17. Januar 2011
5 Tipps für schöne Beine

5 Tipps für schöne Beine

Kennen Sie eine Frau, die 100 Pro zufrieden ist mit ihren Beinen? Eben. Wir ziehen alle über sie her – hier die lästigen Dellchen, da eine blöde Vene, dann noch die dicken Knubbelknie. Aber auch Beine wollen geliebt werden! Warum also nicht jetzt in der kalten Saison mal neue verschönernde Minimal-Eingriffe wagen?

Schöne Beine
© iStockphoto
Schöne Beine

1. Lästige Besenreiser machen sich breit
Wenn abgeklärt ist, dass dahinter keine Venenerkrankung steckt, sind Laser, die im grünen Spektralbereich strahlen, das Mittel der Wahl. Ihr Licht wird vom Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, absorbiert, das Gewebe erwärmt sich, die Gefäßwände verkleben und der bestrahlte Besenreiser schrumpft. Dabei rötet sich die Haut, was sich aber nach drei Tagen meist wieder normalisiert hat.

ABER: Manchmal sind mehrere Sitzungen nötig, damit die Besenreiser verschwinden, und das Lasern kann als unangenehm brennend empfunden werden. Allergische Reaktionen sind ebenfalls bekannt.

KOSTEN: ab 300 Euro.

DIE EXPERTEN: Die Beseitigung von Besenreisern gehört in die Hand eines erfahrenen Gefäßchirurgen und Phlebologen, gute Adressen sind auch reine Venenkliniken. Informationen gibt es außerdem bei www.laserwelt.de

Schöne Proportionen


2. Unschön sichtbare Venen
Natürlich meinen wir Krampfadern – und die sind in der Tat echt nervig. Also weg damit! Bei der Methode „Closure Fast“ werden die Venen mit Radiowellen behandelt. Dabei wird ein Katheter über einen Mini-Schnitt an Knöchel oder Knie in die betroffene Vene eingeführt und unter lokaler Betäubung durch sie hindurchgezogen. An seiner Spitze ist ein Generator, der Mikrowellen abgibt und die Eiweißmoleküle der Venenwand regelrecht einkocht. Sie schrumpfen, und die Vene klebt quasi zusammen. Der Körper behandelt sie nun wie eine Entzündung und baut sie von selber ab. Über die Schnittstellen gibt es Pflaster, dann muss man ein paar Tage Kompressionsstrümpfe tragen. Das Verfahren ist wesentlich schonender als das frühere Stripping, also das Herausnehmen der ganzen Vene – nach spätestens fünf Tagen ist man meist wieder fit.

ABER: Durch die simulierte Entzündung kann es zu Schmerzen und vorübergehenden Verhärtungen kommen.

KOSTEN: ab 2500 Euro, die Krankenkassen übernehmen die Prozedur in der Regel nicht.

DIE EXPERTEN: Der Mannheimer Dr. Thomas Michael Pröbstle hat die meiste Erfahrung im „Closure Fast“, da er sie vor vier Jahren erfunden hat (www.privatklinik-proebstle.de). Heute arbeitet man damit außerdem am Hamburger Dermatologikum (www.dermatologikum.de), weitere Adressen gibt es bei www.vnus.com

3. Suboptimale Proportionen
Geldpölsterchen sind ja was Feines, Fettpölsterchen eher das Gegenteil. Weg bekommt man sie entweder mittels Ultraschall oder Spritze. Bei der ersten Methode werden die Membranen der Fettzellen durch Ultraschallwellen aufgebrochen, danach der Lymphfluss angeregt, damit der Körper die Reste abtransportieren kann. Dafür sind mindestens drei Behandlungen nötig. Bei der Fett-weg-Spritze wird ein Wirkstoff aus Sojalecithin und Gallensäure injiziert. Er löst, von Studien belegt, die Membran der Fettzellen auf, der Körper transportiert die frei werdenden Stoffe dann über die Leber ab. Dieser Prozess braucht einige Wochen.

ABER: Die Ultraschall-Methode ist noch sehr neu, 30 % der Behandelten beklagen, dass es nicht geklappt hätte. Was wiederum 70% Behandelte macht, die zufrieden waren … Die Fett-weg-Spritze ist in Deutschland zwar als Medikament zugelassen, aber für andere Indikationen, etwa zu hohe Cholesterin-Werte, sodass man den Arzt ausdrücklich zur Behandlung autorisieren muss (und damit auch sämtliche Risiken selber trägt). Nach der Injektion kann es zu Rötungen und Schwellungen wie bei Entzündungen kommen, aber auch zu allergischen Reaktionen auf die Wirkstoffe. Zu beiden Methoden gibt es keine Langzeitstudien.

KOSTEN: Ultraschall ab 350 Euro pro Sitzung, Injektions-Lipolyse ab 300 Euro pro Spritze, mindestens 3 Besuche beim Arzt sind bei beiden nötig.

DIE EXPERTEN: Ultraschall z. B. von www.Ultrashape.com oder Ultracontour (www.ulift.fr), Informationen zur Spritze gibt es bei www.injektions-lipolyse.de



4. Lästige Härchen
Warum nicht gleich die Haarwurzeln zerstören? Geht – mit der INOS-Methode. Sie bezeichnet ein Verfahren, bei dem Licht auf ganz bestimmten Wellenlängen durch ein hochreines Saphirglas auf die Haut trifft. Der Clou: Das Licht erwischt die Härchen in unterschiedlichen Wachstumsstadien – und eliminiert sie endgültig.

ABER: Die Behandlung kostet – Zeit und Geduld. Dafür verspricht sie dann auch endgültig zu sein. Leichte Rötungen können auftreten.

KOSTEN: ab 200 Euro pro Behandlung. Für eine dauerhafte Enthaarung beider Unterschenkel sind rund acht Termine nötig. Das kann aber individuell sehr unterschiedlich sein.

DIE EXPERTEN: INOS wird von Hairfree-Instituten angeboten, www.hairfree.eu


5. Ungeliebte Dellen
Hach Gott, warum nur hast du Cellulite erfunden? Dagegen hilft (wirklich gut): Lipomassage und/oder Unterspritzungen mit spezieller Hyaluronsäure. Bei der Massage werden die Partien per Gerät angesaugt und bis ins Bindegewebe wellenförmig hinund hergerollt. Das soll den Fettstoffwechsel aktivieren und ist von der amerikanischen Gesundheitsbehörde als erste effektive Methode zur Behandlung von Cellulite und zur Straffung von Körperkonturen offiziell anerkannt worden. Bei der Unterspritzung wird im Abstand von etwa 1 cm Hyaluronsäure in die Haut eingebracht. Das ebnet die Schenkel und soll den Zellstoffwechsel so anregen, dass das Gewebe gestrafft und eingelagertes Wasser leichter abtransportiert wird.

ABER: Schnelle Erfolge darf man nicht erwarten, bei Massagen sind mindestens 10 Sitzungen nötig, das Spritzen sollte dreimal im Abstand von mindestens zwei Wochen wiederholt werden.

KOSTEN: Massage ab 100 Euro pro Termin, Hyaluronsäure-Depots auffüllen ab insgesamt 1000 Euro.

DIE EXPERTEN: Einige Dermatologen wie etwa der Münchner Dr. Stefan Duve bieten Lipomassagen an (www.aiyasha-spa.de). Fachleute in der Nähe: einfach die eigene Stadt und „LPG“ googeln (so heißt der Gerätehersteller). Adressen zur Hyaluronsäure- Behandlung unter www.restylane.com
Lade weitere Inhalte ...