Neue Behandlungsmethoden Schöne Proportionen

Kennen Sie eine Frau, die 100 Pro zufrieden ist mit ihren Beinen? Eben. Wir ziehen alle über sie her – hier die lästigen Dellchen, da eine blöde Vene, dann noch die dicken Knubbelknie. Aber auch Beine wollen geliebt werden! Warum also nicht jetzt in der kalten Saison mal neue verschönernde Minimal-Eingriffe wagen?

Schöne Beine

 


2. Unschön sichtbare Venen
Natürlich meinen wir Krampfadern – und die sind in der Tat echt nervig. Also weg damit! Bei der Methode „Closure Fast“ werden die Venen mit Radiowellen behandelt. Dabei wird ein Katheter über einen Mini-Schnitt an Knöchel oder Knie in die betroffene Vene eingeführt und unter lokaler Betäubung durch sie hindurchgezogen. An seiner Spitze ist ein Generator, der Mikrowellen abgibt und die Eiweißmoleküle der Venenwand regelrecht einkocht. Sie schrumpfen, und die Vene klebt quasi zusammen. Der Körper behandelt sie nun wie eine Entzündung und baut sie von selber ab. Über die Schnittstellen gibt es Pflaster, dann muss man ein paar Tage Kompressionsstrümpfe tragen. Das Verfahren ist wesentlich schonender als das frühere Stripping, also das Herausnehmen der ganzen Vene – nach spätestens fünf Tagen ist man meist wieder fit.

ABER: Durch die simulierte Entzündung kann es zu Schmerzen und vorübergehenden Verhärtungen kommen.

KOSTEN: ab 2500 Euro, die Krankenkassen übernehmen die Prozedur in der Regel nicht.

DIE EXPERTEN: Der Mannheimer Dr. Thomas Michael Pröbstle hat die meiste Erfahrung im „Closure Fast“, da er sie vor vier Jahren erfunden hat (www.privatklinik-proebstle.de). Heute arbeitet man damit außerdem am Hamburger Dermatologikum (www.dermatologikum.de), weitere Adressen gibt es bei www.vnus.com

 

 

 

3. Suboptimale Proportionen
Geldpölsterchen sind ja was Feines, Fettpölsterchen eher das Gegenteil. Weg bekommt man sie entweder mittels Ultraschall oder Spritze. Bei der ersten Methode werden die Membranen der Fettzellen durch Ultraschallwellen aufgebrochen, danach der Lymphfluss angeregt, damit der Körper die Reste abtransportieren kann. Dafür sind mindestens drei Behandlungen nötig. Bei der Fett-weg-Spritze wird ein Wirkstoff aus Sojalecithin und Gallensäure injiziert. Er löst, von Studien belegt, die Membran der Fettzellen auf, der Körper transportiert die frei werdenden Stoffe dann über die Leber ab. Dieser Prozess braucht einige Wochen.

ABER: Die Ultraschall-Methode ist noch sehr neu, 30 % der Behandelten beklagen, dass es nicht geklappt hätte. Was wiederum 70% Behandelte macht, die zufrieden waren … Die Fett-weg-Spritze ist in Deutschland zwar als Medikament zugelassen, aber für andere Indikationen, etwa zu hohe Cholesterin-Werte, sodass man den Arzt ausdrücklich zur Behandlung autorisieren muss (und damit auch sämtliche Risiken selber trägt). Nach der Injektion kann es zu Rötungen und Schwellungen wie bei Entzündungen kommen, aber auch zu allergischen Reaktionen auf die Wirkstoffe. Zu beiden Methoden gibt es keine Langzeitstudien.

KOSTEN: Ultraschall ab 350 Euro pro Sitzung, Injektions-Lipolyse ab 300 Euro pro Spritze, mindestens 3 Besuche beim Arzt sind bei beiden nötig.

DIE EXPERTEN: Ultraschall z. B. von www.Ultrashape.com oder Ultracontour (www.ulift.fr), Informationen zur Spritze gibt es bei www.injektions-lipolyse.de