Ratgeber Was hilft gegen Sonnenbrand?

Ob im Stadtpark, auf dem Balkon oder im Garten - gibt es etwas schöneres als bei bestem Wetter die Sonne zu genießen und sich die warmen Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen zu lassen? Nein, wir finden nicht! Allerdings sollte die Haut vor gefährlichen UV-Strahlen und Sonnenbrand gut und ausreichend geschützt werden. Wir sagen Ihnen, was gegen Sonnenbrand hilft und wie Sie die roten Stellen am besten behandeln können.

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Jeder von uns hatte schon einmal einen Sonnenbrand, dabei erwischt es hellhäutige Menschen meist mehr als dunklere Hauttypen. Der Sonnenbrand ähnelt einer Verbrennung ersten bis zweiten Grades, die durch intensive Sonneneinstrahlung entsteht und nicht immer ganz ungefährlich ist. Das Sonnenbaden hat meist Symptome wie Rötungen zur Folge, nach wenigen Stunden kann ein unangenehmes Hitzegefühl auftreten und im Extremfall kommt es zur Blasenbildung auf der verbrannten Haut.

Gesundheitsgefährdend 

Mit jedem Sonnenbrand wird die Haut geschädigt und feine Hautpartikel werden zerstört. In der Regel verheilt der Sonnenbrand nach einigen Tagen von allein und hinterlässt keine Narben. Das Hautkrebsrisiko wird dabei allerdings von Mal zu Mal erhöht und eine Entzündung der Unterhaut bleibt nicht aus. Bei einer häufig wiederkehrenden Belastung der Haut können Hautschäden wie Falten und Flecken entstehen. Viele von uns unterschätzen die gefährlichen UV-Strahlen, verzichten beim Sonnen auf die Sonnencreme um nach dem Heilen der Verbrennungen schön braun auszusehen. Gegen einen schönen Sommerteint hat sicher niemand etwas auszusetzen, dennoch sollten Sie dabei auf Ihre Gesundheit achten und ihre hoch sensible Haut schützen.

Welche Sonnencreme soll ich kaufen?

Das Angebot an Sonnenschutzmittel und Sonnencremes ist riesig. In der Drogerie und in der Apotheke finden Sie zahlreiche Produkte mit unterschiedlichen Lichtschutzfaktoren und anderen besonderen Eigenschaften. Bei dem Kauf eines Sonnenschutzes spielt neben dem Hauttyp auch der Urlaubsort eine große Rolle. So ist zum Beispiel ein Winterurlaub in den Bergen mit einem Sommerurlaub am Strand zu vergleichen. Es gibt insgesamt sechs verschiedene Hauttypen mit unterschiedlich hohem Melaningehalt. Melanin ist ein Pigment, das zum Schutz der Haut dient und vor dem schädlichen Einfluss der UV-Strahlen schützt.

Die sechs Hauttypen

Der keltische Hauttyp: Der keltische Hauttyp hat meist blondes oder rotes Haar und oft blaue oder grüne Augen. Ihre helle Haut wird selten braun, stattdessen bekommen Sie Sommersprossen und ohne ausreichend Schutz schnell einen Sonnenbrand. Lichtschutzfaktor 30+ ist für Sie am besten geeignet.

Der nordische Hauttyp: Die nordischen Hauttypen zeichnen sich durch helle Haut und blonde, braune oder dunkelbraune Haare aus. Auch bei diesem Hauttyp ist ohne Schutz der Sonnenbrand vorprogrammiert. Sie werden nur langsam braun. Hier ist Lichtschutzfaktor 25+ ideal.

Der Mischtyp: Dunkelblonde oder braune Haare und ein natürlich schöner Teint sind die Merkmale eines Mischtyps. Sie werden in der Regel langsam und gleichmäßig braun, dabei bekommen Sie nur manchmal einen leichten Sonnenbrand. In der Sonne sollten Sie sich mit Lichtschutzfaktor 15-20 schützen. Greifen Sie bei intensiver UV-Strahlung zu einer Sonnencreme mit höherem Lichtschutzfaktor.

Der mediterrane Typ: Lichtschutzfaktor 10-15 ist für diesen Hauttyp in den meisten Fällen völlig ausreichend. Ihre natürlich braune Haut liebt die Sonne, eine schnelle Bräunung zeichnet Sie aus.

Der dunklere Hauttyp: Ihre Haut ist auch im ungebräunten Zustand hellbraun bis dunkelbraun. Nur sehr selten bekommen Sie einen Sonnenbrand. Dennoch sollten Sie ihre Haut ausreichend mit Sonnencreme schützen. Lichtschutzfaktor 10 wird empfohlen.

Der schwarze Hauttyp: Ihre natürlich dunkle bis schwarze Haut zeichnet Sie aus. Sie bekommen fast nie einen Sonnebrand, sondern frischen Ihren Teint in der Sonne noch einmal richtig auf. Zum Schutz der sensiblen Hautzellen sollten Sie trotzdem nicht auf Sonnenschutz verzichten.

In der Apotheke können Sie sich ausgiebig beraten und ihren Hauttyp bestimmen lassen. Erwähnen Sie dabei auch mögliche Allergien oder Hautempfindlichkeiten, so dass der optimale Sonnenschutz gefunden werden kann.

 

Erste-Hilfe-Tipps

Haben Sie doch zu lang in der Sonne gelegen und sich einen unangenehmen Sonnenbrand zugezogen? Dann haben wir hier einige Erste-Hilfe-Tipps für Sie!

Spätestens wenn Ihre Haut gerötet ist, Sie einen unangenehmen Juckreiz empfinden oder sich Bläschen gebildet haben sollten Sie die Sonne meiden und sich einen Schattenplatz suchen. Die Haut muss sich nun von den Schäden der UV-Strahlung regenerieren. Nehmen Sie ein kaltes Bad oder eine kühle Dusche sobald Sie Symptome eines Sonnenbrandes erkennen. Entzündliche Prozesse werden dabei unterbrochen und unangenehme Hitzgefühle und Juckreize werden reduziert.

Kalte, in wassergetränkte Baumwolltücher eignen sich ebenfalls perfekt zum Kühlen der Hautrötungen. Eiswürfel oder Kühlkissen sollten unbedingt vermieden werden, da sie häufig eine zusätzliche Schädigung der Hautzellen verursachen können.

Bei leichten Rötungen können Sie die klassische After-Sun-Lotion verwenden. Sie hat eine kühlende Wirkung und spendet der Haut viel Feuchtigkeit. After-Sun-Cremes gibt es in der Apotheke und im Drogeriemarkt.

Das natürliche Gel der Aloe Vera Pflanze verschafft sofortige Kühlung und ist damit ein absolutes Wundermittel gegen Hautverbrennungen. Schmerzen und Juckreize werden gemindert und versorgen die Haut mit reichhaltigen Mineralstoffen und Vitaminen. Aloe Vera trägt zur optimalen Regeneration der geschädigten Hautzellen bei.

Ein alt bewährtes Haushaltsmittel gegen einen schmerzenden Sonnenbrand ist herkömmlicher Speisequark aus dem Supermarkt. Tragen Sie den gekühlten Quark auf die verbrannten Hautpartien auf und lassen Sie die Quarkschicht etwa eine Stunde gut einwirken. Anschließend mit warmen Wasser vorsichtig abspülen.

Zitronensaft entspannt die Haut? Ja, und wie! Mischen Sie Zitronensaft mit etwas Olivenöl und geben Sie die Mischung auf die Haut. Massieren Sie die Kur sorgfältig ein und spülen Sie alles gut ab. Eine schnelle Heilung der Verbrennungen ist garantiert.

Trinken Sie bei einem Sonnenbrand unbedingt ausreichend Wasser. Sie kühlen ihren Körper so von innen und versorgen ihn mit verloren gegangener Feuchtigkeit. Bei extremen Verbrennungen und anderen Symptomen wie Übelkeit sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Vermeiden Sie außerdem die pralle Sonne und gönnen Sie ihrer Haut eine Auszeit.

Autor: Leona Malchow

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