Naturkosmetik Diese Kräuterextrakte wirken Wunder

Eure Haut ist fettig, unrein oder trocken? Diese Kräuter lindern eure Beschwerden, probiert sie aus und überzeugt euch!

Kräuter, Heilpflanzen, Hautpflege

So werden die Kräuterextrakte gewonnen

Kräuter können auf unterschiedliche Art und Weise an- und verwendet werden. Die einen nutzen sie frisch beim Kochen, die anderen trocknen sie für Tee oder machen aus den Wundermitteln Essig oder Öl. Aber wie werden Kräuterextrakte selbst hergestellt und welche Kräuter helfen gegen welche Beschwerden?

Zutaten:

Für die Herstellung benötigt ihr keine speziellen Geräte, lediglich Kräuter, Wurzeln, Blätter und Blüten. Sammelt diese am besten selbst, je nachdem gegen welche Beschwerden ihr sie anwenden möchtet. Es können sowohl frische als auch getrocknete Pflanzen für die Herstellung genutzt werden. Der einzige Vorteil: Frische Pflanzen sind kraftvoller und aromatischer. Nun braucht ihr noch einen hochprozentigen Alkohol, z.B. Doppelkorn oder Wodka. Es sollte auf jeden Fall Alkohol mit einem Alkoholgehalt von mindestens 40 bis 45 Vol. % sein.

Zubereitung:

  1. Gebt ein Drittel der zerkleinerten Blätter, Blüten oder Wurzelstücken in ein hohes Gefäß. Füllt es mit Alkohol auf, bis die im Glas verwendeten Kräuter bedeckt sind. Verschließt das Glas und stellt es an einen passenden Ort.
  2. Schüttelt die Tinktur mindestens einmal am Tag.
  3. Zwischen 5 Tagen und 6 Wochen ist eure Tinktur fertig (bei einer exakten Angabe streiten sich die Experten noch).
  4. Lasst die Tinktur durch einen Filter laufen, werft die Kräuter o.Ä. weg und füllt die Tinktur in kleine, dunkle Flaschen mit Pipette oder Tropfeinsatz.
  5. Die Extrakte eignen sich nicht nur für die Heilung von Beschwerden, sondern auch für die Herstellung von Salben und Cremes.

Diese Kräuter könnt ihr u.a. gegen eure Beschwerden verwenden

  • Hopfen: regt die Durchblutung an und strafft für einen kurzen Moment die Haut.
  • Salbeiwirkt besonders gegen Bakterien, ist daher wundheilend und desodorierend (geruchsbeseitigend). Er hat eine leicht straffende Eigenschaft.
  • Ringelblumeauch als Calendula bekannt, ist u.a. als Inhaltsstoff von Sonnenschutzmitteln und After-Sun-Cremes vorzufinden. Sie bringt eine heilende, bakterientötende, anregende Wirkung mit sich und ist besonders gegen unreine Haut zu empfehlen.
  • Brennnesselwird in der Volksmedizin gegen rheumatische Schmerzen und Ekzemen eingesetzt. Sie wirkt juckreizstillend und durchblutungsfördernd.
  • Schafgarbe: ist eine beliebte Heilpflanze. Aufgrund ihrer bakterienhemmenden Funktion ist sie wundheilend. Sie ist besonders gut für strapazierte Haut.
  • Hamamelis: auch als Zaubernuss bekannt, besitzt entzündungshemmende, durchblutungsfördernde, kühlende, leicht straffende und juckreizstillende Eigenschaften. Sie hilft ebenfalls gut bei rissiger, spröder und übermäßig trockener Haut, sowie gegen Sonnenbrand.
  • Brunnenkresse: ist bei fettiger und unreiner Haut anzuwenden.
  • Feldstiefmütterchen: sind für ihre entzündungshemmende und heilende Wirkung bekannt. Sie helfen ebenfalls gegen Hautjucken und Akne.
  • Johanniskraut: ist wundheilend, gut gegen strapazierte, wunde und unreine Haut, wirkt leicht straffend und vor allem gut gegen Bakterien.
  • Ackerschachtelhalm: wirkt besonders gut gegen unreine, fettige Haut und besitzt eine leicht straffende Wirkung.
  • Walnussblätter: wirken straffend und sind insektenvertreibend.
  • Sonnenhut: lindert Insektenstiche und Sonnenbrände und wirkt wundheilend.

Autor: Mareike Schumacher