Eine Erfolgsgeschichte in der Kosmetik Die Seifenfabrik avanciert zur Topadresse

Vor 100 Jahren machten zwei Damen die erste Douglas-Filiale Deutschlands auf – dank eines pfiffigen Schottens. Eine einzigartige Erfolgsgeschichte eins Schönheitsimperiums

Douglas Ur-Seife

1847 stirbt der Schotte und sein Geschäft „J.S.Douglas Söhne“ wird von seinen Söhnen Thomas und Alexander weitergeführt. Sie wissen: Das ganz große Geld verdient man nur als Global Player und so präsentieren sie 1851 ihre Waren auf der Weltausstellung in London. Schon bald liefert man nach England, Frankreich und Spanien.

In den nächsten 50 Jahren avanciert die Seifenfabrik zur ersten Adresse in Hamburg. 1910 drängen die ersten Frauen an die Unternehmensspitze: Berta Kolbe heißt die neue Geschäftsführerin bei Douglas. Sie ist nicht die einzige Frau, die sich in der Welt der Schönheit einen Platz erobert: Elizabeth Arden eröffnet in NY ihr Spa, Helena Rubinstein Salons in London und Paris, wo auch Coco Chanel anfängt. Als Direktorin Kolbe von den Schwestern Anna und Maria Carstens eine Anfrage bekommt, ob man für eine Parfümerie die Namens-Lizenz erwerben könne – alle Produkte würden natürlich aus der Douglas-Produktion bezogen –, ist sie mehr als angetan. Der Deal ist perfekt für beide Seiten, und am 24. Mai 1910 eröffnet die erste Parfümerie Douglas am Neuen Wall Nr. 5.

Das Geschäft ist so solide, dass es den Ersten Weltkrieg übersteht und die Wirtschaftskrise 1929. Das erleben die Schwestern nicht mehr, sie sterben im gleichen Jahr – ihre Patenkinder Hertha und Lucie Harder führen die Geschäfte weiter. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernimmt dann wieder ein Mann: Der ehemalige Geschäftsführer Erhard Hunger leitet nun die Parfümerien. Er erweitert das Sortiment um exklusive Marken-Depots.

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