Hautbild Das hilft bei Pigmentflecken

Ein paar Sommersprossen? Süß. Aber wenn größere Areale von Hyperpigmentierung betroffen sind? Keine Panik, es gibt Hilfe.

Behandlung bei Pigmentflecken

Die Ursachen

Trifft Sonne auf unsere Haut, werden wir braun, denn sie setzt einen cleveren Ablauf in Gang: Spezialisierte Zellen (Melanozyten) schütten den Farbstoff Melanin aus, der die UV-Strahlen abschirmt und Schäden vorbeugt. Wenn dieser
Schutzmechanismus aus dem Lot gerät, werden zu viele Pigmente produziert und verklumpen. Flecken entstehen – vor allem an ungeschützten Stellen wie Händen und Gesicht.
Sind die Unregelmäßigkeiten erblich bedingt, wie etwa Sommersprossen, lässt sich dagegen kaum etwas tun. Doch in den meisten Fällen fungieren die äußeren Einflüsse als Auslöser oder sie verstärken die Veränderungen. Die Faktoren können vielfältig sein und von zu viel UV-Strahlung über hormonelle Einflüsse (z. B. Wechseljahre, Pille), Medikamente oder auch Stoffwechselerkrankungen (z. B. Diabetes mellitus) bis hin zu Vitalstoffmangel (z.B. Folsäure, Vitamin B12) reichen.

Flecken sind gesundheitlich unbedenklich

Fakt ist: Die Flecken nerven! Sowohl die millimeterkleinen, meist Sonnen- oder Altersflecken (Lentigo solaris oder Lentigo senilis) ebenso wie die, die nach Entzündungen zurückbleiben (Postinflammatorische Hyperpigmentierung) oder die flächigen großen, die eine sogenannte Schwangerschaftsmaske (Chloasma oder Melasma) bilden können, welche sich über die Oberlippe, die Stirn und beide Wangen erstrecken kann.
Über 40 Prozent der Frauen in Deutschland leiden unter Flecken. Und auch wenn sie in der Regel gesundheitlich völlig unbedenklich sind, machen sie den Betroffenen psychisch oft schwer zu schaffen. Darüber hinaus ergaben Studien, dass uns Farbunregelmäßigkeiten älter wirken lassen.

Brightening-Produkte sind das Mittel der Wahl

Einmal erworben, sind die Male nur schwer wieder loszuwerden, lassen sich aber immerhin mit gut deckendem Make-up kaschieren. Wer sie bekämpfen will, braucht einen langen Atem, denn die ersten Erfolge mit Cremes & Co. zeigen sich frühestens nach vier Wochen. Das Mittel der Wahl sind Brightening-Produkte wie Lotionen, Seren oder Sprays. Sie hellen den Hautton auf und helfen, das Melanin abzubauen. In den Formeln überzeugen z.B. pflanzliches Mädesüß, das reich an exfolierender Salicylsäure ist, der Weinpflanzen-Wirkstoff Viniferine, kollagenförderndes Retinol sowie Vitamin C, welches den Abbau gefärbter Zellen beschleunigt. Andere setzen mit ganzen Komplexen auf die Synergie verschiedener Substanzen, die gleich auf mehreren Ebenen wirken: Sie hemmen die Melaninproduktion, lindern Entzündungen, sind antioxidativ und peelen.

Behandlung beim Dermatologen

Selbst für Dermatologen ist die Behandlung eine Herausforderung, einen Goldstandard gibt es nicht. Sie arbeiten z. B. mit dem Bleichmittel Hydrochinon. Altersflecken lassen sich gezielt mit dem Laser behandeln. Bei größeren Flächen regen chemische Peelings und Microdermabrasion eine Hauterneuerung an, und beim Korean Brightening werden Peptide injiziert, die die Melantoninbildung unterdrücken und die Flecken aufhellen.

Die beste Prophylaxe: Lichtschutz

Du würdest doch lieber vorbeugen? Dann beginne sofort mit konsequentem Lichtschutz (LSF 50)! Und zwar auch bei bedecktem Himmel, ganzjährig, besonders während einer Schwangerschaft und bei hormoneller Verhütung.