Feuchtigkeitspflege Thermalsprays im Check

Nützt es dem Teint, wenn wir jetzt mehr Wasser trinken? Tut ein Bad im Meer der Haut gut? Petra geht zehn Fragen rund um Beauty und Feuchtigkeit auf den Grund.

Frau, Thermalwasser

WAS GIBT ES NEUES VOM WASSER?

Statt Schnaps ein Wasser als Digestiv – macht Sinn! Forscher der Uniklinik Zürich haben 20 Freiwillige Käsefondue schlemmen lassen. Zum und nach dem Essen gab’s teils Wasser, teils Wein und Schnaps. Vier Stunden nach der Mahlzeit waren die Mägen der Wassertrinker deutlich leerer, das konnte durch eine (harmlose, keine Sorge) radioaktive Markierung des Fondues klar gezeigt werden. It works!

Eine Studie über einen Zeitraum von acht Jahren beweist: Aus Fältchen werden schneller Falten, je größer der Feuchtigkeitsmangel in der Haut ist. Die 122 Teilnehmerinnen der Studie waren zu Beginn 10 bis 72 Jahre alt. Ihre mimischen Falten vertieften sich in den acht Jahren umso deutlicher, je trockener die Haut war.

Schlank dank Wasser: Dieses Frühjahr wurde eine deutsche Studie abgeschlossen, in der übergewichtige Grundschulkinder ein Jahr lang unbegrenzt Trinkwasser zur Verfügung gestellt bekamen. Und siehe da, das Übergewicht war ohne weitere Diätmaßnahmen in vielen Fällen deutlich reduziert.

Laufen lassen: Die Mitglieder des Vereins Deutscher Ingenieure drehen erst einmal die Wasserhähne auf, wenn sie am Urlaubsziel ankommen und wenn sie wieder daheim sind – weil sich Mikroorganismen vermehren können, wenn Wasser lange in den Leitungen steht.

WO BEFINDEN SICH DIE BESTEN THERMALBÄDER?

Heißes Wasser, kalter Wein: Calistoga im kalifornischen Napa Valley lockt mit Western-Feeling, vielen Spas, Weingütern und Alt-Hippies. www.calistogavisitors.com Wasser für die Eleganten: Im „Hotel Royal“ in Evian-les-Bains am Genfer See hat schon Greta Garbo gebadet. www.evianroyalresort.com Style-Spa: Stardesigner Matteo Thun hat mit der Therme Meran in Südtirol einen Ort geschaffen, in dem man wahrhaft stilvoll abtauchen kann. www.thermemeran.it Die Königin der Kurorte: Vichy im französischen Zentralmassiv steht für Thermalkuren in der Quelle „Source des Célestins“ – und viel, viel Belle Époque. www.vichy-tourisme.com Hoch im Norden: Mit Blick auf Gletscher und Vulkane in Thermalwasser planschen, das geht einfach nur in Reykjaviks „Blauer Lagune“. www.blaue-lagune-island.de

WAS NÜTZEN THERMALSPRAYS?

Das Prädikat „Thermal“ verdient man sich, indem man mit mindestens 20 °C aus der Quelle sprudelt, reich an Mineralien ist und eine bewiesene Heilwirkung hat. Als Spray ermöglichen solche Wässerchen eine On-the-go-Hautkur. Aufsprühen, kurz einziehen lassen und dann, ganz wichtig, abtupfen. Dadurch hat man die Thermalwirkung, „verhindert aber den gefürchteten Kamineffekt“, erklärt Dr. Joachim Kresken von der Gesellschaft der Dermopharmazie. „Das Wasser würde die Haut sonst austrocknen. Verdunstet es auf nasser Haut, zieht es körpereigene Feuchtigkeit mit sich.“

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