27. Februar 2018
Die beste Hautpflege gegen Luftverschmutzung

Die beste Hautpflege gegen Luftverschmutzung und Schadstoffe

Schadstoffe durch Luftverschmutzung lassen die Haut altern. Wie uns Feinstaub & Co schaden und welche Hautpflege gegen Schadstoffe am besten ist, verraten wir hier.

© seasons.agency : Jalag : Kahlbrandt, Gero

Die Folgen für unsere Haut durch Luftverschmutzung und die damit verbundene Alterung rückt immer mehr in den Fokus. Pollution als extrinsischer (äußerer) Faktor der Hautalterung kann dabei in zwei Gruppen eingeteilt werden: primäre Schadstoffe wie Feinstaub oder Stickstoffoxide, die von industriellen Anlagen, Autos, Lkws und Flugzeugen abgegeben werden und sekundäre Schadstoffe wie Ozon, die durch chemische Reaktionen, UV-Strahlen und Wärme entstehen. Zusammen setzen sie unserem größten Organ zu und führen zu frühzeitiger Alterung, die sich in Pigmentflecken, stumpfem Teint und Falten äußert. Neben den längerfristigen Erscheinungen können die negativen Umwelteinflüsse aber auch unmittelbar Reizungen und Rötungen verursachen. Unsere Devise: Schutz gegen Schmutz!

Hyaluronsäure gegen Falten
© iStockphoto
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Freie Radikale: Angriffslustige Teilchen mit Tiefenwirkung

Es ist das altbekannte Spiel Bad Guys gegen Good Guys. Erstere sind in diesem Fall die freien Radikale, die Zweitere, unsere Hautzellen, ausnutzen. Die instabilen Moleküle versuchen sich an gesunde Zellen anzudocken und so ihre Balance wiederzuerhalten. Dadurch lösen sie eine Kettenreaktion aus, die die ehemals gesunden Zellen instabil werden lässt. Bezogen auf unsere Haut, hat dies den Effekt, dass das Gewebe altert und Falten entstehen. Die hochaggressiven Sauerstoffteilchen sind Gift für alle lebenden Zellen: Sie schädigen Proteine, greifen Fettmoleküle in den Zellen an und verursachen auf diese Weise Brüche in den DNA-Strängen unseres Erbguts. Normalerweise verfügt die Haut über Enzyme und Vitamine, die freie Radikale neutralisieren können. Jedoch steigern Stress, Umweltgifte oder Rauchen die Bildung der Störenfriede im Körper. Besonders negativ wirkt sich ein hoher Ozongehalt in der Atemluft aus. Bei vermehrter Bildung von freien Radikalen oder bei ungenügender Zufuhr p anzlicher Nahrung kommt es zum oxidativen Stress im Körper. Wirkstoffe wie Niacinamid und Antioxidantien sind hier der Schlüssel. Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe wie beispielsweise ß-Carotin oder Lycopin (der rote Farbstoff der Tomaten) agieren als Radikalfänger.

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Feinstaub: Nano-Gefahr aus der Luft für unsere Haut

Er ist um uns herum – auf dem Arbeitsweg, bei der Fahrradtour und in der eigenen Wohnung – Feinstaub. Die winzig kleinen Partikel haben einen Durchmesser zwischen 0,1 und 10 Mikrometer. Unterschieden wird zwischen primärem Feinstaub, der durch Emission aus Kraftfahrzeugen, Fernheizwerken oder Heizungen resultiert. Entsteht er durch gasförmige Vorläufersubstanzen wie Schwefel- und Stickoxide, wird er als sekundärer Feinstaub bezeichnet. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes hat zwar die Belastung durch Feinstaub in der Luft deutschlandweit in den letzten 25 Jahren stetig abgenommen, aber in Ballungsräumen werden regelmäßig die Grenzwerte überschritten. Die an den Partikeln haftenden Chemikalien dringen in die Haut ein und schädigen sie. Stickoxide beispielsweise führen zu Entzündungen. Schwefeldioxid schädigt den Hydrolipid lm, die Haut wird empfindlich. Zusätzlich schwächen die Luftschmutzpartikel die Hautbarriere. Das hat zur Folge, dass der Teint mit Juckreiz und Reizungen reagiert. Antioxidative Pflanzenwirkstoffe wie Weintrauben-Polyphenole oder Chlorellaextrakt stimulieren die körpereigenen Abwehrmechanismen. Zusätzlich wird durch Reinigung der Feinstaub von der Haut entfernt.

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UV-Strahlen: Der alltägliche Stress für unseren Teint

Die Sonne ist Lebensspenderin, aber ihre negativen Folgen spüren wir im Sommer, wenn unsere Haut gerötet ist. Grund dafür sind die kurzwelligen UVB-Strahlen. Sie dringen in die Oberhaut ein und sorgen dort für Pigmentstörungen und können Schädigungen der Zell-DNA verursachen. Ihre Intensität ist in der Mittagszeit 150-mal höher als in den frühen Morgenstunden. Die UVA-Strahlung ist weniger Schwankungen ausgesetzt und somit ein ständiges Risiko und auch vorrangig für die lichtbedingte Hautalterung verantwortlich. Die langwellige Strahlung dringt tief in das Unterhautgewebe ein und sorgt dort für oxidativen Stress. Dieser schwächt die gesunden Hautzellen und lässt das Bindegewebe instabil werden. Zusätzlich werden Kleinstentzündungen hervorgerufen, die die kollagenabbauenden Prozesse in der Lederhaut fördern. Die Folge sind Falten. Neueste Studien belegen, dass auch HEV-Licht (high energy visible), das beispielsweise von Computerbildschirmen ausgeht, die Haut altern lässt. Kleidung schirmt die Strahlung ab. Zusätzlich hilft mineralischer oder chemischer UV-Schutz. Antioxidative Pflanzenwirkstoffe und Vitamine (z. B. A und E) stärken die Hautbarriere und helfen so, oxidativen Stress abzumildern.

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Schnelle Linderung bei Irritationen

Umwelteinflüsse haben einen langfristigen Einfluss auf unsere Hautalterung. Während wir diese jedoch nicht gleich feststellen, kann es aber auch zu akuten Rötungen oder Reizungen durch Feinstab, Ozon, UV-Licht, Stress oder Alkohol kommen. Ähnlich wie bei einem Burn-out von Körper und Seele gibt es dieses Phänomen auch bei unserer Haut. Diese reagiert bei Dauerfeuer nämlich auch mit einem Erschöpfungszustand. Die vielen durch sie verlaufenden Nerven reagieren dann hypersensibel. Mit dem Ergebnis, dass die Hautfunktionen durcheinandergeraten und Entzündungen durch den Botenstoff Histamin gefördert werden können. Eine geschwächte Hautbarriere in Verbindung mit Belastung von außen führt obendrein zu transepidermalem Wasserverlust. Nun heißt es „bloß nicht noch weiter stressen“, sondern in den Beruhigungsmodus switchen. Also Finger weg von Peelings oder alkoholhaltigen Reinigern. Lieber mit schonenden und reizlindernden Substanzen wie Rosen- oder Ballonrebenextrakt der Haut einschmeicheln. Entzündungshemmende Wirkstoffe wie Ectoin bieten Sofortschutz und stabilisieren die Zellen gegen Umwelteinflüsse. Um die Barriereschicht, den Schutzmantel der Haut, zu stärken, eignen sich Produkte mit pflanzlichen Ceramiden und Lipiden.

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