So bedeutend ist Ernährung bei Neurodermitis

So bedeutend ist Ernährung bei Neurodermitis

Viele an Neurodermitis Leidende nehmen an, dass es zwischen ihrer Erkrankung und der Ernährung einen Zusammenhang gibt. Tatsächlich beeinflusst die Ernährung unser körperliches und seelisches Wohlbefinden. Und sie kann auch einen Neurodermitis-Schub auslösen. Wir zeigen, welche Rolle die Ernährung beim atopischen Ekzem wirklich spielt und auf was Betroffene besser verzichten sollten.

Neuesten Studien des Helmholtz-Zentrums München zufolge nimmt die Ernährung zwar einen Einfluss auf Neurodermitis-Symptome. Allerdings bestehen nur selten Allergien auf bestimmte Nahrungsmittel. Bei jedem dritten moderat bis schwer betroffenen Kind kommt es bei bestimmten Nahrungsmitteln tatsächlich zu einer Ekzem-Verschlechterung. Bei Erwachsenen spielen Allergien gegen Grundnahrungsmittel eine untergeordnete Rolle. Sie sollten stattdessen versuchen, seltener Pollen-assoziierte Nahrungsmittel zu essen. Zu diesen gehören Obst und Nüsse. Wenn nachweislich eine Kreuzallergie vorliegt, kann sich das Hautbild verschlechtern. 

Individuelle Auslassdiät kann helfen

Prinzipiell reagiert jeder Mensch unterschiedlich auf bestimmte Nahrungsmittel. Experten empfehlen bei Neurodermitis deswegen die sogenannte Auslassdiät. Dank dieser kann herausgefunden werden, welcher Zusammenhang zwischen Neurodermitis und Ernährung besteht. Die Auslassdiät bringt einen gewissen Einschnitt im Leben mit sich. Allerdings kann sie auch Aufschluss darüber geben, welche Nahrungsmittel die Symptome eines atopischen Ekzems verschlechtern können und daher gemieden werden sollten. Wichtig bei diesem Schritt ist eine ärztliche oder fachkundige Begleitung. So kann die Nährstoffversorgung weiterhin gesichert werden.

Und so funktioniert die Auslassdiät:

Über einen bestimmten Zeitraum (max. 2 bis 4 Wochen am Stück) werden zunächst nur wenige, verträgliche Lebensmittel gegessen. Nach und nach werden weitere Nahrungsmittel hinzugefügt und dabei der Hautzustand beobachtet. Betroffene sollten ein Ernährungstagebuch führen. So lässt sich herausfinden, bei welchen Nahrungsmitteln die Haut entsprechend reagiert. Wenn sich der Hautzustand bessert, wird im Abstand von 4 bis 6 Tagen jeweils ein Lebensmittel eingeführt. 

Welche Nahrungsmittel zählen zu den häufigsten Triggern? Während der Auslassdiät kann getestet werden, ob bei einem der folgenden Lebensmittel ein Zusammenhang zwischen Neurodermitis-Symptomen besteht:

  • Milch
  • Eier
  • Weizen
  • Soja
  • Mais
  • Hülsenfrüchte
  • Erdnüsse

Auch Fertigprodukte enthalten oft allergieauslösende Inhaltsstoffe, wie Lebensmittelfarbstoffe, Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe. Ein (übermäßiger) Verzehr kann die Neurodermitis ebenfalls verschlechtern.

So beeinflusst die Ernährung Immunsystem und Hauterkrankung

Wer von Neurodermitis betroffen ist, hat in der Regel ein überempfindliches Immunsystem. Dieses reagiert nicht mehr nur auf schädliche Reize, sondern auch auf harmlose Stoffe wie Tierhaare, Hausstaubmilben oder bestimmte Nahrungsmittel. Wird man diesen Reizen ausgesetzt, können Heuschnupfen, Asthma, Lebensmittelallergien oder Ekzeme entstehen. Da die meisten Immunzellen im Darm sitzen, ist es sinnvoll, auf eine große Artenvielfalt an Darmbakterien zu achten. Diese verstärken die natürlichen Abwehrmechanismen des Darms.

Für ein gutes Immunsystem sollte nicht nur auf eine gesunde Ernährung geachtet werden. Auch Stress spielt bei der körpereigenen Abwehr eine Rolle. Stress am Arbeitsplatz meiden ist deswegen besonders wichtig für Neurodermitis-Betroffene. Denn: Unter Dauerstress leidet die komplette Immunabwehr. 

Bei der Neurodermitis-Behandlung durch einen Facharzt wird auch immer wieder das Thema Hautpflege aufkommen. Kein Wunder, denn geschädigte und anfällige Haut braucht besonders viel Pflege. Vor allem richtige Hautpflege im Winter kann helfen, dass sich Neurodermitis-Symptome nicht verschlechtern. Für Betroffene gibt es mittlerweile eine gute Auswahl an Pflegecremes. Sie helfen beim Aufbau einer stabilen Schutzbarriere gegen Allergene und Schadstoffe.
 

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