführt und verschleißen nicht so schnell. Ab dem 25. Lebensjahr nimmt die Muskelmasse des Körpers ab, um etwa drei Kilo in zehn Jahren, regelmäßiges Training kehrt jedoch den Prozess um. Damit bleibt der Stoffwechsel auf Trab, denn drei Kilo Muskeln verbrauchen im Ruhezustand rund 100 Kalorien pro Tag, das macht satte 3000 Kalorien pro Monat.

Was Sport außer Muskeln noch alles fördert

Die Wissenschaftlerin Bente Petersen vom Righospitalet in Kopenhagen hat festgestellt, dass Muskeln unter Belastung rund 400 chemische Botenstoffe ausschütten, sogenannte Myokine. Einige dieser Substanzen regen den Abbau von Fettreserven an, manche bremsen die Bildung von Tumorzellen, andere hemmen Entzündungen in Blutgefäßen und beugen Herz- und Kreislauferkrankungen vor. Die überraschendste Substanz aus dem Bizeps und seinen Mitarbeitern ist aber der BDNF, das heißt „Brain-derived neurotrophic factor“: Er macht sich auf den Weg ins Gehirn, hebt die Stimmung und regt die Bildung neuer Nervenzellen an – er macht fröhlicher und intelligenter. Auch das ist sexy. Manchmal noch mehr als Muskeln.

Die Besten Sportarten für gesunde Muskeln

Pilates

Joseph Pilates, 1880 in Düsseldorf geboren, entwickelte schon als Heranwachsender diese Trainingsmethode: Im Mittelpunkt steht das sogenannte Powerhouse aus Zwerchfell, Bauchmuskulatur und Beckenboden, das die Haltung und Kraft des ganzen Körpers verbessern soll.

Power Plate

Ausfallschritt, Liegestütz, Kniebeugen: Solche anstrengenden Übungen werden hier auf einer vibrierenden Platte durchgeführt. Die Vibrationen sollen in den Muskeln zu Reflexen führen, die Muskulatur und Bindegewebe straffen. Stars wie Heidi Klum und Spitzensportler wie Rafael Nadal trainieren – und schwören drauf.

Step Up

Schatz, ich muss mal kurz zur Bank: Beim Step Up geht es in endlosen Variationen zu heftigen Beats mit den Füßen abwechselnd auf die Kunststoffbank, immer schön die Arme mitnehmen, ein anspruchsvolles Training für Herz, Beine, Po.

Trainingsmaschinen

Sie fordern ausgewählte Muskelgruppen auf den Punkt genau, sind aber einfacher zu bedienen als Hanteln und bergen weniger Verletzungsrisiken. Sehr angenehm für Anfänger, die vielleicht noch etwas unsicher sind: Und andere Trainierende können zudem kaum erkennen, wie hoch Sie den Widerstand eingestellt haben.

Yogalates

Wenn Ihnen Yogastellungen wie der "Hund" oder das "Kamel" noch nicht anstrengend genug sind, ziehen Sie dabei doch mal den Nabel nach innen und die Schließmuskeln Ihrer Ausscheidungsorgane zusammen: Willkommen im Yogalates! Diese Trainingsform verbindet Yoga und Pilates auf anspruchsvolle Weise, natürlich bei entspannter Atmung, am besten mit einem Lächeln. Wenn’s irgendwie geht.

Autor: Burkhard Maria Zimmermann