Volumen Volle Haarpracht

Gesehen bei den Schauen für den Herbst 2013: Diese In-Looks machen einfach mehr her!

volle-haarpracht

Vintage Glam

Beim US-Label Badgley Mischka ließ man sich von den Ladys der Hitchcock-Filme inspirieren: Für den mysteriösen, eigenwilligen Diva-Look Haare mit Puder bestäuben, durchkämmen, vorne antoupieren, hinten zusammennehmen (Pferdeschwanz, Banane, Chignon), mit den Fingern über der Stirn ein paar Strähnen auflockern und mit Haarspray einnebeln. 

 

Für optimale Resultate gilt diesmal die Devise: Viel hilft viel.

Farbe drauf

Eine Tönung in der eigenen Nuance legt feinste Colour-Pigmente um jedes einzelne Haar. Das gibt Glanz und Volumen gleichzeitig. Strähnen rauen die Struktur etwas auf, auch das führt zu mehr Fülle.

Spültrick

Conditioner nicht im oberen Drittel der Haare anwenden, das ist meist ohnehin nicht stark geschädigt", rät Nivea-Haarexpertin Sally Brooks. Das verhindert, dass die Haare zu weich werden und an Volumen verlieren.

Dampf machen 

Keine Zeit für das volle Wasch- und Styling- Programm? Schaumfestiger in die Haare, Wickler eindrehen, duschen. Der heiße Wasserdampf formt die Frisur und macht sie fluffig.

Fake-Pony

Wir verraten jetzt ein kleines Geheimnis: Auch vielen Models mangelt es an einer Naturmähne, und deswegen ist ein Runway-Pony so gut wie immer eine Mogelpackung. Wie hier bei Emilio Pucci verwenden Stylisten Haarteile, die sie zusammen mit den echten Strähnen frisieren. Als Föhnhilfe wird dabei ein Glättungsbalsam aufgetragen, der das Haar umhüllt, es somit etwas verdickt und vor der heißen Luft schützt.

Gegen den Strich

"Mehr Fülle entsteht, wenn man das Haar gegen den Wuchs föhnt, also genau so, wie es natürlicherweise nicht fallen würde", verrät Brooks. "Dabei darauf achten, dass der Schaumfestiger wirklich bis dicht an die Haarwurzeln aufgetragen wird.

Innenrolle

Optische Täuschung ist alles: Haare, deren Spitzen nach innen geföhnt werden, wirken insgesamt voller als solche mit geraden oder nach außen gedrehten Spitzen.

Avantgarde

Ivana Helsinki von Designerin Paola Ivana Suhonen ist eine junge Marke aus Finnland, die von Mode-Insidern heiß geliebt und begeistert beobachtet wird. Für den Look der Kollektion „Rotterdam“, inspiriert vom Nachtleben der Sechziger, braucht es Duttkissen aus Schaumstoff (sehen aus wie Donuts): Haare mit Trockenshampoo griffig machen, nach oben kämmen, zum Zopf drehen, durch das Kissen ziehen, feststecken.

Gekonnt toupieren

"Strähnen locker in die Hände nehmen und den Kamm ganz langsam von oben nach unten schieben!, erklärt Brooks. "Bei den vorderen Partien rund um die Stirn nur die unteren Partien bearbeiten, nicht das Deckhaar."

Quirlen statt Pusten 

Ein Diffuser ist eine wirklich lohnende Investition. Auf den Föhn aufgesetzt, verquirlt er den Luftstrom, das führt automatisch zu mehr Bewegung im Haar.

Wilder Wuschelkopf

Marc Jacobs liebt den großen Auftritt, und er mag es, seine Fans zu über - raschen. Wie jüngst bei Marc by Marc Jacobs: Üppiges Lockenhaar war da überall zu sehen, ein humorvolles Achtziger-Zitat. Dabei wurde mit einem Volumen-Produkt geföhnt und die Mähne anschließend strähnenweise über einen Lockenstab gecurlt. Aufgerollt und festgepinnt, mussten die Strähnen erst auskühlen. Verwuschelt wurde anschließend per Hand.

Über Kopf

Einfach effektiv: Kopfüber föhnen und nach dem Trocknen in dieser Position mit Volumen-Haarspray einsprühen.

Extrem-Scheitel

Im Stil der Achtziger ist er ein Garant für Big Hair. Je weiter man ihn in Richtung Ohr zieht, desto breiter kann sich die andere Seite machen.

Schlagworte:
Quelle: Petra, Ausgabe 11/2013