Beauty-Lexikon Gelée Royale

Es heißt, dass Gelée Royale jede Biene in eine Königin verwandelt. Bei Haut und Haar zeigt es jedenfalls verblüffende Talente. Hier erfahrt ihr mehr!

Gelée Royale

Nährstoffreiches Gemisch

Das ändert aber nichts daran, dass es sich bei Gelée Royale um ein äußerst nährstoffreiches Gemisch handelt: Neben Zucker und Fetten enthält es auch B-Vitamine, Biotin, Folsäure, Mineralstoffe und Spurenelemente – außerdem alle Aminosäuren, darunter die acht sowohl für Bienen als auch für Menschen essentiellen.

In der Heilkunde wird der Stoff vor allem zu Pulver, Pillen und Kapseln verarbeitet. Weil keine Studien existieren, die eine Wirkung von Gelée Royale belegen, ist es in Deutschland schlicht als Lebensmittel deklariert – auch wenn viele darauf schwören: Es soll antimikrobiell und krebshemmend wirken, Blutzucker und Blutdruck positiv beeinflussen, Wechseljahrsbeschwerden und Erschöpfungszustände, Appetitlosigkeit und Depressionen lindern.

Schon seit längerem interessiert sich die Beauty-Industrie für Gelée Royale und verwendet Extrakte (gefriergetrocknet und pulverisiert) in Cremes, die unsere Haut intensiv regenerieren. Und jetzt haben auch die Haarspezialisten den königlichen Wirkstoff entdeckt.

Kein Wunder: Aminosäuren, besonders Arginin, gehören zu den wichtigen Eiweiß-Bausteinen des Haars. „Arginin fügt sich extrem gut in strukturschwache Haarstellen ein und ist dazu ein perfekter Transporter für weitere Pflegestoffe“, erklärt Dr. Rainer Müller, wissenschaftlicher Direktor der L’Oréal Deutschland, die eine neue Haar-Pflegeserie mit Gelée Royal auflegten.

Es gibt jedoch einen Haken. Ein Bienenstock produziert gerade mal 500 Gramm Gelée Royale pro Saison – und die Ernte ist extrem aufwendig, weil der Imker den Fütter-Bienen eine gefälschte Königinnenwabe vorsetzen muss, damit sie ihm den begehrten Stoff liefern. Darum liegt der Kilopreis auch bei etwa 100 bis 130 Euro.