27. September 2021
Augenlidstraffung: Welche Methoden sorgen für ein jüngeres Erscheinungsbild?

Augenlidstraffung: Welche Methoden sorgen für ein jüngeres Erscheinungsbild?

Geht es Ihnen auch so: Sie schauen morgens in den Spiegel und alles, was Sie zu Gesicht bekommen, ist ein müdes Antlitz, das Ihnen trotz ausreichend Schlaf vollkommen erschöpft entgegenblickt? In den meisten Fällen ist eine altersbedingte Erschlaffung der Lidhaut daran schuld. Die Folge: Unschöne Tränensäcke an den Unterlidern oder herabhängende Schlupflider an den oberen Lidern der Augen. Ein altersbedingter Prozess, der in den meisten Fällen nur noch mithilfe eines chirurgischen Eingriffs zu beheben ist. Aber welche Methoden sind heutzutage möglich und erbringen das gewünschte Resultat?
 

Augenlidstraffung – welche Methoden sorgen für einen wachen Blick?

Mit einer Lidkorrektur oder auch Blepharoplastik ist es möglich, die Augenlider zu straffen und den Betroffenen zu einem erholten frischen Aussehen zu verhelfen. Hierbei wird zwischen zwei Methoden unterschieden: Der Oberlidkorrektur und der Unterlidkorrektur.
 
Die Oberlidkorrektur: Das ästhetische Ziel einer Oberlidstraffung ist die Entfernung der Schlupflider. Die in den meisten Fällen als störend empfunden herunter hängenden Oberlider sind das Resultat einer altersbedingten Erschlaffung der Haut und des Bindegewebes. Aber nicht nur das fortschreitende Alter ist für diesen Zustand verantwortlich. Des Öfteren sind Schlupflider ebenfalls genetisch bedingt.
 
Diese Veränderung des Hautgewebes ist in einigen Fällen sogar so stark ausgeprägt, dass Betroffene mit einem eingeschränkten Sichtfeld leben müssen. Eine Situation, die für viele Menschen auf die Dauer untragbar ist. Aber wie läuft eine Korrektur der Oberlider ab?
 
In der Regel kann eine Oberlidstraffung ambulant mit lokaler Betäubung in leichtem Dämmerschlaf durchgeführt werden. Die gesamte Prozedur ist dann meistens in etwa 45 Minuten erledigt. Der Eingriff kann auch Wunsch des Patienten auch in Vollnarkose durchgeführt werden. Hier fallen noch Zusatzkosten für den Narkosearzt an. Bei Vorerkrankungen kann auch eine Nacht stationär nötig werden.

Folgende Schnitttechnik kommt bei einer Korrektur der Oberlider zum Einsatz:
 
1. Damit die Narbe im Anschluss nicht zu sehen ist, wird ein Schnitt in der Lidfalte (quer über das obere Lid) gelegt.
 
2. Anschließend wird das überschüssige Haut- sowie Fettgewebe entfernt. Treten
Schlupflider aufgrund einer Schwäche des Lidmuskels auf, besteht ebenfalls die Möglichkeit, den gesamten Lidmuskel zu straffen.
 
3. Am Ende der Straffung werden die Hautschnitte vom Chirurgen vernäht. Um resultierende Schwellungen bestmöglich entgegenwirken zu können, werden dem Patienten kühlende Kompressen auf die Augen gelegt.
 
Die Unterlidstraffung: Eine Entfernung der Tränensäcke läuft ähnlich ab wie eine Korrektur der Oberlider. Auch dieser Eingriff wird in den meisten Fällen ambulant durchgeführt. Eine gleichzeitige Korrektur von Ober- und Unterlidern wird in der Regel in Vollnarkose durchgeführt. Aufgrund der Tatsache, dass Tränensäcke bei jedem Patienten eine andere Ursache haben, existieren verschiedenen Möglichkeiten, diesen optischen Makel zu beheben.

Die kleine Unterlidstraffung: Dieser Eingriff findet ambulant statt und dauert etwa eine Stunde. Für ein optimales Resultat wird am Inneren des Auges ein Schnitt von ungefähr einem Zentimeter gesetzt. Anschließend wird das überschüssige Fettgewebe, das für den Tränensack verantwortlich ist, entfernt.
 
Das Gute an der kleinen Unterlidstraffung ist, dass die Wunde nach Beendigung des Eingriffs nicht vernäht werden muss. Die Bindehaut verschließt sich anschließend wieder von ganz alleine. Aufgrund dessen, dass der Schnitt im Inneren des Auges gesetzt wurde, sind auch keine Narben zu sehen.
 
Die große Unterlidstraffung: Für diesen ästhetischen Eingriff wird ein Schnitt unterhalb des unteren Lidrandes gesetzt und das überschüssige Haut- sowie Fettgewebe entfernt. Wird durch eine zusätzliche Straffung des Lidmuskels ein besseres Resultat erzielt, ist dies ebenfalls möglich.
 
Wurde der Eingriff vom Chirurgen erfolgreich beendet, werden die Hautschnitte mithilfe eines sehr feinen Fadens miteinander vernäht. Um anschließende Schwellungen zu verhindern, werden die Augenlider des Patienten auch hier mit kalten Kompressen gekühlt und durch einen stützenden Verband zusätzlich geschützt.

Lidstraffung – welche Risiken oder Komplikationen können auftreten?

Eine Lidstraffung ist ein chirurgischer Eingriff. Somit ist mit folgenden Nachwirkungen zu rechnen:
 

  • Unangenehme Spannungsgefühle
  • Schwellungen rund ums Auge
  • Augentrockenheit
  • Blutergüsse
  • leichte Schmerzen

 
Nach einer Straffung des Ober- und Unterlids ist die Haut rund um das Auge für einige Zeit gerötet und geschwollen. Bei einigen Patienten ist nach der Operation ein Bluterguss in der Tränenrinne zu sehen. Größere Komplikationen sind bei der Durchführung einer Augenlidstraffung jedoch nicht zu erwarten.

Werden Lidstraffungen von der Krankenkasse übernommen?

Wird eine Lidstraffung aus ästhetischen Gründen durchgeführt, werden die Kosten von der Krankenkasse nicht übernommen. Ist ein Eingriff aus medizinischer Sicht notwendig, sieht die Sache wieder anders aus. Die entstehenden Kosten werden in folgenden Fällen übernommen:
 

  • Das obere Augenlid ist so erschlafft, dass es das Sichtfeld des Patienten einschränkt.
  • Aufgrund der Schlupflider treten chronische Beschwerden wie zum Beispiel Lidrand-oder Bindehautentzündungen auf.
  • Der Patient leidet an chronischen Hornhautbeschwerden, die durch eine Reizung der Wimpern entstehen kann.
  • Es wird eine Fehlstellung der Augenlider diagnostiziert.

 
Die entstehenden Kosten setzen sich aus diversen Faktoren zusammen. Patienten, die sich in die Obhut eines seriösen Chirurgen begeben, erhalten eine ausführliche Auflistung der separaten Behandlungsbausteine, die sich in der Regel aus der Vorsorge, der Behandlung und der Nachbehandlung zusammensetzen.

Lade weitere Inhalte ...