Beauty-Lexikon So tricksen Sie den Heißhunger auf Süßes aus

Dieser Stoff süßt, ohne dick zu machen, bringt die Gehirnzellen auf Trab und hat noch viele andere Talente. Ein Segen für alle Süßigkeiten-Junkies!

Der etwas andere Zucker: Galaktose

Thalmann, Allgemeinmediziner in Hamburg, behandelt deshalb viele seiner Patienten mit Galaktose, zum Beispiel bei hohen Blutfett- und Harnsäurewerten, bei Diabetes, Gefäßerkrankungen, zur Stärkung des Immunsystems oder bei Burn-out. „Dieser Zucker gibt ihnen Power, entgiftet Leber, Nieren, Gehirn und stärkt die Hirn- und Nervenzellen“, erklärt Dr. Thalmann. „Das ist heutzutage extrem wichtig, weil immer mehr Reize unser Nervensystem strapazieren. Gerade für Kopfarbeiter bedeutet Galaktose ein Segen: Das Gehirn benötigt als einzige Nahrungsquelle mehr als hundert Gramm Glukose täglich – im Blut sind aber immer nur fünf Gramm vorrätig.“

Ohne Glukose geht in unseren Körperzellen nichts, speziell im Gehirn: Sie ist der zentrale Treibstoff. Das Gedächtnis leidet, wenn die Hirnzellen nicht genug Energie bekommen und regelrecht hungern. „Die Lösung könnten Galaktose- Präparate sein, denn dieser Zucker versorgt Körper und Gehirn auch ohne Insulin mit Energie“, sagt Dr. Thalmann. „Besonders für Demenz- und Alzheimerpatienten könnte sich Galaktose als nützlich erweisen, denn neuere internationale Untersuchungen betrachten einen Hungerzustand des Gehirns als Ursache dieser Krankheiten.“ Doch noch liegen dazu erst wenige Studien vor, obwohl schon seit rund 90 Jahren über Galaktose geforscht wird (mehr Informationen dazu auf www.galactose.de) und eine Reihe von Studien ihren therapeutischen Einsatz bei anderen Erkrankungen stützt. Darum gibt es die Galaktose im Handel als Kapsel für den therapeutischen Bedarf und als Pulver, mit dem man auch süßen kann.

Denn die Süßkraft dieses besonderen Zuckers wurde schon hinreichend erforscht: Galaktose macht Speisen süß, aber die Hüften nicht dick. Nachteil: Sie süßt weniger stark als Traubenzucker und ist noch teuer – eine 270-Gramm- Dose kostet mindestens 50 Euro (in der Apotheke) und reicht für ungefähr einen Monat. Doch laut Dr. Thalmann zahlt sich die Investition für Süßigkeiten-Junkies trotzdem aus: „Häufig verspürt man einen Jieper auf Süßes, weil das Gehirn Alarm schlägt. Ein Löffel Galaktose gibt den hungrigen Zellen, was sie brauchen, und der Heißhunger findet ein Ende.“ Sein persönlicher Genusstipp: keinen Fertigkakao trinken, sondern lieber originales Kakaopulver mit Galaktose anmixen, oder zum Beispiel das Pulver über Obstsalat und Müsli streuen oder in ungesüßte Obstsäfte rühren. „So bekommt der Körper etwas Süßes, der Zucker-Jieper verschwindet, und auf den Organismus wirkt die Galaktose zusätzlich wie ein Jungbrunnen.“ 

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