Auch gegen Blasenschwäche ist ein Kraut gewachsen

Blasenschwäche ist ein Thema, das bei vielen Frauen, die darunter leiden, Tabu ist. Die meisten leiden schweigend, schämen sich dafür. Etwa sechs Millionen Menschen sind in Deutschland von Blasenschwäche betroffen. Davon sind zwei Drittel Frauen. Gerade Frauen nehmen das Leiden über viele Jahre hin, bevor sie sich einem Arzt anvertrauen. Dabei ist Blasenschwäche keine Erkrankung, die nicht behandelt werden kann. Mit der richtigen Diagnose, der Behandlung durch einen fachkundigen Arzt, Sport und Hausmitteln kannst du die Erkrankung wieder lindern und in den Griff bekommen.

Blasenschwäsche

Blasenschwäche – was sind die Symptome?

Als Blasenschwäche oder Inkontinenz wird der Verlust der Fähigkeit, Urin in der Harnblase zu halten, bezeichnet. Bereits der regelmäßige Verlust weniger Tropfen wird als Blasenschwäche definiert. Gründe dafür können eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur oder ein Infekt sein. Der exakte Grund kann vom Arzt diagnostiziert werden. Dr. Prof. med. Ursula Peschers erklärt in einem Interview mit Tena das Problem. Es gibt verschiedene Arten der Harninkontinenz. Unterschieden wird die Belastungsinkontinenz, die Dranginkontinenz und das Nachtröpfeln.

Wie wird die Blasenschwäche behandelt?

Blasenschwäche kann in vielen Fällen sehr erfolgreich behandelt werden. Die Beschwerden können deutlich reduziert oder sogar gänzlich eliminiert werden. Je eher eine Blasenschwäche behandelt wird, desto besser sind die Erfolge. Geeignete Therapiemaßnahmen werden auf die jeweilige Art der Inkontinenz abgestimmt.

Welche Ursachen gibt es für eine Blasenschwäche?

Die Harninkontinenz tritt vor allem im Alter auf, ist aber keine typische Alterserscheinung. Die Gründe für eine Blasenschwäche sind sehr unterschiedlich. Körperliche Belastungen können ebenso dafür verantwortlich sein, wie Übergewicht, Schwangerschaft, Bindegewebsschwäche, Infektionen, neurologische Erkrankungen oder eine geringere Produktion des Hormons Östrogen in den Wechseljahren. Frauen sind besonders häufig davon betroffen, weil ihre Anatomie eine andere ist als bei Männern. Die Muskulatur des Beckenbodens ist bei Frauen mehr beansprucht. Aber auch eine Blasenentzündung oder überaktive Blase können Gründe für eine Blasenschwäche sein. Ist die sogenannte Reizblase die Ursache für die Blasenschwäche, kann diese mit verschiedenen Medikamenten oder einer Nervenstimulation behandelt werden. Und auch für die Blasenentzündung stehen Medikamente zur Verfügung.

Was kannst du bei einer Blasenschwäche tun?

Blasenschwäche heißt nicht, auf ewig mit dieser Diagnose leben zu müssen. Du kannst selber die Funktion deiner Blase wieder verbessern und der Blasenschwäche entgegenwirken. In erster Linie gehören dazu Beckenbodenübungen, die deine Muskulatur wieder stärken und stabilisieren. Aber auch ausreichendes Trinken und die Umstellung der Ernährung kann die Symptome der Blasenschwäche verbessern. In schwierigen Fällen kann durch eine medikamentöse Behandlung oder einen operativen Eingriff die Symptome verhindert werden. Ein großes Thema bei Blasenschwäche ist Sport. Verschiedene Sportarten wie Yoga, Pilates oder Tai-Chi verbessern die Beckenbodenmuskulatur und stärken die Psyche. Denn auch mentales Training hat einen Einfluss auf die Erkrankung.

Warum bei Blasenschwäche trinken wichtig ist

Das erste, was viele Frauen bei Blasenschwäche tun, sie hören auf zu trinken. Doch gerade das verschlimmert die Blasenschwäche noch, weil sich Keime absetzen können, die eine Entzündung hervorrufen. Der Urin wird konzentrierter und auch aggressiver. Dabei solltest du auf Getränke wie Kaffee, schwarzen Tee und Alkohol aber verzichten, denn diese sind harntreibend. Gegen Blasenschwäche gibt es spezielle Teesorten. Aber auch stilles Wasser ist wichtig. Gerade bei Blasenschwäche solltest du mindestens zwei Liter am Tag trinken, um so eventuelle Bakterien aus der Blase auszuspülen und den Urin zu verdünnen.

So funktioniert die Versorgung bei Inkontinenz

Bis zu einer Besserung der Blasenschwäche gibt es verschiedenen Hilfsmittel, die in den meisten Fällen von der Krankenkasse übernommen werden. Zahlreiche Produkte wie Einlagen, Windeln oder Pants stehen dir zur Verfügung. Mit modernen Produkten werden die Anforderungen an Hygiene erfüllt und du kannst dich sicher fühlen. Die Produkte bieten Sicherheit, sind diskret und saugstark. Das gibt dir wieder mehr Selbstvertrauen.

Lass dich nicht von der Blasenschwäche kontrollieren

… sondern kontrolliere die Blasenschwäche. Hast du das Problem erst einmal erkannt und bist bereit, Hilfe in Anspruch zu nehmen, kann sich schnell eine Verbesserung einstellen. Du kannst deinen Verpflichtungen im Alltag nachgehen und gewinnst wieder an Lebensfreude.