Ernährung Die volle Kraft aus dem Keim: So gesund sind hochwertige Öle

Finger weg von Fett! Das ist einer der vielen Mythen rund ums Abnehmen und gesunde Ernährung. Unser Körper braucht Fett, damit der Stoffwechsel läuft wie geschmiert. Wichtig ist allerdings, dass wir gezielt gute Fette auswählen. Hochwertige Öle sind die idealen Energielieferanten und ein wertvoller Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.

Die volle Kraft aus dem Keim: So gesund sind hochwertige Öle

Der menschliche Körper benötigt Fett. Die Körperzellen bestehen zu einem großen Teil aus Fett. Im Gehirn liefert Fett sogar 60 Prozent der gesamten Trockenmasse. Eine gesunde Ernährung ohne Fette scheint da unmöglich. Tatsächlich raten Ernährungswissenschaftler schon lange dazu, Fett nicht im großen Stil vom Speiseplan zu streichen. Wichtig ist ein bewusster Umgang mit Fetten und die Auswahl hochwertiger Fettlieferanten.

Fette gehören zu den wichtigsten Energielieferanten im Körper. Wir glauben immer, dass Kohlenhydrate uns den ultimativen Energieschub geben, dabei sind Fette sogar noch bessere Energielieferanten. Tatsächlich können wir etwa das doppelte an Energie aus Nahrungsfetten ziehen, das wir aus Kohlenhydraten und Eiweißen bekommen. Das liegt daran, dass Fette, die aus der Nahrung aufgenommen werden, eine hohe Energiedichte aufweisen. Genau darin liegt auch die Tücke. Denn jegliche Energie, die der Körper aufnimmt, ohne sie zu verbrauchen, lagert er ein. Die Gefahr, dass zu viel aufgenommenes Fett in die ungeliebten Fettpölsterchen an unseren Problemzonen wandert, ist deshalb hoch. Allerdings sind Fette nicht nur Geschmacksträger, sondern haben auch eine wichtige Sättigungsfunktion. Je fetthaltiger eine Mahlzeit ist, desto schneller macht sie uns satt. Wer langsam und genussvoll ist und auf seine Körpersignale hört, kann bei angenehmer Sättigung mit dem Essen aufhören und ist trotzdem gut versorgt. Der bewusste Genuss hochwertiger Fette ist also essenziell für einen gut geölten Stoffwechsel und damit für Gesundheit und Wohlbefinden.

Gesunde Öle: Die Fettsäuren sind das Geheimnis

Um gesunde von ungesunden Ölen unterscheiden zu können, ist ein genauerer Blick auf die Bestandteile erforderlich. Dabei kommt es vor allem auf die enthaltenen Fettsäuren an. Grundsätzlich werden Fettsäuren und gesättigt und ungesättigt unterteilt. Die gesättigten Fettsäuren benötigt der Körper, um direkt Energie daraus zu ziehen. Ungesättigte Fettsäuren dienen ihm vor allem als Grundbaustoff. Daraus werden die Hormone und Zellen aufgebaut, die der Körper immer wieder neu bildet. Außerdem sind ungesättigte Fettsäuren maßgeblich an verschiedenen wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt. Essenzielle Fettsäuren welche auch im Schwarzkümmelöl enthalten sind, sind lebensnotwendig für den menschlichen Körper, können aber nicht selbst gebildet werden. Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden.

Damit der Körper sich also immer ausreichend regenerieren kann und der Stoffwechsel gut läuft, sollten wir ausreichen einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu uns nehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ungefähr ein Drittel gesättigte und zwei Drittel einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Besonders wertvoll für den Körper sind die mehrfach ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Ernährungsexperten halten 5 Anteile Omega-6-Fettsäuren zu 1 Teil Omega-3-Fettsäuren für eine empfehlenswerte Zusammensetzung, um den Stoffwechsel optimal zu unterstützen.

Fette sind aber nicht nur selbst als Energielieferanten und Baustoffe wichtig. Über die Nahrungsfette können wir auch die lebenswichtigen fettlöslichen Vitamine A, D, E und K aufnehmen, die unser Organismus nicht selbst bilden kann und die wir deshalb als essenzielle Nährstoffe aus der Nahrung auf nehmen müssen. Auch die Verarbeitung dieser lebenswichtigen Vitamine kann nur erfolgen, wenn dem Körper ausreichend hochwertige Nahrungsfette zur Verfügung stehen.

Und nicht zuletzt dient unter der Haut abgelagertes Fett auch als zusätzliche Isolationsschicht, die den Körper vor Auskühlen schützt. Es kommt nicht von ungefähr, dass wir vor allem in der kalten Jahreszeit gerne ein paar Pfündchen mehr mit uns herumtragen. Im Körperinneren sorgen Fettschichten die Organe vor schädlichen Einflüssen von außen. Es gibt weiterhin sogar Öle die gesundheitsförderlich sein sollen wie beispielsweiße das CBD Öl oder Cannabisöl.

Wir stellen vor: Die Top 5 der gesunden Pflanzenöle

Pflanzenfette sind als Helfer für die Vitaminzufuhr und -verarbeitung besonders gut geeignet. Besonders hochwertige Pflanzenöle können vom Körper gut verstoffwechselt werden und unterstützen außerdem die Aufnahme anderer essenzieller Nährstoffe. Im Handel gibt es zahlreiche Pflanzenöle, die sich alle im Geschmack und ihrer Zusammensetzung unterscheiden. Welches Öl auf den Tisch kommt, sollte allerdings nicht nur Geschmackssache sein. Diese 5 Ölsorten sind für Gesundheit und Wohlbefinden besonders wertvoll:

1. Olivenöl
Olivenöl kennen und lieben wir vor allem aus der italienischen Küche. Wer gerne kocht, hat garantiert ein Fläschchen hochwertiges Olivenöl im Vorratsschrank. Olivenöl wird vor allem wegen der darin enthaltenen Antioxidantien empfohlen. Diese Stoffe sind wichtig im Kampf gegen freie Radikale im Körper. Der mäßige Genuss von hochwertigem Olivenöl kann sich also positiv aufs Immunsystem auswirken und außerdem den Cholesterinspiegel und den Blutdruck ausgleichen.

Wer gerne mit Olivenöl kocht, sollte darauf achten, ein hochwertiges, kalt gepresstes Öl extra vergine zu kaufen. Olivenöl darf beim Kochen unter mäßiger Temperaturzufuhr erhitzt werden. Deshalb ist es besonders gut zum schonenden Dünsten von köstlichen Speisen geeignet.

2. Leinöl
Leinöl gehört zu den häufigsten Empfehlungen für die gesunde Küche. Es ist besonders reich an der wichtigen alpha-Linolensäure, einer der Omega-Fettsäuren. Leinöl ist in der guten Küche gut aufgehoben, allerdings hält es sich nicht lange und darf aufgrund seiner empfindlichen Zusammensetzung nicht erhitzt werden. Leinöl eignet sich hervorragend für die Zubereitung von Salatsaucen und Dressings, denen es mit seinem feinen Geschmack den letzten Pfiff verleiht. Andere Kaltspeisen können ebenfalls hervorragend mit Leinöl verfeinert werden. Auch pur genossen ist Leinöl ein echter Wohlfühl-Helfer. Etwa 1 bis 2 Teelöffel täglich versorgen den Körper optimal mit gesundem Fett.

3. Sonnenblumenöl
Hierzulande ist der Genuss von Sonnenblumenöl sehr verbreitet. Das ist auch gut so, denn Sonnenblumenöl ist besonders reich an mehrfach ungesättigten Linolsäuren und damit äußerst bekömmlich. Bei der Vielfalt an angebotenen Sonnenblumenölen, sollten Verbraucher allerdings genau hinschauen, denn die Qualitätsunterschiede sind riesig. Der Zusatz „kaltgepresst“ oder „aus erster Pressung“ auf dem Etikett weist ein natives Sonnenblumenöl aus, das reich an den wertvollen Nährstoffen ist.

Sonnenblumenöl kann gut erhitzt werden, eignet sich aber auch hervorragend zur Verfeinerung von kalten Speisen und Salatdressings.

4. Walnussöl
Walnussöl hat nicht nur einen besonders aromatischen, nussigen Geschmack, es ist auch reich an mehrfach ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Außerdem enthält Walnussöl viele wertvolle Vitamine. Beim Kochen sollte das hochwertige Öl nicht zu stark erhitzt werden. Aufgrund seiner feinen Note eignet es sich hervorragend zu Verfeinerung von Salatsaucen und Kaltspeisen.

5. Erdnussöl
Erdnussöl ist ein echter Allrounder in der gesunden Küche. Es ist äußerst hitzebeständig und kann deshalb hervorragend zum Braten verwendet werden. Durch seinen feinen, nussigen Geschmack verleiht es vielen warmen und kalten Speisen den letzten Pfiff. Für Gesundheit und Wohlbefinden hat Erdnussöl einen großen Anteil an gesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren dabei. Ein echtes Plus bietet Erdnussöl aber für den Aufbau und Schutz der Zellen im menschlichen Körper. Es ist nämlich reich an Vitamin E, das beim Zellaufbau eine wichtige Rolle spielt.

Damit hochwertige Öle ihre hervorragende Qualität lange behalten, sollten sie nach Möglichkeit immer kühl und dunkel gelagert werden. Im Kühlschrank oder im Keller entfalten sie lange ihren vollen Genuss und behalten ihre wertvollen Bestandteile. Kaltgepresste Pflanzenöle sollten trotzdem innerhalb weniger Monate verzehrt werden, da sie aufgrund ihres hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren auch bei optimaler Lagerung schnell ranzig werden.

Datum: 02.04.2020

Schlagworte: